Archiv der Kategorie: Frauen

Mentoring-Erfolge sichtbar machen.

Es ist anerkennenswert und so wertvoll, wenn Frauen andere Frauen unterstützten. Unser Beiratsmitglied Dr. Hannah König begleitete die HAW-Studentin Nane Denker im Mentoring-Programm der HAW, teilte mit ihr ihre Erfahrungen und ihr Wissen, gab ihr wertvolle Feedbacks und ermutigte sie in ihrer persönlichen Weiterentwicklung. Darüber sollte berichtet werden, befanden die Projektleiterin des Mentoring-Programms Friederike Eickhoff und ich, und interviewten das Mentoring-Tandem Dr. Hannah König, Leiterin Wind- und maritime Technik der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in der Niederlassung Hamburg und Nane Denker, Studentin des Masterstudiengangs „Nachhaltige Energiesysteme im Maschinenbau“ an der HAW Hamburg, interviewt.
Was dabei alles Spannendes herauskam und warum Mentoring ein toller Ansatz für die berufliche und persönliche Weiterentwicklung ist, lesen Sie hier.

Pro Exzellenzia: Liebe Frau Dr. König, was hat Sie dazu bewogen sich ehrenamtlich als Mentorin im Mentoring-Programm der HAW zu engagieren?

Dr. König: Ich habe in meiner persönlichen Entwicklung immer sehr von Feedback und Erfahrungen anderer Kollegen – ja, es waren vor allem Männer – profitiert. Auch wenn ich nie offiziell Mentee von jemandem war, so habe ich mir ein Netzwerk von interessanten Menschen aufgebaut und sie mitunter zu bestimmten Themen um ihre Meinung gebeten. Das gebe ich nun gern zurück, zumal ich vorher bereits erleben durfte, dass ein solcher Austausch wechselseitig befruchtend und wertvoll sein kann.

Pro Exzellenzia: Welche Herausforderungen sehen sich Hochschulabsolventinnen wie Frau Denker beim Berufseinstieg in einem technischen Feld mit zahlreichen männlichen Kollegen gegenüber?

Dr. König: Zunächst mal sind es die gleichen Herausforderungen, denen auch ihre männlichen Kollegen gegenüberstehen: Natürlich das praktische Anwenden des theoretisch Gelernten, aber vor allem, ein Unternehmen mit seinen Regeln und Strukturen kennenzulernen und einen Platz darin zu finden. Dabei geht es auch darum, die eigenen Wünsche und Erwartungen mit denen des Arbeitgebers und der Kollegen in Einklang zu bringen. Ich erlebe es nur noch ganz selten, dass Frauen hier anders begegnet wird als Männern. Unser Arbeitsfeld ist stark kompetenzbetont, und letztlich hat eine Absolventin eines MINT-Studiums ja bereits eine gewisse Kompetenz bewiesen.

Pro Exzellenzia: Inwiefern leistet das Mentoring-Programm hierbei Hilfestellungen?

Dr. König: Ich wünsche mir, dass das Mentoring dabei hilft, unbefangener an den Berufseinstieg heranzugehen, gerade im Hinblick auf die Geschlechterfrage. Wir dürfen selbst keine vermeintlichen Hürden im Kopf aufbauen. Anders formuliert: Wenn ich ständig darauf fokussiert bin, mich „als Frau“ zu behaupten, komme ich nicht dazu meine eigentliche Arbeit zu machen.

Pro Exzellenzia: Welche Tipps würden Sie Frauen mit auf den Weg in die MINT-Berufswelt geben?

Dr. König: Konzentriert euch auf eure Stärken und macht einen guten Job. Seid selbstbewusst und fordert, was euch zusteht. Und vor allem: vernetzt euch! Sucht den Austausch mit unterschiedlichen Menschen, die euch unterschiedliche Perspektiven vermitteln können.

Pro Exzellenzia: Vielen Dank.

Pro Exzellenzia: Liebe Frau Denker, was hat Sie dazu bewogen am Mentoringprogramm der HAW Hamburg als Mentee teilzunehmen?

Nane Denker: Da ich zwischen meinem Bachelor- und Masterstudium bereits 2,5 Jahre im Bereich offshore Wind gearbeitet habe, konnte ich bereits in der Praxis den Wert und die Entwicklungsmöglichkeiten durch die Unterstützung eines Mentors/Mentorin kennen lernen. Für mich war somit weniger die Frage nach dem ersten Berufseinstieg als meine weitere Entwicklung nach dem Master ein wichtiges Thema. Insbesondere die Reflektion meiner Stärken und Schwächen, eine fachliche, außenstehende Meinung über geeignete Stellen und auch Möglichkeiten zur Entwicklung zur Führungskraft standen für mich im Mittelpunkt. All dies sind Punkte, die im gewöhnlichen Angebot der Universitäten wenig behandelt werden.

Ich finde das Mentoring Programm der HAW Hamburg bietet die außergewöhnliche Möglichkeit von einem solchen Mentoring bereits sehr früh in der Laufbahn der Studenten/Studentinnen. Somit können diese von den Erfahrungen der Mentoren/Mentorinnen profitieren bevor sie selbst ins Berufsleben eintreten.

Pro Exzellenzia: Welche Aspekte, Tipps und Ratschläge waren für Sie aus dem Mentoring mit Frau Dr. König besonders hilfreich?

Nane Denker: Das umfangreichste und für mich bedeutendste Thema in unseren Treffen war letztendlich meine Persönlichkeit, was unter anderem Selbstbild, Auftreten und auch Wünsche umfasst. Ich konnte sehr von Hannahs persönlichen Erfahrungen und ihrer Einschätzung von mir und Feedback für mich profitieren. Sie hat mir „einen Spiegel vorgehalten“ und mir einige Aspekte von mir bewusstgemacht, die mir neu waren. Ich denke, dass dieses Wissen über die eigene Wohlfühlzone und Stärken hilfreich ist, um anschließend den beruflichen Werdegang zu gestalten und die Stärken nutzen zu können. Zudem ist Hannah für mich ein großes Vorbild und es ist großartig zu sehen, was sie alles geschafft hat und sich hier und da ein paar ganz praktische Tipps zu holen, wie sie mit bestimmten Situationen umgeht.

Pro Exzellenzia: Als Absolventin eines technischen Studiengangs befinden Sie sich im Berufsleben in einem männlich dominierten Arbeitsbereich. Wie bereiten Sie sich auf die damit verbundenen geschlechtsspezifischen Herausforderungen in Bezug auf den Einstieg ins Berufsleben vor?

Nane Denker: Zunächst einmal ist nicht nur der Arbeitsbereich, sondern auch das Studium männlich dominiert, entsprechend ist das zum Arbeitsleben hin keine so große Umstellung mehr. Außerdem arbeite ich auch gern mit Männern zusammen. Für mich war hinsichtlich meiner zukünftigen Entwicklung eher die Frage von Frauen in Führungspositionen bzw. auf dem Weg dahin relevant. Hierbei ging es mir um mich als Person und welche Kompetenzen ich hierfür entwickeln muss. Ich denke, dass Frauen gute Führungskräfte sein können und auch zunehmend als solche respektiert werden. Hannah hat mir hier sehr weitergeholfen. Aus ihrer Erfahrung als Führungskraft hat sie mir erklärt worum es bei guter Personalführung geht und was man dazu braucht. Außerdem hat sie die Wichtigkeit vom Netzwerken betont und mir hierfür einige Tipps gegeben. Ich denke die beste Vorbereitung ist es sich realistisch mit den Herausforderungen auseinander zu setzen, die eigenen Stärken einbringen zu können und davon überzeugt zu sein, dass man den Aufgaben gewachsen ist.

Pro Exzellenzia: Welche Kompetenzen konnten Sie sich bereits hierfür im Mentoring-Programm aneignen?

Nane Denker: Die Diskussion und Auseinandersetzung mit den oben genannten Themen haben mir bereits deutlich mehr Klarheit gebracht, bezüglich was mich erwartet und wie ich meine Fähigkeiten sinnvoll einsetzen kann. Außerdem habe ich durch Hannahs Feedback viel über mich selbst gelernt – was für mich tatsächlich der größte Mehrwert aus dem Mentoring-Programm ist.

Pro Exzellenzia: Vielen Dank und Ihnen beiden weiterhin viel Erfolg auf Ihren Karrierewegen!

Weitere Informationen über „Mentoring im Berufsübergang – Gender & Diversität als Potenzial“ an der HAW Hamburg

  • Initiiert von Prof. Dr. Monika Bessenrodt-Weberpals, Vizepräsidentin für Studium und Lehre sowie Gleichstellung der HAW Hamburg, Beiratsvorsitzende bei Pro Exzellenzia 4.0
  • Leitung: Friederike Eickhoff; Koordination: Tanja Böhm
  • Zielgruppe: HAW-Studierende am Ende des Studiums sowie Absolvent*innen bis 1 Jahr nach Studienende
  • Vermittlung einer fachlich und persönlich passenden Person als ehrenamtlich tätige Mentor*in
  • Laufzeit 1 Jahr
  • Rahmenprogramm für Mentees mit Workshops (Potenzialanalyse, Gender & Diversity im Beruf, Rassismus-Sensibilisierung) sowie regelmäßige Themenabende zur Vernetzung; feierliche Auftakt/Abschlussveranstaltung
  • haw-hamburg.de/mentoring

FEMINIST FUTURES SALON am 07. Juni 2020.

Liz Rech, Pro Exzellenzia-Stipendiatin der HCU, und Kolleg*innen haben den Feminist Futures Sonntagssalon ins Leben gerufen. Mit dem Sonntagssalon geht es der Gruppe von Menschen aus Hamburg darum, die feministische und querfeministische Arbeit rund um Hamburg sichtbar zu machen. Außerdem laden sie interessante Künstler*innen und Expert*innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Feldern ein. Ihr Format des Salons versteht sich als Weiterentwicklung der Salons um die Jahrhundertwende des 18./19. Jahrhunderts – im Sinne kleiner „Denkfabriken und Treibhäuser, in denen neue Inhalte diskutiert wurden. Der Sonntagssalon soll die Sehnsucht nach etwas Kostbaren, das verloren gegangen ist, befriedigen. Dabei handelt es sich aber nicht um die nostalgische Reproduktion eines historischen Salons, sondern um die Weiterentwicklung des Salons in das 21. Jahrhundert hinein.“ Zum Sonntagssalon wird seit 2010 unter unterschiedlichen Schwerpunktthemen eingeladen. Im Salon am 7. Juni 2020 wird es u. a. Beiträge unterschiedlichster Formate von Martje Mirbach, Louise Vind Nielsen, Katharina Oberlik, Regina Rossi, Annika Scharm, Anna Stüdeli, Verena Brakonier, Lani Tran-Duc, Katharina Pelosi, Doris Margarete Schmidt, Greta Granderath, Marcia Breuer, Lisa Schmidt (Mullana) und weiteren geben.

„Hard facts“

FEMINIST FUTURES SALON
WANN: 7.6.2020, (Uhrzeit 16:30-23h)
WO: Schaltzentrale, ehem. Kraftwerk Bille (Bullerdeich 14b, 20537 Hamburg)
https://www.facebook.com/events/203136840899994/
Organisiert von Feminist Futures Hamburg (Liz Rech, Lucie Schroeder, Janna R. Wieland u.a.)
Mit freundlicher Unterstützung der Probebühne im Gängeviertel.
Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt und ist offen für Personen aller Geschlechter.

Herzlich Willkommen im Beirat von Pro Exzellenzia 4.0, liebe Dr. Angelika Paschke-Kratzin!

Pro Exzellenzia: Liebe Frau Dr. Paschke-Kratzin, wir freuen uns ausgesprochen, dass Sie den Beirat von Pro Exzellenzia 4.0 mit Ihrer Expertise und Perspektive bereichern. Sie sind Gleichstellungsbeauftragte der Universität Hamburg und Vorsitzende der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten (LaKoG). Wie war Ihr Weg in die Gleichstellung?

Dr. Paschke-Kratzin: Zunächst war ich 21 Jahre Gleichstellungsbeauftragte, zuerst noch Frauenbeauftragte, am Fachbereich Chemie und parallel dazu die letzten neun Jahre Gleichstellungsbeauftragte in der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften und vier Jahre stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Universität Hamburg. Seit nun mehr fast fünf Jahren bin ich Gleichstellungsbeauftragte der gesamten Universität Hamburg.

Meine erste Wahl vor nahezu 26 Jahren verlief so, dass man im Institut für Biochemie und Lebensmittelchemie dringend eine neue Frauenbeauftragte brauchte und mich in Abwesenheit und ohne Rücksprache im Institutsrat wählte. Der Geschäftsführende Direktor begegnete mir nach der Sitzung per Zufall auf dem Flur und gratulierte mir zu meinem neuen Amt. Also, zur Gleichstellungsarbeit bin ich quasi wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Inzwischen bin ich etwas gereift und kümmere mich immer noch um das Thema in all‘ seinen Facetten wie Geschlechtergerechtigkeit, Vereinbarkeit und Diversität; aus Überzeugung und mit Leidenschaft.

Pro Exzellenzia: Gab es Karrierestrategien, von denen sie heute sagen würden, dass sie besonders hilfreich für Sie persönlich waren?

Dr. Paschke-Kratzin: Wenn Sie so wollen, habe ich zwei Karrieren, als Gleichstellungsbeauftragte und als Lebensmittelchemikerin. In beiden Fällen ist die Vernetzung und der Austausch mit nationalen und internationalen Kolleg*innen sehr wichtig gewesen. Und der diplomatische Weg war für mich immer der erste und wichtigste. Wenn man gibt, kann man auch nehmen bzw. fordern.

Pro Exzellenzia: Was raten Sie Frauen, die eine Professur im Wissenschaftssystem anstreben?

Dr. Paschke-Kratzin: Für das Karriereziel Professur sind Flexibilität sowohl geografisch als auch thematisch bezogen auf das Forschungsgebiet wichtig, ein gutes Organisationsvermögen – beruflich wie auch privat und sein Licht nicht unter den berühmten Scheffel zu stellen, sondern selbstbewusst, bestimmt und doch verbindlich aufzutreten. Und auch hier gilt es, immer wieder zu netzwerken und sich bekanntzumachen. Auf dem Weg zur Professur braucht es manchmal einen etwas längeren Atmen. Die Leidenschaft für das Thema, die auch Voraussetzung ist, lässt einen jedoch meistens nicht in Luftnot geraten.

Pro Exzellenzia: Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrem Engagement als Beiratsmitglied von Pro Exzellenzia 4.0?

Dr. Paschke-Kratzin: Da ich aus den Naturwissenschaften komme, ist mir die Frauenförderung immer noch eine DER Herzensangelegenheiten. Dies ist ein Kernthema von Pro Exzellenzia. Hier unterstütze ich gern und gebe Ideen zu Projekten und Impulse aus der langjährigen Erfahrung in der Gleichstellung bzw. Gleichstellungspolitik. Als echte Hamburgerin freue ich mich natürlich auch ganz besonders, ein solches Projekt für diese wunderbare Stadt unterstützen zu können.

Pro Exzellenzia: In drei Stichworten: Was sind die zentralen Gleichstellungsthemen der Zukunft? Besonders im Hinblick auf Führungskompetenzen und Gender.

Dr. Paschke-Kratzin: Das Zusammenspiel von Diversität und Geschlechtergerechtigkeit zu meistern, ohne dabei die Frauenförderung in den Bereichen, in denen Frauen noch unterrepräsentiert und strukturell benachteiligt sind, zu vergessen und vor allem auch immer wieder die Führungskräfte für die Querschnittsthemen Geschlechtergerechtigkeit, Vereinbarkeit und Diversität zu sensibilisieren.
Alle, auch die Männer, mit in die Pflicht für mehr Chancengleichheit zu nehmen – Gerechtigkeit gelingt nur, wenn alle Geschlechter etwas davon haben und daran beteiligt werden.
Letztlich eine angemessene Teilhabe aller zu sichern, unabhängig von Geschlecht, familiären Verpflichtungen, Alter, Herkunft, Beeinträchtigung, Orientierung oder Religion. Dabei ist individuelle Förderung nur eine Sache, auch das System und Bewusstsein müssen sich bewegen.

Pro Exzellenzia: Ich danke Ihnen sehr herzlich für das Interview!

Foto Quelle: Dr. Paschke-Kratzin UHH

„Es ist wichtig, seine Potentiale zu kennen.“

Pro Exzellenzia-Stipendiatin Charlotte Ruhmlieb im Interview in „Meine Chancen in Hamburg“ vom ESF-Hamburg.
​​​​​ Als Doktorandin der Chemie forscht Charlotte Ruhmlieb an der Uni Hamburg. Im Rahmen eines Stipendiums von Pro Exzellenzia 4.0 erarbeitete sie sich neue Techniken, um ihre Kompetenzen zu entwickeln.

Wie ich zu dem Projekt gekommen bin…

Mein erster Kontakt zu diesem großartigen Projekt liegt erst zwei Jahre zurück: Über die News der Stabsstelle Gleichstellung bin ich auf die Veranstaltungsreihe „Pro Exzellenzia meets MIN“ aufmerksam geworden. Ganz besonders habe ich mich für das in diesem Rahmen angekündigte Lunch-Meeting „Den eigenen Weg finden … und Professorin werden“ interessiert und habe mich schließlich dafür angemeldet. Nach den sehr spannenden Berichten der eingeladenen Hamburger Professorinnen über ihre Karrierewege habe ich beim anschließenden gemeinsamen Lunch die Bekanntschaft zu einigen Stipendiatinnen von Pro Exzellenzia 4.0 machen dürfen – und war begeistert! Die charismatischen jungen Frauen aus den unterschiedlichsten Fachgebieten haben lebhaft von dem vielschichten Programm, ihren persönlichen Fortschritten und klaren beruflichen Zielen berichtet. Als Doktorandin der Chemie, die sich frühzeitig für eine akademische Laufbahn entschieden hat, stellte sich Pro Exzellenzia 4.0 sofort als die ideale Unterstützung meiner Person und meiner beruflichen Karriere dar. Daher habe ich mich beworben. Seit Januar 2019 werde ich als Stipendiatin von Pro Exzellenzia 4.0 gefördert und darf vom umfangreichen Angebot des Programms profitieren.

Was ich im Projekt gelernt habe…

Neben der finanziellen Unterstützung setzt sich die Begleitung und Unterstützung durch Pro Exzellenzia 4.0 zusammen aus auswählbaren Workshops, Einzelcoachings, Stipendiatinnentreffen sowie dem Besuch von (Vortrags-)Veranstaltungen. Der Umfang des Gelernten lässt sich in der Kürze kaum abbilden, daher beschränke ich mich auf die übergeordneten Erkenntnisse, die ich während der Zeit bei Pro Exzellenzia 4.0 sammeln durfte. Erstens: Es ist wichtig, seine Potentiale zu kennen. Doch ich halte es für noch wichtiger, zu wissen, wie man aus diesen Potentialen schöpfen kann, d.h. Werkzeuge zu kennen, um stets das beste Ergebnis für sich zu erzielen. In den Workshops habe ich viele solcher Werkzeuge kennengelernt, z.B. das Einsetzen der Stimme und der Körpersprache, auf die ich zurückgreifen kann. Natürlich sollte man nicht davon ausgehen, dass die erarbeiteten Techniken und Methoden von heute auf morgen in Perfektion umgesetzt sind. Damit das Werkzeug seine Wirkung entfalten kann, braucht es viel Übung. Kompetenzentwicklung ist schließlich ein Prozess. Und dieser Prozess ist besonders effektiv, wenn man sich selbst kritisch reflektiert, seinen Optimierungsbedarf differenziert registriert und offen dafür ist, sich zu korrigieren und schließlich Schritt für Schritt zu verbessern. Zweitens: Es gibt nicht den all-inclusive Workshop. Es lohnt sich, verschiedene Workshops mit einem thematischen Überlappungsbereich zu besuchen. Dies ist mir bei den Workshops zum übergeordneten Thema „Führungskompetenzen“ aufgefallen. Erst die sinnvolle Kombination der verschiedenen Schwerpunkte ergibt das große Ganze. Drittens: Die Macht des Netzwerkens ist nicht zu unterschätzen. Dies ist mir während der Begleitung und Unterstützung durch Pro Exzellenzia 4.0 bewusster geworden.

Was ich geändert/umgesetzt habe…

Ich versuche das in den Workshops Gelernte im Alltag anzuwenden, sodass ich die vermittelten Techniken zukünftig sicher und intuitiv anwenden kann. Was ich bisher z.B. sehr bewusst geändert bzw. umgesetzt habe ist, mein Gespür für Situationen auch zu nutzen und Gelegenheiten nicht nur zu erkennen, sondern auch den Mut zu haben, diese zu ergreifen.

Was ich jetzt mache…

Aktuell befinde ich mich in der finalen Phase meiner Promotion an der Universität Hamburg und habe die vielversprechende Aussicht auf einen Postdoc-Aufenthalt im Ausland.

Was mir am Projekt am meisten gefallen hat…

Die sehr praktisch ausgelegten Workshops, geleitet durch Fachexpertinnen mit spürbarer Erfahrung im Coaching, haben mir sehr gut gefallen. Hierzu beigetragen haben auch die stets angenehme Atmosphäre und der respektvolle Umgang unter den Workshop-Teilnehmerinnen. Der rege Austausch unter den Frauen gab den Veranstaltungen immer eine besondere Dynamik, die inspirierend auf mich wirkte. Hervorzuheben sind auch die persönlichen Einzelcoachings, in denen sehr individuell meine persönliche Karriere- und Kompetenzentwicklung reflektiert wurde. Auch den persönlichen Kontakt zu der engagierten Projektleiterin Doris Cornils, der ebenso sympathischen Projektkoordinatorin Nele Gerkens sowie der hilfsbereiten Projektassistenz Lina-Josephine Berte, habe ich sehr zu schätzen gewusst.

Was ich mir für meine berufliche Zukunft wünsche…

Ich wünsche mir für meine berufliche Zukunft, dass meine Forschung zur Plasma-unterstützen Nanostruktursynthese erfolgreich ist und lobende Anerkennung beim Fachpublikum findet. Zu meinen Wünschen gehört auch die weitere Finanzierung meiner Forschung, und dass ich eventuell die Gelegenheit haben werde, in Haupt-Verantwortung eine eigene Arbeitsgruppe zu leiten. In diesem Zusammenhang möchte ich gerne anderen Frauen ein Vorbild sein und sie dazu inspirieren, eine wissenschaftliche Karriere anzustreben.

Quelle: https://www.esf-hamburg.de/13326710/charlotte-ruhmlieb-meine-chancen-in-hamburg/.

Quelle Foto: Privat.

Ulla Knapp

Die von der Gleichstellung der UHH ins Leben gerufene Serie „Frauen, die Segel setzten“ widmete im Juni 2019 der Ökonomin Prof. Ulla Knapp (1952-2010) ein Porträt. Ulla Knapp prägte in den 1980er-Jahren die Frauenforschung mit und wurde 1992 auf die erste Frauenforschungsprofessur „Ökonomie des Geschlechterverhältnisses“ an der Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP) berufen. Die Implementierung, die, wie frau sich vorstellen kann, nicht ohne Widerstand erfolgte, legte einen wichtigen Grundstein für den Einbezug der sozialökonomischen Frauen- und Geschlechterperspektive in Forschung und Lehre an der HWP. Zu den Schwerpunkten von Ulla Knapp zählten „Arbeitsmarkt und Beschäftigung“ sowie „Ökonomie des Geschlechterverhältnisses“. In den patriarchal geprägten Wissenschaften war es vor allem die unbezahlte, nicht-erwerbsförmige von Frauen ausgeübte Arbeit, die Ulla Knapp in den Blick nahm und die in ökonomischen Analysen nicht einbezogen wurde.
Ulla Knapp war eine Vertreterin des interdisziplinären Ansatzes der HWP. Besonders zwischen Soziologie und Ökonomie sah sie enge wissenschaftliche Verknüpfungen. Sie war eine vehemente Gegnerin des Neoliberalismus und setzte sich für den Einbezug ökologischer und feministischer Ansätze in der Volkswirtschaftslehre ein. Sie prägte mit ihrem unermüdlichen Engagement die sozialökonomische Ausrichtung der ehemaligen HWP und heutigen Sozialökonomie der UHH.
Ulla Knapp engagierte sich mit Herzblut für die Gleichstellung von Frauen. Als Studierende der Frauen- und Geschlechterforschung der HWP besuchte ich viele ihrer Seminare und lernte sie persönlich kennen. Ich habe sie als leidenschaftliche, feministische Professorin erlebt, die nicht alleinig in ihrer beruflichen Rolle sich mit voller Kraft gegen die strukturelle Diskriminierung von Frauen einsetzte, sondern auch als Persönlichkeit, was sich auch in ihrem politischen und persönlichen Engagement widerspiegelte. Ulla Knapp war in meinen Augen authentisch, voller klugem Witz und ihre Gedanken und Worte von geistiger Schärfe und Klarheit. Es ist wirklich traurig, dass wir sie so früh an eine schwere Krankheit verloren haben. Sie hinterlässt als Persönlichkeit und als leidenschaftliche Genderforscherin eine große Lücke.
Lesen Sie mehr über die besondere Persönlichkeit Ulla Knapp! https://www.uni-hamburg.de/gleichstellung/aktuelles/20190529-frauenportrait6-ulla-knapp.html

Einfach mal bewerben!

Ein Gastbeitrag von Dr. Alena Wiegandt, ehemalige Pro Exzellenzia 4.0-Stipendiatin

„Während Frauen sich auf eine Stellenausschreibung erst bewerben, wenn sie nach eigener Überzeugung zu mindestens 80 bis 100 Prozent die formalen Voraussetzungen der Stellenausschreibung erfüllen, scheuen sich Männer nicht, auch Bewerbungen mit einer Übereinstimmung von 50 Prozent abzusenden – und das durchaus erfolgreich. Machen Sie das auch!“, so ermutigte Doris Cornils uns Teilnehmerinnen in dem Pro Exzellenzia-Workshop „Machtspiele durchschauen – mit mikropolitischer Kompetenz die Karriere gestalten“. Dieser Empfehlung leicht skeptisch gegenüberstehend habe ich eine Bewerbung auf eine Jobausschreibung abgesendet, deren Anforderungen ich nicht vollständig erfüllte. Die Firma und ihr Portfolio entsprachen aber genau meinen Wünschen: Forschung & Entwicklung in der medizinischen Diagnostik. Mit wenig Aussicht auf Bewerbungserfolg, wie ich dachte – denn man bewirbt sich doch erst, wenn man alle Anforderungen erfüllt?! -, bin ich nun seit einem Vierteljahr in diesem Unternehmen beschäftigt.

Mein Weg zu Pro Exzellenzia 4.0
Nach Abgabe meiner Doktorarbeit war für mich klar, dass ich unbedingt weiter mein Forschungsgebiet bearbeiten wollte. Aufgrund des ungünstigen Arbeitsmarktes etwas frustriert (keinerlei ausgeschriebene Stellen auf meinem Gebiet), lief ich eines Tages durch den Flur in unserem Institut und mein Doktorvater sprach mich an: „Ich habe gerade eine E-Mail mit einer Post-Doc-Ausschreibung von Pro Exzellenzia 4.0 erhalten! Haben Sie noch Lust, weiter hier zu arbeiten?“ – „Ja!“ Gesagt, getan. Hochmotiviert erstellte ich den Projektentwurf und bewarb mich. Dass ich von der Pro Exzellenzia 4.0 überzeugt war, wusste ich bereits aus meiner Teilnahme an Veranstaltungen, die ich während meiner Doktorarbeit besucht hatte. Einen Monat später hatte ich die Zusage für ein zweijähriges PostDoc-Stipendium!

Glücklich, dass ich mit meinem Post-Doc-Projekt direkt durchstarten konnte, begann ich mich auch mit der zweiten Säule des Pro Exzellenzia-Programms für Stipendiatinnen intensiv zu beschäftigen: der Teilnahme an Workshops und Vortragsreihen sowie am Coaching-Programm und den Stipendiatinnentreffen. Bei meiner ersten Vortragsveranstaltung im Warburg-Haus lauschte ich dem Vortrag einer der ersten Pro Exzellenzia-Stipendiatinnen Frau Dr. Regine Back, heutige Vorständin und Geschäftsführerin der Claussen-Simon-Stiftung in Hamburg. Sie erzählte von Tagen, an denen sie eigentlich gar keine Zeit und Lust verspürte, ihren Stift fallen zu lassen, um an einer Veranstaltung teilzunehmen, die dem allseits angepriesenen „Netzwerken“ galt. Rückblickend resümierte sie, war aber gerade die Teilnahme an dem Angebot von Pro Exzellenzia 4.0 ein Schlüssel zu ihrem beruflichen Erfolg, der sie bis zur Position der Vorstandsvorsitzenden führte. Heute kann auch ich behaupten, dass diese Veranstaltungen rund um Karriere- und Führungskompetenzen aus Genderperspektive, auch gerade, weil sie dem Networking dienlich waren, selten in meinen persönlichen Zeitplan zu passen schienen, mir aber in der Tat das entscheidende Werkzeug für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung lieferten. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort habe ich Personen kennengelernt, deren Erfahrungen und Kontakte mir halfen, meinem Forschungsprojekt die entscheidende Wendung zu geben. Ich möchte daher künftigen Teilnehmerinnen am Pro Exzellenzia-Programm raten: Auch wenn draußen das Hamburger Schietwedder lauert und man unbedingt heute noch dies und jenes fertigstellen muss: Rafft euch auf und „netzwerkt“ – es lohnt sich!
Auch das Coaching-Programm und die Stipendiatinnen-Treffen haben nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Stipendiatinnen wichtige Impulse gegeben. Da ich selbst als Mentorin MINT-interessierten Schülerinnen mit Rat zur Seite stehe, wusste ich bereits, wie wertvoll der Blick „von außen“ sein kann. Immer wieder kann ich feststellen, wie hilfreich es doch ist, ein Problem oder eine Situation mit fachfremden Frauen zu besprechen und dabei neue Blickwinkel einzunehmen. Ich kann jeder Frau nur raten, diese Chance regelmäßig wahrzunehmen und dadurch sicherlich die ein oder andere vorher unüberwindbar scheinende Hürde mit Leichtigkeit zu nehmen!

Der Weg in meine berufliche Gegenwart
„Einfach mal beworben“ habe ich mich, wie eingangs beschrieben, auf den Rat aus einem Pro Exzellenzia-Workshop hin. Während ich zwar nicht genau die ausgeschriebene Stelle antrat, lag meine Bewerbung zum richtigen Zeitpunkt auf dem Schreibtisch der richtigen Person, und nach einem weiteren Vorstellungsgespräch erhielt ich die Zusage zu meinem „Traumjob“: Als Wissenschaftlerin in der Diagnostik in einem forschungsorientierten Unternehmen nutze ich die Techniken, die ich seit Jahren passioniert anwende. Wäre ich nicht Pro Exzellenzia-Stipendiatin gewesen, hätte ich mich nie „einfach mal beworben“ und wäre beruflich sicher nicht so glücklich, wie ich es heute bin!

Ich danke allen am Pro Exzellenzia-Programm Beteiligten – den Macherinnen, Trainerinnen, Teilnehmerinnen und Stipendiatinnen sowie Vortragenden – vielmals! Ich bin mir sicher, dass auch in Zukunft noch viele weitere Stipendiatinnen so sehr von dieser tollen Unterstützung profitieren können, wie ich es konnte!

Dr. Rita Bake – mit dem „Garten der Frauen“ im Ohlsdorfer Friedhof!

Auf dem Senatsempfang anlässlich des internationalen Frauentages hatte ich das Glück mit der Historikerin und ehemaligen stellvertretenden Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung ins Gespräch zu kommen. Dr. Rita Bake ist eine Frau, die bewegt!

In dem nachfolgenden Gastbeitrag informiert und begeistert Dr. Bake für das einmalige Projekt „Garten der Frauen“, das sie ins Leben gerufen hat. Ich sage nur: Ich war schon dort. Ein Besuch lohnt sich!
Der Verein „Garten der Frauen“ hat sich zum Ziel gesetzt, dass die Leistungen von Frauen im gesellschaftlichen Gedächtnis bleiben. Seit dem 1. Juli 2001 gibt es deshalb auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg das europaweit einmalige Projekt „Garten der Frauen“. Er ist ein Ort der Erinnerung an bedeutende Frauen Hamburgs, bei denen die Nutzungsdauer ihrer Grabstätten auf dem Ohlsdorfer Friedhof bereits abgelaufen ist und niemand für die Kosten der Verlängerung aufkommt. Damit diese Frauen nicht in Vergessenheit geraten, werden ihre Grabsteine in den Garten der Frauen verlegt. Sind Grabsteine bereits entsorgt worden, werden für bedeutende Frauen im Garten der Frauen Erinnerungssteine in Form einer Spirale – als Symbol für den Kreislauf des Lebens – aufgestellt.

Im Garten der Frauen lernen Sie als Besucher*innen Frauen kennen, die sich politisch engagierten, für Frauenrechte einsetzten, im humanitären Sinne pädagogisch tätig waren, ihr künstlerisches Talent entfalteten, durch ihre Energie und ihren Einsatz Ungewöhnliches leisteten, sich wohltätig betätigten oder während der NS-­Zeit im Widerstand kämpften. Zurzeit befinden sich im Garten 68 historische Grabsteine bedeutender Frauen. Auf Aluminiumtafeln, die in mehreren „Geschichtsbüchern“ auf Ständern aufgestellt sind, sind die Lebensgeschichten der Frauen nachzulesen.

Der Garten der Frauen ist aber nicht nur eine museale Gedenkstätte. Hier können sich auch Frauen bestatten lassen. Mit dem Erwerb einer Grabstelle treten sie als Mäzeninnen für den Erhalt der historischen Grabsteine auf. Gleichzeitig wird mit diesem Angebot der Gemeinschaftsgrabstätten im Garten der Frauen dem Prinzip der jahrhundertealten Tradition der Genossenschaftsgrabanlagen gefolgt. So kommt der Verein neben der Pflege für die Gedenkstätte auch für die Grabpflege auf.
Dieses Konzept von einem Ort für Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof, der sowohl einen musealen als auch einen Bereich für Beisetzungen hat, macht es möglich, dass Frauengeschichte kontinuierlich fortgeschrieben werden kann. Der Garten der Frauen will erinnern, nicht vergessen. Hinter dem Anliegen steckt politisches, soziales, frauenhistorisches Engagement.

Nehmen Sie sich die Zeit und besuchen Sie den Garten der Frauen! In den Sommermonaten werden sonntägliche Führungen angeboten, aber auch sonst steht der Garten der Frauen für einen Spaziergang offen.

Dr. Rita Bake steht gerne als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Termine für Rundführungen und weitere Informationen über das Projekt finden Sie unter www.garten-der-frauen.de.

BriefMe – das besondere Jahrescoachingformat!

Ein Beitrag von Isabell Mezger & Doris Cornils

Neues Jahr – neues Glück? Am Jahresübergang reflektieren viele von uns: Was hat mir dieses Jahr gebracht? Und mit Blick in die Zukunft: Was möchte ich im nächsten Jahr verwirklichen, beruflich und privat? Es werden Wünsche und Vorsätze entwickelt, die meistens der Realität nicht lange standhalten und nach kurzer Erprobungsphase wieder aufgegeben werden. Doch warum ist das so? Die Antwort ist einfach und psychologisch hinlänglich bekannt: Wir verändern ungern Gewohnheiten, und neue zu etablieren braucht eine systematische Vorgehensweise sowie Durchhaltevermögen.

Beides bietet das BriefMe Jahrescoaching und stellt deshalb eine wunderbare Unterstützung dar, um Veränderung nachhaltig zu bewirken. Dabei setzt die Entwicklerin und Gründerin von BriefMe, Isabell Mezger, im Inneren an und zeigt auf, wie Visionen Realität werden können.

Sich im Job zu verwirklichen, mehr Zeit für die Beziehung zu haben, mehr Geld zu verdienen – das alles sind Wünsche und Vorhaben, die wir regelmäßig hegen. Doch wie können wir diese realisieren, ohne unsere Aufmerksamkeit ausschließlich nach außen zu legen und unsere Umwelt mit Erwartungen zu überfrachten?

Den Fokus auf die Frage zu legen: „Wie will ich mich im nächsten Jahr (in den Lebensbereichen XYZ) fühlen?“, scheint richtungsweisend; führt sie doch dazu, dass die Aufmerksamkeit nach innen, auf die eigene Person gerichtet wird. Die positive Psychologie hat bereits umfassend belegt, dass der Fokus auf das Positive, in Verbindung mit stärkenden Emotionen, erfolgreich ist und darüber hinaus zu persönlichem Wohlbefinden führt. Der Ansatz, die Zukunft von Innen nach Außen zu planen und zu gestalten, liegt dem BriefMe Jahrescoaching von Isabell zu Grunde und ist vermutlich auch deshalb so erfolgreich, wie Isabell aus eigenen Erfahrungen berichten kann.

Denn ihr ging es lange Zeit auch so: Sie entwickelte regelmäßig Ideen, was sie beruflich machen und erreichen will. Dabei ist sie von einem zum anderen Plan gesprungen, hat am Ende ziemlich viel angefangen, doch nichts wirklich richtig und mit Herz zu Ende gebracht. Was ihr fehlte war ein Fokus und ein passender Umsetzungsplan.

Nachdem sie erkannte, dass sie selbst, ihre innere Haltung der Ausgangspunkt für den Erfolg ist, entwickelte sie für sich einen Ansatz, der heute das Fundament für BriefMe darstellt. Die Ausgangsfrage war nunmehr: Wie möchte ich mich fühlen, was liegt mir (wirklich) am Herzen? Meditationsübungen und Visualisierungen halfen ihr, den Blick nach Innen zu richten und einen Fokus aufzubauen.

Das neu entwickelte System funktionierte für sie so gut, dass sie es zunächst an Freunde und Bekannte weitergab. Durch die große und positive Resonanz hat sie daraus ein intervallbasiertes Coachingprogramm entwickelt: Das BriefMe Jahrescoaching war geboren. Als das Programm am 1.1.2018 startete, waren mehr als 30 Personen an Bord und planten mit BriefMe ihr Jahr 2018. Mittlerweile hat das erfolgreiche Konzept zahlreiche neue Menschen angesprochen und überzeugt. Spezifische Ansätze, wie das BriefMe Jahrescoaching für Promovierende, das sich speziell an Menschen richtet, die eine Doktorarbeit schreiben, sowie ein Visionsboard-Onlinekurs und Workshops in Hamburg kamen hinzu.

 Die Macherin: Isabell Mezger
Studiert hat Isabell Psychologie, Sprach- und Medienwissenschaften. Schon im Studium war sie als freie Autorin und Bloggerin tätig. Zu Beginn ihres Masterstudiums gründete sie mit ihrer Freundin Britta Zachau die 7kleiderleben GbR und verwirklichte eine lang gehegte Idee: Secondhand-Mode modern zu machen. Sie organisierten mehrere große Kleidertauschpartys mit jeweils mehr als 300 Frauen in Großraumdiscos der Studienstadt Bielefeld.
Nach dem Studium sammelte Isabell Berufserfahrung in einer Werbeagentur und einer Karriereberatungsagentur – und blieb ihrem Ansatz treu: Sich selbst zu entfalten, Ideen, die funktionieren, weiterzugeben und dabei einen möglichst hohen positiven Einfluss ausüben. Dieses alles vereint BriefMe, ihr aktuelles Projekt, mit dem sie sich selbstständig machte. Mit ihrem Podcast BriefMe – der Podcast, der zukunftsmutig macht, spricht Isabell über Persönlichkeitsentwicklung: www.briefme-coaching.de/podcast.

Verlosung von 1x Teilnahme am BriefMe Jahrescoaching 2019
BriefMe ist ein Intervallcoaching und kommt alle 3 Monate mit Coachingunterlagen per Post nach Hause. Jeden Monat gibt es von Isabell neue Videos und Audios im Online-Mitgliederbereich. Sie können sich 12 Monate lang von BriefMe bei der Umsetzung ihrer Vorhaben begleiten lassen und von dem erfolgreichen Ansatz profitieren.
Isabell Mezger stellt im Rahmen dieser Verlosung ein BriefMe Jahrescoaching für 2019 zur Verfügung.

Bitte senden Sie an pro-exzellenzia@hamburginnovation.de eine E-Mail mit dem Betreff „BRIEFME“, Ihrer Postanschrift, und schreiben Sie uns, warum Sie das Jahrescoaching 2019 gewinnen möchten. Einsendeschluss ist der 31.12.2018.
Mehr Infos zum BriefMe Jahrescoaching finden Sie hier: www.briefme-coaching.de

Was Frauen für mehr Sichtbarkeit tun können.

„Why Have There Been No Great Women Artists?“ ist der Titel eines Essays von Linda Nochlin (1931-2017) aus dem Jahr 1971. Die amerikanische Kunsthistorikerin nahm für dieses Essay ein Gespräch mit einem befreundeten Kurator zum Anlass. Dieser sagte ihr, er würde ja gern mehr Frauen ausstellen, es gäbe aber einfach keine großartigen Künstlerinnen.  Nochlin untersuchte daraufhin die institutionellen Hürden, die für die massive Unterrepräsentation von Künstlerinnen in der Kunstwelt verantwortlich sind.
Bis heute hat sich kaum etwas an dieser Lage geändert. Aktuell entbrennt die Diskussion über Quoten in der Kunst und männliche Seilschaften aufs Neue, ausgelöst durch eine Ausstellung des NRW Forums mit einem Frauenanteil von nicht einmal 10%. Ich bin fest davon überzeugt, dass es für eine Veränderung dieses Ungleichgewichtes wichtig ist, Kräfte zu bündeln und sich gut zu vernetzen. Deshalb engagiere ich mich in Frauennetzwerken!

Jessica Bennett stellt in ihrem 2016 erschienenen „Feminist Fight Book“ acht goldene Regeln vor, wie Frauen sich untereinander unterstützen können.
Die drei wichtigsten Regeln sind:
1. Help each other
2. Hire each other
3. Pass on your wisdom

Sie beschreibt hier den Netzwerkgedanken, dem sich auch Pro Exzellenzia 4.0 verpflichtet hat. Deshalb ist Pro Exzellenzia 4.0 solch ein Erfolgsmodell: Stipendiatinnen, Alumnae und Teilnehmerinnen unterstützen sich, stellen einander ein und vor, vermitteln und beraten sich gegenseitig.
Einem ähnlichen Gedanken folgt auch das informelle Netzwerk SALOON, das die Berliner Kuratorin Tina Sauerländer gegründet hat und dessen Mitglied ich im Hamburger Netzwerk bin. Seit 2017 veranstalten Tina Sauerländer und ich die „Why Have There Been No Great Women Artists*?“- Nacht in Berlin. In Kurzvorträgen stellen SALOON-Mitglieder Themen und Persönlichkeiten vor, die das Kunstgeschehen ihrer jeweiligen Zeit entscheidend mitprägten, in der Geschichtsschreibung jedoch wenig bis gar nicht berücksichtigt wurden. Damit rücken Frauen in der Kunst der vergangenen Jahrzehnte ins öffentliche Bewusstsein.
Geplant sind solche Abende auch in Hamburg, um die hiesige, von starken Frauen mitgeprägte Kunst-und Kulturszene für den Netzwerkgedanken und für emanzipatorische Modelle zu sensibilisieren. Denn die Forderung nach mehr Sichtbarkeit hat nichts mit Hashtag-Feminismus zu tun. Es ist eine sinnvolle Forderung nach mehr Vielfalt, nach Qualität und einem Abbild unserer Gesellschaft in der Kunst und Kultur, wie diese auch in der Realität aussieht: Mit einem Frauenanteil von mindestens 50 %. Ein starkes Netzwerk ist darüber hinaus nicht nur für ein Vorankommen in Kunst, Wissenschaft und Forschung unabdingbar. Ein Ort des informellen Austauschs auch über die Schwierigkeiten im Alltag, die (Un-)Vereinbarkeit von Familie und Karriere sowie von Lob und Kritik erhöht die persönliche Resilienz.

Vernetzung gewünscht: Mein Aufruf!
Daher an dieser Stelle der Aufruf an alle Alumnae, Stipendiatinnen, Teilnehmerinnen sowie an Ihre Netzwerke, liebe Leser*innen, sich gegenseitig aktiv zu stärken. Für meine Veranstaltung „Why Have There Been No Great Women Artists*?“ wünsche ich mir Ihre Ideen. Ganz konkret können das Hinweise auf Räume und mögliche Kooperationspartner*innen sein, Vernetzung, um in Austausch mit anderen Hamburger Kunst-und Kulturschaffenden zu kommen, sowie Hinweise auf Ausschreibungen und Fördermöglichkeiten.
Über Rückmeldung per E-Mail an y.zindel@gmx.de freue ich mich!

Ein Gastbeitrag der Pro Exzellenzia-Stipendiatin Yvonne Zindel.

RAKETEREI – Die Räuberleiter für Musikerinnen

Frauen sind in der Musikbranche unterrepräsentiert. Unter Komponistinnen, die ihre Songs selbst aufführen, liegt der Anteil von Frauen zwischen 8 % und 11 %. Lediglich 7,4 % der Musikunternehmen, die beim Verband unabhängiger Tonträgerhersteller e.V. (kurz: VUT) vertreten sind, haben eine weibliche Spitze. In den Gruppen der Produzentinnen, Technikerinnen und Schlagzeugerinnen liegt die Anzahl der Frauen sogar noch weit darunter.
Ein Blick auf die Line-ups von Festivals zeigt ein ähnliches Bild: Einen Männeranteil von 94% bis 96%! Besonders gravierend ist diese Zahl vor allem, weil – laut dem Bundesverband Musikindustrie – im Live-Geschäft das Geld verdient wird. Das heißt (überspitzt), dass die Männer auf der Bühne stehen und das Geld verdienen, während sich die Frauen vor der Bühne aufhalten und ihnen dabei zugucken. Sie sind Teil des kommerziellen Spiels, in dem sie die zahlenden Zuschauerinnen sind. Eine angemessene Repräsentation auf der Bühne bleibt ihnen jedoch verwehrt.
Diese Situation ist Grundlage und Ausgangspunkt meiner Arbeit und einer der Gründe dafür warum ich RAKETEREI ins Leben gerufen habe.
Mit RAKETEREI habe ich eine Anlaufstelle etabliert, an der Musikerinnen professionelle Unterstützung und Begleitung auf ihrem Weg durch die Musikbranche erhalten. Mit Musikerinnen individuelle Strategien zu entwickeln, die ihnen mehr Bühnenpräsenz und Sichtbarkeit innerhalb der Branche verschaffen, das ist meine Leidenschaft!
Das Angebot von RAKETEREI reicht von der 1:1 Zusammenarbeit (strategisches Mentoring), über Gruppen-Intensivkursen (RAKETEREI Academy) bis hin zur monatlichen „RAKETEREI on stage“ Mitgliedschaft. Diese beinhaltet neben regelmäßigen Webinaren mit anschließenden Challenges, einen monatlich wiederkehrenden Planungs- und Zielsetzungsworkhop, Email-Coachings sowie einen virtuellen Stammtisch. Außerdem haben die Musikerinnen Zugang zu einem exklusiven Mitgliederbereich auf meiner Homepage. Hier befindet sich kompakt an einem Ort das gesammelte Arbeitsmaterial, das als Grundlage für die Navigation durch die Musikbranchenstrukturen dient.
Sie wünschen sich als Musikerin mehr Sichtbarkeit? Sie fühlen sich mit der Situation Einzelkämpferin und Unternehmerin in er Musikbranche zu sein überfordert? Sie suchen den Austausch und die Gemeinschaft mit anderen Musikerinnen?
Und eigentlich ist ihr Wunsch einfach nur Musik machen zu können… . An diesem Punkt setzt RAKETEREI an!
Sie wollen die tolle Arbeit von RAKETEREI kennenlernen? Nehmen Sie an der Verlosung des 1:1 Mentorings teil! Weitere Informationen finden Sie am Ende dieses Beitrags!
Hier finden Sie weitere Informationen und können mit Imke Machura in Kontakt treten:
Web-Seite: www.raketerei.com
Podcast: https://itunes.apple.com/de/podcast/raketerei/id1309456838?mt=2

Instragram: https://www.instagram.com/raketerei/
Facebook: https://www.facebook.com/raketerei/
Email: imke@raketerei.com

Die Macherin: Imke Machura

Bereits seit einigen Jahren als Label- und Produktmanagerin, Promoterin und Bookerin in der Musikbranche tätig, nahm meine Reise mit RAKETEREI 2015 ihren Anfang.
Besuche auf Musikmessen, Konzerten, Festivals oder auch viele Gespräche mit Branchenvertretern, mit Musikerinnen und mit Freunden machten mir deutlich, dass Frauen tatsächlich auf jeder Ebene in der Musikbranche deutlich unterrepräsentiert sind. Außer den oben beschriebenen Hintergründen, zeigte sich auch, dass gerade junge Musikerinnen in sozialen Netzwerken wie z.B. YouTube deutlich häufiger angefeindet und beschimpft werden, als ihre männlichen Kollegen. Die Benachteiligung und Diskriminierung von Frauen in der Musikbranche sind also vielfältig.
Ich wollte nicht akzeptieren, dass Frauen in der Musikbranche unterrepräsentiert sind, wollte nicht hinnehmen, dass ihr Potenzial ungesehen und ungenutzt bleibt. Deshalb startete ich zunächst mit den RAKETEREI Podcasts, einer Serie, in der ich Frauen porträtiere und interviewe, die die Musikbranche prägen und mitgestalten. Auf diese Weise decke ich nicht nur Musikbranchenstrukturen auf, sondern sorge zugleich dafür, dass Frauen sichtbarer werden. Inzwischen habe ich zahlreiche weitere Angebote ins Leben gerufen (siehe oben) und freue mich, dass ich diesen Ort für Musikerinnen erschaffen habe.
Meine Arbeit fängt gerade erst an. Es gibt noch viel zu tun! RAKETEREI ist vielleicht keine Lösung des strukturellen Problems. Aber meine Antwort darauf!

Verlosung von einem 1:1 Mentoring!
Imke Machura gibt einer Musikerin die Chance ein vierwöchiges kostenloses 1:1 Mentoring mit ihr zu erleben. An der Verlosung teilnehmen können nur Musikerinnen!
Bitte senden Sie an pro-exzellenzia@hamburginnovation.de eine E-Mail mit dem Betreff „RAKETEREI“. Einsendeschluss ist der 20.11.2018.

Beitrag von Imke Machura und Doris Cornils
Foto: Fotografin Daniela Möllenhoff