Archiv der Kategorie: Frauen

Einfach mal bewerben!

Ein Gastbeitrag von Dr. Alena Wiegandt, ehemalige Pro Exzellenzia 4.0-Stipendiatin

„Während Frauen sich auf eine Stellenausschreibung erst bewerben, wenn sie nach eigener Überzeugung zu mindestens 80 bis 100 Prozent die formalen Voraussetzungen der Stellenausschreibung erfüllen, scheuen sich Männer nicht, auch Bewerbungen mit einer Übereinstimmung von 50 Prozent abzusenden – und das durchaus erfolgreich. Machen Sie das auch!“, so ermutigte Doris Cornils uns Teilnehmerinnen in dem Pro Exzellenzia-Workshop „Machtspiele durchschauen – mit mikropolitischer Kompetenz die Karriere gestalten“. Dieser Empfehlung leicht skeptisch gegenüberstehend habe ich eine Bewerbung auf eine Jobausschreibung abgesendet, deren Anforderungen ich nicht vollständig erfüllte. Die Firma und ihr Portfolio entsprachen aber genau meinen Wünschen: Forschung & Entwicklung in der medizinischen Diagnostik. Mit wenig Aussicht auf Bewerbungserfolg, wie ich dachte – denn man bewirbt sich doch erst, wenn man alle Anforderungen erfüllt?! -, bin ich nun seit einem Vierteljahr in diesem Unternehmen beschäftigt.

Mein Weg zu Pro Exzellenzia 4.0
Nach Abgabe meiner Doktorarbeit war für mich klar, dass ich unbedingt weiter mein Forschungsgebiet bearbeiten wollte. Aufgrund des ungünstigen Arbeitsmarktes etwas frustriert (keinerlei ausgeschriebene Stellen auf meinem Gebiet), lief ich eines Tages durch den Flur in unserem Institut und mein Doktorvater sprach mich an: „Ich habe gerade eine E-Mail mit einer Post-Doc-Ausschreibung von Pro Exzellenzia 4.0 erhalten! Haben Sie noch Lust, weiter hier zu arbeiten?“ – „Ja!“ Gesagt, getan. Hochmotiviert erstellte ich den Projektentwurf und bewarb mich. Dass ich von der Pro Exzellenzia 4.0 überzeugt war, wusste ich bereits aus meiner Teilnahme an Veranstaltungen, die ich während meiner Doktorarbeit besucht hatte. Einen Monat später hatte ich die Zusage für ein zweijähriges PostDoc-Stipendium!

Glücklich, dass ich mit meinem Post-Doc-Projekt direkt durchstarten konnte, begann ich mich auch mit der zweiten Säule des Pro Exzellenzia-Programms für Stipendiatinnen intensiv zu beschäftigen: der Teilnahme an Workshops und Vortragsreihen sowie am Coaching-Programm und den Stipendiatinnentreffen. Bei meiner ersten Vortragsveranstaltung im Warburg-Haus lauschte ich dem Vortrag einer der ersten Pro Exzellenzia-Stipendiatinnen Frau Dr. Regine Back, heutige Vorständin und Geschäftsführerin der Claussen-Simon-Stiftung in Hamburg. Sie erzählte von Tagen, an denen sie eigentlich gar keine Zeit und Lust verspürte, ihren Stift fallen zu lassen, um an einer Veranstaltung teilzunehmen, die dem allseits angepriesenen „Netzwerken“ galt. Rückblickend resümierte sie, war aber gerade die Teilnahme an dem Angebot von Pro Exzellenzia 4.0 ein Schlüssel zu ihrem beruflichen Erfolg, der sie bis zur Position der Vorstandsvorsitzenden führte. Heute kann auch ich behaupten, dass diese Veranstaltungen rund um Karriere- und Führungskompetenzen aus Genderperspektive, auch gerade, weil sie dem Networking dienlich waren, selten in meinen persönlichen Zeitplan zu passen schienen, mir aber in der Tat das entscheidende Werkzeug für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung lieferten. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort habe ich Personen kennengelernt, deren Erfahrungen und Kontakte mir halfen, meinem Forschungsprojekt die entscheidende Wendung zu geben. Ich möchte daher künftigen Teilnehmerinnen am Pro Exzellenzia-Programm raten: Auch wenn draußen das Hamburger Schietwedder lauert und man unbedingt heute noch dies und jenes fertigstellen muss: Rafft euch auf und „netzwerkt“ – es lohnt sich!
Auch das Coaching-Programm und die Stipendiatinnen-Treffen haben nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Stipendiatinnen wichtige Impulse gegeben. Da ich selbst als Mentorin MINT-interessierten Schülerinnen mit Rat zur Seite stehe, wusste ich bereits, wie wertvoll der Blick „von außen“ sein kann. Immer wieder kann ich feststellen, wie hilfreich es doch ist, ein Problem oder eine Situation mit fachfremden Frauen zu besprechen und dabei neue Blickwinkel einzunehmen. Ich kann jeder Frau nur raten, diese Chance regelmäßig wahrzunehmen und dadurch sicherlich die ein oder andere vorher unüberwindbar scheinende Hürde mit Leichtigkeit zu nehmen!

Der Weg in meine berufliche Gegenwart
„Einfach mal beworben“ habe ich mich, wie eingangs beschrieben, auf den Rat aus einem Pro Exzellenzia-Workshop hin. Während ich zwar nicht genau die ausgeschriebene Stelle antrat, lag meine Bewerbung zum richtigen Zeitpunkt auf dem Schreibtisch der richtigen Person, und nach einem weiteren Vorstellungsgespräch erhielt ich die Zusage zu meinem „Traumjob“: Als Wissenschaftlerin in der Diagnostik in einem forschungsorientierten Unternehmen nutze ich die Techniken, die ich seit Jahren passioniert anwende. Wäre ich nicht Pro Exzellenzia-Stipendiatin gewesen, hätte ich mich nie „einfach mal beworben“ und wäre beruflich sicher nicht so glücklich, wie ich es heute bin!

Ich danke allen am Pro Exzellenzia-Programm Beteiligten – den Macherinnen, Trainerinnen, Teilnehmerinnen und Stipendiatinnen sowie Vortragenden – vielmals! Ich bin mir sicher, dass auch in Zukunft noch viele weitere Stipendiatinnen so sehr von dieser tollen Unterstützung profitieren können, wie ich es konnte!

Dr. Rita Bake – mit dem „Garten der Frauen“ im Ohlsdorfer Friedhof!

Auf dem Senatsempfang anlässlich des internationalen Frauentages hatte ich das Glück mit der Historikerin und ehemaligen stellvertretenden Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung ins Gespräch zu kommen. Dr. Rita Bake ist eine Frau, die bewegt!

In dem nachfolgenden Gastbeitrag informiert und begeistert Dr. Bake für das einmalige Projekt „Garten der Frauen“, das sie ins Leben gerufen hat. Ich sage nur: Ich war schon dort. Ein Besuch lohnt sich!
Der Verein „Garten der Frauen“ hat sich zum Ziel gesetzt, dass die Leistungen von Frauen im gesellschaftlichen Gedächtnis bleiben. Seit dem 1. Juli 2001 gibt es deshalb auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg das europaweit einmalige Projekt „Garten der Frauen“. Er ist ein Ort der Erinnerung an bedeutende Frauen Hamburgs, bei denen die Nutzungsdauer ihrer Grabstätten auf dem Ohlsdorfer Friedhof bereits abgelaufen ist und niemand für die Kosten der Verlängerung aufkommt. Damit diese Frauen nicht in Vergessenheit geraten, werden ihre Grabsteine in den Garten der Frauen verlegt. Sind Grabsteine bereits entsorgt worden, werden für bedeutende Frauen im Garten der Frauen Erinnerungssteine in Form einer Spirale – als Symbol für den Kreislauf des Lebens – aufgestellt.

Im Garten der Frauen lernen Sie als Besucher*innen Frauen kennen, die sich politisch engagierten, für Frauenrechte einsetzten, im humanitären Sinne pädagogisch tätig waren, ihr künstlerisches Talent entfalteten, durch ihre Energie und ihren Einsatz Ungewöhnliches leisteten, sich wohltätig betätigten oder während der NS-­Zeit im Widerstand kämpften. Zurzeit befinden sich im Garten 68 historische Grabsteine bedeutender Frauen. Auf Aluminiumtafeln, die in mehreren „Geschichtsbüchern“ auf Ständern aufgestellt sind, sind die Lebensgeschichten der Frauen nachzulesen.

Der Garten der Frauen ist aber nicht nur eine museale Gedenkstätte. Hier können sich auch Frauen bestatten lassen. Mit dem Erwerb einer Grabstelle treten sie als Mäzeninnen für den Erhalt der historischen Grabsteine auf. Gleichzeitig wird mit diesem Angebot der Gemeinschaftsgrabstätten im Garten der Frauen dem Prinzip der jahrhundertealten Tradition der Genossenschaftsgrabanlagen gefolgt. So kommt der Verein neben der Pflege für die Gedenkstätte auch für die Grabpflege auf.
Dieses Konzept von einem Ort für Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof, der sowohl einen musealen als auch einen Bereich für Beisetzungen hat, macht es möglich, dass Frauengeschichte kontinuierlich fortgeschrieben werden kann. Der Garten der Frauen will erinnern, nicht vergessen. Hinter dem Anliegen steckt politisches, soziales, frauenhistorisches Engagement.

Nehmen Sie sich die Zeit und besuchen Sie den Garten der Frauen! In den Sommermonaten werden sonntägliche Führungen angeboten, aber auch sonst steht der Garten der Frauen für einen Spaziergang offen.

Dr. Rita Bake steht gerne als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Termine für Rundführungen und weitere Informationen über das Projekt finden Sie unter www.garten-der-frauen.de.

BriefMe – das besondere Jahrescoachingformat!

Ein Beitrag von Isabell Mezger & Doris Cornils

Neues Jahr – neues Glück? Am Jahresübergang reflektieren viele von uns: Was hat mir dieses Jahr gebracht? Und mit Blick in die Zukunft: Was möchte ich im nächsten Jahr verwirklichen, beruflich und privat? Es werden Wünsche und Vorsätze entwickelt, die meistens der Realität nicht lange standhalten und nach kurzer Erprobungsphase wieder aufgegeben werden. Doch warum ist das so? Die Antwort ist einfach und psychologisch hinlänglich bekannt: Wir verändern ungern Gewohnheiten, und neue zu etablieren braucht eine systematische Vorgehensweise sowie Durchhaltevermögen.

Beides bietet das BriefMe Jahrescoaching und stellt deshalb eine wunderbare Unterstützung dar, um Veränderung nachhaltig zu bewirken. Dabei setzt die Entwicklerin und Gründerin von BriefMe, Isabell Mezger, im Inneren an und zeigt auf, wie Visionen Realität werden können.

Sich im Job zu verwirklichen, mehr Zeit für die Beziehung zu haben, mehr Geld zu verdienen – das alles sind Wünsche und Vorhaben, die wir regelmäßig hegen. Doch wie können wir diese realisieren, ohne unsere Aufmerksamkeit ausschließlich nach außen zu legen und unsere Umwelt mit Erwartungen zu überfrachten?

Den Fokus auf die Frage zu legen: „Wie will ich mich im nächsten Jahr (in den Lebensbereichen XYZ) fühlen?“, scheint richtungsweisend; führt sie doch dazu, dass die Aufmerksamkeit nach innen, auf die eigene Person gerichtet wird. Die positive Psychologie hat bereits umfassend belegt, dass der Fokus auf das Positive, in Verbindung mit stärkenden Emotionen, erfolgreich ist und darüber hinaus zu persönlichem Wohlbefinden führt. Der Ansatz, die Zukunft von Innen nach Außen zu planen und zu gestalten, liegt dem BriefMe Jahrescoaching von Isabell zu Grunde und ist vermutlich auch deshalb so erfolgreich, wie Isabell aus eigenen Erfahrungen berichten kann.

Denn ihr ging es lange Zeit auch so: Sie entwickelte regelmäßig Ideen, was sie beruflich machen und erreichen will. Dabei ist sie von einem zum anderen Plan gesprungen, hat am Ende ziemlich viel angefangen, doch nichts wirklich richtig und mit Herz zu Ende gebracht. Was ihr fehlte war ein Fokus und ein passender Umsetzungsplan.

Nachdem sie erkannte, dass sie selbst, ihre innere Haltung der Ausgangspunkt für den Erfolg ist, entwickelte sie für sich einen Ansatz, der heute das Fundament für BriefMe darstellt. Die Ausgangsfrage war nunmehr: Wie möchte ich mich fühlen, was liegt mir (wirklich) am Herzen? Meditationsübungen und Visualisierungen halfen ihr, den Blick nach Innen zu richten und einen Fokus aufzubauen.

Das neu entwickelte System funktionierte für sie so gut, dass sie es zunächst an Freunde und Bekannte weitergab. Durch die große und positive Resonanz hat sie daraus ein intervallbasiertes Coachingprogramm entwickelt: Das BriefMe Jahrescoaching war geboren. Als das Programm am 1.1.2018 startete, waren mehr als 30 Personen an Bord und planten mit BriefMe ihr Jahr 2018. Mittlerweile hat das erfolgreiche Konzept zahlreiche neue Menschen angesprochen und überzeugt. Spezifische Ansätze, wie das BriefMe Jahrescoaching für Promovierende, das sich speziell an Menschen richtet, die eine Doktorarbeit schreiben, sowie ein Visionsboard-Onlinekurs und Workshops in Hamburg kamen hinzu.

 Die Macherin: Isabell Mezger
Studiert hat Isabell Psychologie, Sprach- und Medienwissenschaften. Schon im Studium war sie als freie Autorin und Bloggerin tätig. Zu Beginn ihres Masterstudiums gründete sie mit ihrer Freundin Britta Zachau die 7kleiderleben GbR und verwirklichte eine lang gehegte Idee: Secondhand-Mode modern zu machen. Sie organisierten mehrere große Kleidertauschpartys mit jeweils mehr als 300 Frauen in Großraumdiscos der Studienstadt Bielefeld.
Nach dem Studium sammelte Isabell Berufserfahrung in einer Werbeagentur und einer Karriereberatungsagentur – und blieb ihrem Ansatz treu: Sich selbst zu entfalten, Ideen, die funktionieren, weiterzugeben und dabei einen möglichst hohen positiven Einfluss ausüben. Dieses alles vereint BriefMe, ihr aktuelles Projekt, mit dem sie sich selbstständig machte. Mit ihrem Podcast BriefMe – der Podcast, der zukunftsmutig macht, spricht Isabell über Persönlichkeitsentwicklung: www.briefme-coaching.de/podcast.

Verlosung von 1x Teilnahme am BriefMe Jahrescoaching 2019
BriefMe ist ein Intervallcoaching und kommt alle 3 Monate mit Coachingunterlagen per Post nach Hause. Jeden Monat gibt es von Isabell neue Videos und Audios im Online-Mitgliederbereich. Sie können sich 12 Monate lang von BriefMe bei der Umsetzung ihrer Vorhaben begleiten lassen und von dem erfolgreichen Ansatz profitieren.
Isabell Mezger stellt im Rahmen dieser Verlosung ein BriefMe Jahrescoaching für 2019 zur Verfügung.

Bitte senden Sie an pro-exzellenzia@hamburginnovation.de eine E-Mail mit dem Betreff „BRIEFME“, Ihrer Postanschrift, und schreiben Sie uns, warum Sie das Jahrescoaching 2019 gewinnen möchten. Einsendeschluss ist der 31.12.2018.
Mehr Infos zum BriefMe Jahrescoaching finden Sie hier: www.briefme-coaching.de

Was Frauen für mehr Sichtbarkeit tun können.

„Why Have There Been No Great Women Artists?“ ist der Titel eines Essays von Linda Nochlin (1931-2017) aus dem Jahr 1971. Die amerikanische Kunsthistorikerin nahm für dieses Essay ein Gespräch mit einem befreundeten Kurator zum Anlass. Dieser sagte ihr, er würde ja gern mehr Frauen ausstellen, es gäbe aber einfach keine großartigen Künstlerinnen.  Nochlin untersuchte daraufhin die institutionellen Hürden, die für die massive Unterrepräsentation von Künstlerinnen in der Kunstwelt verantwortlich sind.
Bis heute hat sich kaum etwas an dieser Lage geändert. Aktuell entbrennt die Diskussion über Quoten in der Kunst und männliche Seilschaften aufs Neue, ausgelöst durch eine Ausstellung des NRW Forums mit einem Frauenanteil von nicht einmal 10%. Ich bin fest davon überzeugt, dass es für eine Veränderung dieses Ungleichgewichtes wichtig ist, Kräfte zu bündeln und sich gut zu vernetzen. Deshalb engagiere ich mich in Frauennetzwerken!

Jessica Bennett stellt in ihrem 2016 erschienenen „Feminist Fight Book“ acht goldene Regeln vor, wie Frauen sich untereinander unterstützen können.
Die drei wichtigsten Regeln sind:
1. Help each other
2. Hire each other
3. Pass on your wisdom

Sie beschreibt hier den Netzwerkgedanken, dem sich auch Pro Exzellenzia 4.0 verpflichtet hat. Deshalb ist Pro Exzellenzia 4.0 solch ein Erfolgsmodell: Stipendiatinnen, Alumnae und Teilnehmerinnen unterstützen sich, stellen einander ein und vor, vermitteln und beraten sich gegenseitig.
Einem ähnlichen Gedanken folgt auch das informelle Netzwerk SALOON, das die Berliner Kuratorin Tina Sauerländer gegründet hat und dessen Mitglied ich im Hamburger Netzwerk bin. Seit 2017 veranstalten Tina Sauerländer und ich die „Why Have There Been No Great Women Artists*?“- Nacht in Berlin. In Kurzvorträgen stellen SALOON-Mitglieder Themen und Persönlichkeiten vor, die das Kunstgeschehen ihrer jeweiligen Zeit entscheidend mitprägten, in der Geschichtsschreibung jedoch wenig bis gar nicht berücksichtigt wurden. Damit rücken Frauen in der Kunst der vergangenen Jahrzehnte ins öffentliche Bewusstsein.
Geplant sind solche Abende auch in Hamburg, um die hiesige, von starken Frauen mitgeprägte Kunst-und Kulturszene für den Netzwerkgedanken und für emanzipatorische Modelle zu sensibilisieren. Denn die Forderung nach mehr Sichtbarkeit hat nichts mit Hashtag-Feminismus zu tun. Es ist eine sinnvolle Forderung nach mehr Vielfalt, nach Qualität und einem Abbild unserer Gesellschaft in der Kunst und Kultur, wie diese auch in der Realität aussieht: Mit einem Frauenanteil von mindestens 50 %. Ein starkes Netzwerk ist darüber hinaus nicht nur für ein Vorankommen in Kunst, Wissenschaft und Forschung unabdingbar. Ein Ort des informellen Austauschs auch über die Schwierigkeiten im Alltag, die (Un-)Vereinbarkeit von Familie und Karriere sowie von Lob und Kritik erhöht die persönliche Resilienz.

Vernetzung gewünscht: Mein Aufruf!
Daher an dieser Stelle der Aufruf an alle Alumnae, Stipendiatinnen, Teilnehmerinnen sowie an Ihre Netzwerke, liebe Leser*innen, sich gegenseitig aktiv zu stärken. Für meine Veranstaltung „Why Have There Been No Great Women Artists*?“ wünsche ich mir Ihre Ideen. Ganz konkret können das Hinweise auf Räume und mögliche Kooperationspartner*innen sein, Vernetzung, um in Austausch mit anderen Hamburger Kunst-und Kulturschaffenden zu kommen, sowie Hinweise auf Ausschreibungen und Fördermöglichkeiten.
Über Rückmeldung per E-Mail an y.zindel@gmx.de freue ich mich!

Ein Gastbeitrag der Pro Exzellenzia-Stipendiatin Yvonne Zindel.

RAKETEREI – Die Räuberleiter für Musikerinnen

Frauen sind in der Musikbranche unterrepräsentiert. Unter Komponistinnen, die ihre Songs selbst aufführen, liegt der Anteil von Frauen zwischen 8 % und 11 %. Lediglich 7,4 % der Musikunternehmen, die beim Verband unabhängiger Tonträgerhersteller e.V. (kurz: VUT) vertreten sind, haben eine weibliche Spitze. In den Gruppen der Produzentinnen, Technikerinnen und Schlagzeugerinnen liegt die Anzahl der Frauen sogar noch weit darunter.
Ein Blick auf die Line-ups von Festivals zeigt ein ähnliches Bild: Einen Männeranteil von 94% bis 96%! Besonders gravierend ist diese Zahl vor allem, weil – laut dem Bundesverband Musikindustrie – im Live-Geschäft das Geld verdient wird. Das heißt (überspitzt), dass die Männer auf der Bühne stehen und das Geld verdienen, während sich die Frauen vor der Bühne aufhalten und ihnen dabei zugucken. Sie sind Teil des kommerziellen Spiels, in dem sie die zahlenden Zuschauerinnen sind. Eine angemessene Repräsentation auf der Bühne bleibt ihnen jedoch verwehrt.
Diese Situation ist Grundlage und Ausgangspunkt meiner Arbeit und einer der Gründe dafür warum ich RAKETEREI ins Leben gerufen habe.
Mit RAKETEREI habe ich eine Anlaufstelle etabliert, an der Musikerinnen professionelle Unterstützung und Begleitung auf ihrem Weg durch die Musikbranche erhalten. Mit Musikerinnen individuelle Strategien zu entwickeln, die ihnen mehr Bühnenpräsenz und Sichtbarkeit innerhalb der Branche verschaffen, das ist meine Leidenschaft!
Das Angebot von RAKETEREI reicht von der 1:1 Zusammenarbeit (strategisches Mentoring), über Gruppen-Intensivkursen (RAKETEREI Academy) bis hin zur monatlichen „RAKETEREI on stage“ Mitgliedschaft. Diese beinhaltet neben regelmäßigen Webinaren mit anschließenden Challenges, einen monatlich wiederkehrenden Planungs- und Zielsetzungsworkhop, Email-Coachings sowie einen virtuellen Stammtisch. Außerdem haben die Musikerinnen Zugang zu einem exklusiven Mitgliederbereich auf meiner Homepage. Hier befindet sich kompakt an einem Ort das gesammelte Arbeitsmaterial, das als Grundlage für die Navigation durch die Musikbranchenstrukturen dient.
Sie wünschen sich als Musikerin mehr Sichtbarkeit? Sie fühlen sich mit der Situation Einzelkämpferin und Unternehmerin in er Musikbranche zu sein überfordert? Sie suchen den Austausch und die Gemeinschaft mit anderen Musikerinnen?
Und eigentlich ist ihr Wunsch einfach nur Musik machen zu können… . An diesem Punkt setzt RAKETEREI an!
Sie wollen die tolle Arbeit von RAKETEREI kennenlernen? Nehmen Sie an der Verlosung des 1:1 Mentorings teil! Weitere Informationen finden Sie am Ende dieses Beitrags!
Hier finden Sie weitere Informationen und können mit Imke Machura in Kontakt treten:
Web-Seite: www.raketerei.com
Podcast: https://itunes.apple.com/de/podcast/raketerei/id1309456838?mt=2

Instragram: https://www.instagram.com/raketerei/
Facebook: https://www.facebook.com/raketerei/
Email: imke@raketerei.com

Die Macherin: Imke Machura

Bereits seit einigen Jahren als Label- und Produktmanagerin, Promoterin und Bookerin in der Musikbranche tätig, nahm meine Reise mit RAKETEREI 2015 ihren Anfang.
Besuche auf Musikmessen, Konzerten, Festivals oder auch viele Gespräche mit Branchenvertretern, mit Musikerinnen und mit Freunden machten mir deutlich, dass Frauen tatsächlich auf jeder Ebene in der Musikbranche deutlich unterrepräsentiert sind. Außer den oben beschriebenen Hintergründen, zeigte sich auch, dass gerade junge Musikerinnen in sozialen Netzwerken wie z.B. YouTube deutlich häufiger angefeindet und beschimpft werden, als ihre männlichen Kollegen. Die Benachteiligung und Diskriminierung von Frauen in der Musikbranche sind also vielfältig.
Ich wollte nicht akzeptieren, dass Frauen in der Musikbranche unterrepräsentiert sind, wollte nicht hinnehmen, dass ihr Potenzial ungesehen und ungenutzt bleibt. Deshalb startete ich zunächst mit den RAKETEREI Podcasts, einer Serie, in der ich Frauen porträtiere und interviewe, die die Musikbranche prägen und mitgestalten. Auf diese Weise decke ich nicht nur Musikbranchenstrukturen auf, sondern sorge zugleich dafür, dass Frauen sichtbarer werden. Inzwischen habe ich zahlreiche weitere Angebote ins Leben gerufen (siehe oben) und freue mich, dass ich diesen Ort für Musikerinnen erschaffen habe.
Meine Arbeit fängt gerade erst an. Es gibt noch viel zu tun! RAKETEREI ist vielleicht keine Lösung des strukturellen Problems. Aber meine Antwort darauf!

Verlosung von einem 1:1 Mentoring!
Imke Machura gibt einer Musikerin die Chance ein vierwöchiges kostenloses 1:1 Mentoring mit ihr zu erleben. An der Verlosung teilnehmen können nur Musikerinnen!
Bitte senden Sie an pro-exzellenzia@hamburginnovation.de eine E-Mail mit dem Betreff „RAKETEREI“. Einsendeschluss ist der 20.11.2018.

Beitrag von Imke Machura und Doris Cornils
Foto: Fotografin Daniela Möllenhoff

„Die Teilnahme an der Qualifizierung für Migrantinnen war für mich ein Gewinn!“ Gastbeitrag von Irina Tebelius

Ich habe Hamburgs Karrierekompetenz-Zentrum Pro Exellenzia 4.0 in der von Doris Cornils an der Technischen Universität Hamburg angebotenen Lehrveranstaltung „Machtspiele in Organisationen“ im Jahr 2017 kennengelernt. Noch im selben Jahr nahm ich an Workshops sowie an dem ersten Durchgang der Qualifizierung für Migrantinnen teil.
Mich haben der logische Aufbau der Qualifizierung sowie die inhaltlich interessanten Workshops von vorneherein überzeugt. Und auch in der Praxis hielt das Angebot, was es versprach: Geballtes Wissen in aufeinander aufbauenden Workshops, zugeschnitten auf die Bedarfe von hochqualifizierten Frauen mit Migrationshintergrund.
Für meine persönliche Weiterentwicklung waren die Veranstaltungen zu den Themen „Karrierewege und -strategien“ und „selbstbewusstes Auftreten“ besonders wertvoll. Da ich mich zu dem Zeitpunkt damit befasste, ob nach dem Studium eine Promotion für mich das Richtige sei, konnte ich mich dieser Frage eingehend widmen. Die Trainerin Frau Dr. Schönbach-Fuleda hat sehr realistisch und präzise über die Karrierewege im Wissenschaftssystem aufgeklärt. So bekam ich zu einem frühen Zeitpunkt meiner beruflichen Planung Informationen darüber wie das deutsche Hochschulsystem funktioniert und mit welchen Herausforderungen ich als Frau zu rechnen habe. Vor allem konnte ich aus diesem Workshop mein eigenes Kompetenzprofil mitnehmen, an dem ich seitdem regelmäßig in weiteren Workshops von Pro Exzellenzia 4.0 arbeite.
Das an zwei Terminen stattfindende Coaching zum selbstbewussten Auftreten und der damit im Zusammenhang stehenden Arbeit an der Selbstpräsentation empfand ich für mich ebenfalls als besonders wertvoll. Die Trainerin Frau Dr. Hein hat bei uns in der Gruppe ein Bewusstsein für die Möglichkeiten persönlicher Selbstdarstellung geschaffen und uns Techniken vermittelt, wie wir den Eindruck auf andere Menschen durch die verbale und die körperliche Sprache aktiv und gezielt selbst steuern können. Toll waren für mich auch die zahlreichen Übungen, die ich weiterhin im Alltag erproben kann.
Die Teilnahme an der Qualifizierung für Migrantinnen war für mich gewinnbringend, weil die viermonatige Dauer eine intensive Trainingseinheit war. Das Programm ist für Frauen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland Karriere machen und sich an der Gesellschaft und in der Arbeitswelt aktiv einbringen wollen, unentbehrlich. Hier erhalten Frauen die Möglichkeit professionell an sich zu arbeiten und über sich selbst hinaus zu wachsen. Außerdem dient es der Vernetzung unter Frauen. Aus unserer Gruppe hat sich ein berufliches Netzwerk entwickelt. Wir verfolgen gegenseitig die beruflichen Entwicklungen der anderen und tauschen uns regelmäßig über das Gelernte und Erprobte aus. Das ist aus meiner Perspektive ein zusätzlicher Gewinn, den ich aus der Teilnahme an der Qualifizierung für Migrantinnen ziehe.
Von daher danke ich den Macherinnen von Pro Exzellenzia 4.0 dafür, dass ein solches Programm für hochqualifizierte Frauen mit Migrationshintergrund geschaffen wurde. Ich bin sehr froh darüber, dass ich daran teilnehmen konnte und von dem Angebot von Pro Exzellenzia 4.0 auch zukünftig profitieren werde.

„Da draußen gibt es bestimmt viele Frauen, die sich wünschen, so eine hervorragende Möglichkeit zu erhalten“ – ein Dankesbrief

Liebe Frau Cornils,

ich möchte heute meine Freunde und Dankbarkeit über das Stipendium-Programm von Pro Exzellenzia zum Ausdruck bringen, da es mich unglaublich glücklich macht, dass ich diese großartige Chance bekommen habe. Nicht nur die finanzielle Begleitung von diesem Programm bringt mich in meiner Promotionsphase voran, sondern auch die dazu angebotenen Workshops.  Bevor ich die ersten Erfahrungen mit den Workshops gemacht habe, hatte ich den Gedanken, dass solche Workshops bei der sehr zeitintensiven Arbeit für die Promotion, eine extrem zeitraubende Aktion sein könnten. Nun, nachdem ich die ersten Erfahrungen in vier Workshops sammeln dürfte, muss ich Ihnen vom Herzen mitteilen, dass mir die in den Workshops vermittelten Karriere- und Führungskompetenz bereits extrem geholfen haben.  Sie bringen mich sowohl bei meiner persönlichen Entwicklung, als auch bei der Fortsetzung meiner Arbeit enorm weiter.

Sich als eine Frau mit Migrationshintergrund im Fachbereich Elektrotechnik einen Platz zu schaffen, ist eine lange Reise, braucht viel Mut und intensive Arbeit. Mittlerweile kann ich dabei von der Unterstützung von Pro Exzellenzia nicht mehr absehen. Neben der finanziellen Unterstützung und den Workshops fasziniert mich auch das Qualifizierungsprogramm für Migrantinnen von Pro Exzellenzia. Als Frau mit Migrationshintergrund, die Karriereleiter hochzuklettern, ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Aber mit Hilfe vom sehr gut durchdachtem Programm von Pro Exzellenzia fühle ich mich Schritt für Schritt mehr und besser auf die Karrierewelt vorbereitet.

Da draußen gibt es bestimmt viele Frauen, die sich wünschen, so eine hervorragende Möglichkeit zu erhalten, um ihre Fähigkeiten zu erweitern und das nicht nur im wissenschaftlichen Bereich, sondern auch bei ihrer persönlichen Entwicklung durch die Workshops und Coachingtermine. Genau das wünsche ich anderen Frauen auch und hoffe sehr, dass dieses Programm irgendwann vielleicht in gesamt Deutschland angeboten wird. Dabei würde ich dieses Projekt sehr gerne unterstützen, dass auch andere Frauen in Deutschland diese Chance erhalten können.

Total gespannt auf die Antworten, die ich auf meine Fragen im Bereichen Karriere und Management zukünftig in den von Pro Exzellenzia angebotenen Workshops bekommen werde, konzentriere ich mich für heute weiter auf meine Doktorarbeit.

Herzliche Grüße und mit großem Dank!

Ihre Narjes Jalali

Pro Exzellenzia 4.0 hat mich in meiner Entwicklung vom „fleißigen Bienchen“ zur selbstständig agierenden Wissenschaftlerin enorm unterstützt!

Dr. Ann Christin Parplys ist promovierte Biologin und seit 01.09.2017 Pro Exzellenzia-Stipendiatin. Aus ihrer persönlichen Perspektive erzählt sie von dem Mehrwert ihres Stipendiums und der Teilnahme an den Qualifizierungsangeboten von Pro Exzellenzia. Welche Führungs-, Karrieretools und -kompetenzen sie beruflich und persönlich bereichert haben und warum, lesen Sie in diesem Beitrag von Dr. Ann Christin Parplys und Doris Cornils.

Pro Exzellenzia 4.0 hat sich positiv auf meine berufliche und persönliche Entwicklung ausgewirkt!
Im Rahmen des Programms Pro Exzellenzia 4.0 bin ich seit September 2017 Stipendiatin. Ich habe seitdem an sehr interessanten Workshops, Coachings und Vortragsveranstaltungen teilgenommen. Die Workshops und die dort vermittelten Inhalte, der Austausch mit Frauen aus unterschiedlichen Fachrichtungen und nicht zuletzt die Beratungstermine bei meiner Coach haben sich äußerst positiv auf meine berufliche und persönliche Entwicklung ausgewirkt.

Vorher: „Fleißiges Bienchen“
In meiner Zeit als Post-Doktorandin, vor der Zeit bei Pro Exzellenzia, beschreibe ich mich rückblickend als eine von vielen „fleißigen Bienchen“, die viel Zeit mit der Planung, Durchführung und Analyse von Experimenten verbrachte. Alles Aufgaben einer Wissenschaftlerin und ohne Zweifel eine Grundvoraussetzung für eine gute wissenschaftliche Karriere. Doch je weiter es die Karriereleiter hinauf geht, desto mehr ändern sich auch die Aufgaben. Mehr und mehr kommen Planung und Betreuung von Master- und Doktorarbeiten dazu. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin Forschungsvorhaben zu beantragen sowie Forschungsergebnisse zu publizieren und auf Fachtagungen zu präsentieren.

Erwerb karriere- und führungsrelevanter Kompetenzen bei Pro Exzellenzia
Mit den neuen Aufgaben und Anforderungen werden neue Kompetenzen gefordert, die wenig mit den vermittelten Inhalten während des Studiums zu tun haben. Kompetenzen wie gutes Zeitmanagement, Präsentationskompetenz, Delegationskompetenz, Entscheidungsstärke und Empathie. Alles Kompetenzen, die meiner Meinung nach unerlässlich für gutes Führungspersonal sind. Pro Exzellenzia deckt mit dem Angebot an Workshop einen Großteil der notwendigen Kompetenzen ab. Bereits nach dem ersten Workshop bei Pro Exzellenzia habe ich gemerkt wie wertvoll, die vermittelten Inhalte sind und musste feststellen, dass ich diesen Teil meiner beruflichen Entwicklung bisher eher intuitiv als professionell angegangen bin.

Wertvolle Zeitmanagement-Tools
Im Workshop „Zeitmanagement“ wurde mir beispielsweise die McKinsey-Strategie vorgestellt und ich habe gelernt, dass ich mit einer einfachen Rechnung, die Planung für Projekte besser vorbereiten kann. Aktuell arbeite ich an der Veröffentlichung von Forschungsdaten. Ich konnte für die Planung dieser Arbeit bereits von der McKinsey Methode profitieren. Seitdem plane ich meine schriftlichen Arbeiten noch langfristiger. Darüber hinaus organisiere ich seit dem Workshop auch zeitnahe Projekte neu. Ich starte wöchentlich mit einer To-Do Liste und arbeite mit der Zeitmanagement-Matrix, um meine Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit zu sortieren. Zudem habe ich eine morgentliche Routine eingeführt, um die anstehenden beruflichen und familiären Aufgaben des Tages zu sortieren und dem Wohlbefinden aller Familienmitglieder anzupassen. Ich habe gelernt Zeitfresser besser zu erkennen und ihnen auszuweichen.

Karriere- und Familienkonzept verknüpfen lernen
Im Workshop „Karriereleiter: Steigeisen für den gesunden Aufstieg“ habe ich gelernt mir mehr Freiräume, Raum für Entscheidungsmöglichkeiten und Handlungsspielräume zu schaffen. Ich habe mitgenommen, dass die beruflichen Ziele eng verknüpft sind mit dem Lebenskonzept bzw. Familienkonzept. Ich konnte für mich ein Zeit- und Lebenskonzept erarbeiten, das die Bedürfnisse meiner Familie und die Anforderungen an meinen Beruf vereint. Außerdem habe ich gelernt, dass es zur Kompetenz einer Führungsperson gehört Aufgaben besser zu strukturieren und zu delegieren.

Präsenz durch die eigene Stimme erzeugen
Eine meiner Aufgaben ist es wissenschaftliche Daten auf Fachtagungen zu präsentieren, aber auch im beruflichen Alltag gehören Vorträge und Beiträge in Diskussionen dazu. Der Workshop „Im Brustton der Überzeugung- Atem-Stimme-Sprechen-Überzeugender Auftritt“ habe ich die Regler der Stimme kennengelernt und viel Übungen mit nach Hause genommen, mit denen man langfristig die eigene Stimme modulieren kann.

Neue Wege gehen: Forschung, Vermarktung und Gründung
Ob mein Forschungsvorhaben das Potenzial hat als Produkt auf dem Markt zu gehen, wie eine Gründung verläuft und ob ich das Zeug zu einer Unternehmerin habe? Mit diesen Fragen bin ich in den Workshop, „Habe ich das Zeug zur Unternehmerin“ gegangen. Dort habe ich erlernt was eine Gründer*innen-Persönlichkeit ausmacht und was eine unternehmerische Haltung ist. Ich habe viel über das Gründungskonzept und den Businessplan erfahren. Insgesamt hat mir der Workshop aber auch die Augen geöffnet, mutiger zu werden und zu überlegen, in welchen Bereichen ich mich zusätzlich positionieren könnte.

Mikropolitik – richtungsweisend und einflussnehmend!
Der Workshop „Machtspiele durchschauen – Mit mikropolitischer Kompetenz die Karriere gestalten“ hat insgesamt den größten Einfluss auf meine berufliche Entwicklung genommen. Hierarchische Strukturen zu erkennen, Machtkonstellationen besser zu durchschauen und selber mikropolitisch zu agieren, halte ich für sehr wichtige Aspekte. Insbesondere dann, wenn es um die Entwicklung der eigenen Karriere in einem von Männern dominierten Berufsfeld geht. Es ist wichtig viel zu hinterfragen und die Strukturen im Unternehmen zu durchleuchten, sich ein gutes Netzwerk zu schaffen und seine eigene Sichtbarkeit zu erhöhen.

Pro Exzellenzia öffnet ihr Netzwerk und sorgt für Öffentlichkeit
Pro Exzellenzia hat mich in Sachen Sichtbarkeit und Netzwerken sehr unterstützt. Durch den Beitrag in der Zeitschrift „Hamburg Woman“ (s. Link unten) erhielt meine Forschungsarbeit sehr viel Aufmerksamkeit und ich ausgesprochen positives Feedback. Das hat mir einmalmehr verdeutlicht wie wichtig meine Forschung für die Gesellschaft ist und vor allem welches Potenzial dahintersteckt.

Nachher: eine selbständig agierende und selbstbewusstere Wissenschaftlerin
Insgesamt habe ich mir durch die Workshops eine Vielzahl an Softskills aus den Bereichen Führung und Karriere angeeignet und wende sie täglich im privaten und beruflichen Alltag an. Inner- und außerhalb vom UKE bin ich seitdem besser vernetzt und mit meiner Expertise sichtbarer.  Vor allem aber hat mich Pro Exzellenzia in meiner Entwicklung vom fleißigen Bienchen zur selbstständig agierenden Wissenschaftlerin enorm unterstützt und mir die Wertigkeit meiner Person und meiner Arbeit bewusst gemacht. Dafür mein großes Dankeschön!

Zur Person
Dr. Ann Christin Parplys forscht am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) an einer neuen Methode zur individualisierten Krebstherapie. Sie lebt mit ihrem Mann und den gemeinsamen zwei Kindern in Alter von einem und drei Jahren in Hamburg.

Weiteres über die interessante Forschung von Dr. Parplys und zu ihrer Person finden Sie in dem Beitrag „Karriere und Familie – beides bitte!“ in der Online-Ausgabe der Zeitschrift Hamburg Woman: http://hamburgwoman.de/karriere-und-familie-beides-bitte/