Archiv der Kategorie: Erlebnisse

Qualifizierung von Migrantinnen: Zweiter Durchgang schloss mit Zertifikat ab!

Im Jahr 2017 ging die neue Programmlinie an den Start, die sich an den Bedarfen von hochqualifizierten Migrantinnen orientiert. Im September 2018 startete der zweite Durchgang. Sieben Teilnehmerinnen eigneten sich in sechs Veranstaltungen Karrierekompetenzen und -strategien im deutschen Wissenschafts- und Wirtschaftssystem an, setzten sich mit interkultureller Kommunikation auseinander, erhielten ein Coaching im selbstbewussten Auftreten und der Präsentation ihrer fachlichen sowie persönlichen Stärken und erfuhren Dos und Don‘ts rund um das Thema Bewerbungen. Feierlicher Abschluss bildete die Zertifizierung der Teilnehmerinnen am 04. Dezember 2018. Es war wieder eine tolle Gruppe, die durch die gemeinsamen Erlebnisse und Prozesse zu einem neuen Netzwerk zusammengewachsen ist. Wir wünschen allen Teilnehmerinnen viel Erfolg und Power für ihre beruflichen Vorhaben!

Eine weitere tolle Veranstaltung „Pro Exzellenzia meets UHH“!

„Geld regiert die Forschungswelt“, so titelte unser zweites Lunchmeeting in diesem Jahr, zu dem wir am 28.11.2018 mit der Gleichstellung der Fakultät Geisteswissenschaften der UHH einluden. Drittmittelakquise ist für (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen zu einem zentralen Thema geworden, da wissenschaftliche Karrieren zunehmend auf der erfolgreichen Einwerbung von Forschungsgeldern aufbauen. Sie zählt inzwischen zur Grundvoraussetzung für die Bewerbung auf und die Bekleidung von Professuren. Doch auch strukturell in geringem Umfang vorhandene Post-Doc-Stellen stellen Nachwuchswissenschaftler*innen vor die Herausforderung, ihre Stellen selbst einzuwerben.

Das Handwerkszeug für die Einwerbung von Drittmitteln stellt somit einen wichtigen Bestandteil der wissenschaftlichen Laufbahn dar und zählt zur ausgewiesenen Expertise von Wissenschaftler*innen.  Umso wichtiger erscheint es, sich zu einem frühen Zeitpunkt der wissenschaftlichen Karriere das entsprechende Knowhow anzueignen.

Dass der Bedarf an Hintergrundwissen zu diesem Themenfeld groß ist, zeigte sich an der ausgebuchten Veranstaltung. Professorin Dr. Sabine Kienitz, Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät Geisteswissenschaften der UHH, verdeutlichte einleitend anhand von Eckpunkten die Relevanz der Drittmitteleinwerbung und moderierte durch die Veranstaltung.

Die mit geballter Expertise zum Thema ausgestattete Expert*innenrunde gab in ihren Kurzbeiträgen wichtige Einblicke und Informationen über mögliche Förderformate sowie über Wege und Strategien einer erfolgreichen Antragstellung.

Dr. Imke Franzmeier, Programmleiterin der Abteilung Wissenschaft & Hochschule der Claussen-Simon-Stiftung, verdeutlichte, dass neben den Hard Facts – wie einem fachlich hervorragenden Exposé, Auslandserfahrungen und Publikationen – die Ziele & Visionen sowie ein selbstbewusstes Auftreten der Bewerber*innen ausschlaggebend für den Erfolg sind. In diesem Punkt, so Dr. Imke Franzmeier, existierten deutliche Geschlechterunterschiede. Frauen seien, so ihre Erfahrung, zu selbstkritisch und würden hinsichtlich ihrer Ziele häufiger als männliche Bewerber undifferenziert auftreten. Die eigenen Visionen und Ziele im Bewerbungsschreiben selbstbewusst und klar zu formulieren, sich mit den fachlichen Expertisen der Jury-Mitglieder zu befassen sowie Unterstützer*innen ins Boot zu holen, zählen zu den Erfolgsfaktoren.

Dr. Elisabeth Hettig, die stellvertretende Leiterin vom Referat Nachwuchsförderung der UHH, führte in das umfassende Angebot für Postdocs an der UHH ein. Das Beratungsangebot zielt auf die nationale Forschungsförderung (DFG, BMBF, VW etc.) ab. Nachwuchswissenschaftler*innen der UHH können sich beraten lassen, welche Forschungsformate zu ihrer beruflichen Phase passen. Darüber hinaus bietet das Referat eine umfangreiche Begleitung bei der Antragstellung an. Voraussetzungen auf dem Weg zur Professur sind, so Dr. Elisabeth Hettig, Lehrerfahrungen, erfolgreiche Drittmitteleinwerbung, Publikationen sowie internationale Erfahrungen.

Auf eine idealtypische wissenschaftliche Biografie, wie sie in diesem Zusammenhang von Dr. Hettig beschrieben wurde, kann Dr. Leena Crasemann vom Kunstgeschichtlichen Seminar zurückblicken. Sie beschrieb sehr persönlich, wie in ihrer wissenschaftlichen Karriere auf eine erfolgreiche Drittmittelantragstellung die nächste folgte. Dabei wies sie auch auf kritische Aspekte hin. Dazu zählen die zeitlichen Überschneidungen zwischen Auslauf einer wissenschaftlichen Drittmittelstelle und Neubeantragung eines neuen Forschungsvorhabens, die nicht immer ohne Zeiten der Arbeitslosigkeit zu bewältigen sind. Für diese Phasen brauche es „ein dickes Fell“ und einen konstruktiven Umgang mit dem „Scheitern“, und zwar mit Situationen, wenn ein Drittmittelantrag nicht bewilligt wird. Sie gab den Teilnehmerinnen aus ihrem Erfahrungsschatz mit auf den Weg: „Nach dem Antrag ist vor dem Antrag!“ Es sei vor allen Dingen wichtig, mit den anderen Antragstellenden nicht in Konkurrenz zu gehen, sondern sich gegenseitig zu unterstützen.

Die Universitätsprofessorin vom Institut für Historische Musikwissenschaften, Professorin Dr. Ivana Rentsch, hielt abschließend ein Plädoyer für die Inhalte. Nur mit dem persönlichen Brennen für die wissenschaftlichen Inhalte sei der Weg prekärer Beschäftigungsverhältnisse in der Wissenschaft gangbar. Anhand einer biografischen Erfahrung, die sie mit großem Humor vortrug, machte sie deutlich, warum und wie die eigenen wissenschaftlichen Inhalte für die Auswahlkommissionsmitglieder, die in der Regel anderen Fachbereichen angehörten, zu übersetzen seien. Denn diese von dem eigenen Forschungsvorhaben zu überzeugen, zählt zu einer zentralen Expertise für die erfolgreiche Drittmittelantragstellung. Ihr Rat an das interessierte Publikum lautet deshalb: Vertreter*innen anderer Fachbereiche abholen, indem Fachfremden die eigenen Inhalte vermittelt werden und sie sich eingebunden fühlen.

Im Anschluss an das Expert*innen-Podium gab es bei Fingerfood und Getränken die Möglichkeit, mit den Expert*innen ins Gespräch zu gehen und individuelle Fragen zu vertiefen. Die Teilnehmerinnen nahmen diese Chance umfassend und bis zur letzten Sekunde der Veranstaltung wahr.

Auch dieses Mal war es wieder eine rundum gelungene Veranstaltung. Unser Dank geht an die Mitgestalterinnen der Fakultät Geisteswissenschaften und dem UHH-Gleichstellungsteam! Wir freuen uns auf die Fortsetzung unseres gemeinsamen Formats in 2019!

Eine tolle Beiratssitzung!

Am 27. September war es wieder soweit: Der Pro Exzellenzia 4.0 Beirat traf sich zu seiner diesjährigen Sitzung. Neu in der Runde begrüßt wurden Claudia Güsken (Vorständin Personal und Betrieb bei der Hamburger Hochbahn AG) und Dr. Hannah König (Leiterin Offshore Wind Technik am Standort Hamburg der EnBW Energie Baden-Württemberg AG). Ein Highlight der diesjährigen Sitzung war die Vorstellung der „Qualifizierung für Migrantinnen“. Die seit 2017 implementierte Programmlinie wurde von Anne-Kathrin Guder und Doris Cornils entwickelt. Hochqualifizierte Migrantinnen nehmen vier Monate pro Jahr an der Qualifizierung teil, deren Inhalte sie bei der Integration in das deutsche Hochschul- und Wirtschaftssystem vorbereiten und unterstützen sollen. Dazu zählen: Karrierestrategien und –wege, interkulturelle Kompetenz, selbstbewusstes Auftreten und Bewerbungsunterlagen. Die Qualifizierung wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Inzwischen läuft der zweite Durchgang, ebenfalls wieder sehr erfolgreich.
Doch was macht diese Qualifizierung für die Teilnehmerinnen wertvoll und erfolgreich? Auf diese Fragen gaben die Teilnehmerin (des ersten Durchgangs) Irina Tebelius und die Trainerin Dr. Stefanie Schönbach-Fuleda den Beiratsmitgliedern Auskunft. (Mehr dazu auch für Sie, liebe Leser*innen, in einem Beitrag von Irina Tebelius in diesem Blog-Letter; siehe ÜBER FRAUEN, DIE ENTSCHEIDEN MEHR ZU WOLLEN). An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Frau Dr. Schönbach-Fuleda und Irina Tebelius für Ihre Mitwirkung und bereichernden Beiträge.
Der Austausch unter den Beiratsmitgliedern war von einer wertschätzenden, angenehmen Atmosphäre geprägt und (wie stets) produktiv. Wir danken allen Beiratsmitgliedern für Ihre Beiträge & Impulse und Ihr Engagement für Pro Exzellenzia 4.0!

Wir sind „Friend of Chefsache“, weil…

ich davon überzeugt bin, dass wir mit Innovation und Vielfalt gemeinschaftlich Chancengleichheit realisieren können“, Doris Cornils, Projektleitung von Pro Exzellenzia 4.0.
https://initiative-chefsache.de/initiative-chefsache/friends-of-chefsache/

Die Initiative „Chefsache. Wandel gestalten – für Frauen und Männer“ ist ein Netzwerk, das sich die Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern auch in Top-Positionen zur Aufgabe gemacht hat. Geschäftsführungsmitglieder und Vorstände von Unternehmen sowie Leiterinnen und Leiter wissenschaftlicher, sozialwirtschaftlicher und öffentlicher Einrichtungen geben neue Impulse für den Kulturwandel in Deutschlands Chefetagen.

Im Jahr 2016 wurde Pro Exzellenzia der Chefsache Award von der Initiative verliehen. Prof. Dr. Isabell M. Welpe, Inhaberin des Lehrstuhls für Strategie und Organisation an der Technische Universität München und als externe Expertin Jurymitglied für den Chefsache Award, begründete die Entscheidung: „Die Initiative Pro Exzellenzia besticht durch die Kooperation mehrerer Institutionen und Akteure und Maßnahmen, welche sowohl finanzielle als auch ideelle Unterstützung gewähren.“
https://initiative-chefsache.de/veranstaltungen/award/chefsache-award-2016/

Als „Friend of Chefsache“, einem Netzwerk aus kleinen und mittleren Unternehmen und Organisationen, die sich der Initiative verbunden fühlen, übernimmt Pro Exzellenzia 4.0 eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft und setzt sich öffentlichkeitswirksam für die Ziele zur Herstellung der Chancengleichheit von Frauen und Männern ein.

Unser Dank geht an die Initiative für die Aufnahme als „Friend“. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit!

Pro Exzellenzia meets Agathe-Lasch-Coaching: Erfolgreich in Berufungsverfahren – als Frau auf Platz 1!

Bei der ersten Pro Exzellenzia meets UHH-Veranstaltung dieses Jahres waren Pro Exzellenzia und das Agathe-Lasch-Coaching-Programm Gastgeberinnen. Thematisch ging es um die Black-Box Berufungsverfahren bei der Bewerbung auf eine Professur. In der Veranstaltung am 19. Juni 2018 wurde für Nachwuchswissen-schaftlerinnen in der Post-Doc-Phase der Deckel der Box gelüftet und Fragen, sowohl zu den rein formalen Abläufen, also auch zu informellen Regeln in Berufungsverfahren, beantwortet.

Die Veranstaltung war komplett ausgebucht. Die Teilnehmerinnen bekamen in einem kompakten Vortrag von Frau Dr. Enke, Wissenschaftscoach, Scienza Berlin, Einblick in zentrale informelle Regeln.  Die Expertin für Berufungsverfahren war zehn Jahre in der Forschung tätig und begleitet heute Frauen und Männer auf ihrem Weg zur Professur. Ihre Expertise teilte sie mit den interessierten Zuhörerinnen, die aus verschiedenen Hamburger Hochschulen zur Veranstaltung an die Universität Hamburg (UHH) gekommen waren. Sie riet den Anwesenden vor allem, sich so gut und umfassend wie möglich zu informieren, bevor sie sich auf eine Professur bewerben. Von der Hierarchie in der Kommission über angemessene Kleidung bis hin zu schwierigen Themen wie Familienplanung, gilt es viele Fragen (schon im Vorfeld) für sich zu klären. Kompetent und gut vorbereitet zu sein, zählt zu einem zentralen Erfolgsfaktor in Berufungsverfahren.

„Das Publikum hört im Vortrag genau hin, ob hier eine engagierte, spannende Hochschullehrerin, eine faire Chefin, jemand mit einem klar abgegrenzten Profil und Drittmitteln redet, die sich vor Ort aktiv einbringen wird und offen ist für Kooperationen, ohne einem auf die Füße zu treten“, zitierte die Referentin die Autorinnen des Buches „Black Box Berufung“, Christine Färber und Ute Riedler. Hier werden die vielfältigen Erwartungen und Anforderungen, die auf die Bewerberinnen zukommen, auf den Punkt gebracht.

Als weiteres Highlight hatten die Teilnehmerinnen die Chance mit Expertinnen aus der Gleichstellung beim Lunchmeeting ins Gespräch zu kommen. Dr. Paschke-Kratzin, Gleichstellungsbeauftragte der UHH, Prof. Dr. Kienitz, Professorin für Volkskunde, Gleichstellungsbeauftragte der geisteswissenschaftlichen Fakultät sowie stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der UHH, Dr. Misall, Leiterin des Berufungsbüros der MIN-Fakultät der UHH sowie die Referentin Dr. Enke standen nun an Stehtischen für Fragen zur Verfügung.

Alle Beteiligten sind sich einig, diese kommunikative Reihe muss fortgesetzt werden! Weiter geht es im Herbst, dann lädt die geisteswissenschaftliche Fakultät gemeinsam mit Pro Exzellenzia zum nächsten Lunch Meeting ein.

Foto: UHH Gleichstellung

Inspiration pur! Prof. Matthias Spörrles Vortrag „Unconscious Bias — Was ist es und gibt es Chancen auf Heilung?“

Die ersten Gäste nehmen im Spiegelsaal Platz.
Foto: Benjamin Hüllenkremer

Prof. Matthias Spörrles Vortrag „Unconscious Bias — Was ist es und gibt es Chancen auf Heilung?“ am 16. Mai 2018 im Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe war ein voller Erfolg – und das in mehrfacher Hinsicht!

Unbewusste Vorurteile prägen das Denken und Handeln von Menschen seit jeher, so Prof. Spörrle. Er bezeichnet sie als Denkabkürzungen, die von Menschen gewählt werden, um effizient zu Entscheidungen zu gelangen. Diese Abkürzungen basieren in starker Weise auf kulturellen Assoziationserfahrungen. Prof. Spörrle verdeutlichte am Beispiel der Auswahl von Bewerber*innen, dass die gesammelten Informationen, die zur Entscheidungsfindung führen, keinesfalls immer oder überwiegend auf objektiven oder vorurteilsfreien Kriterien beruhen. Betritt eine Person den Raum, die bei der für die Personalentscheidung verantwortlichen Person die spontane Assoziation „unsympathisch“ auslöst – weil sie beispielsweise an jemanden aus Kindertagen erinnert, nämlich an jenes Kind, „das einen im Kindergarten Sand essen ließ“, so der Referent – wird sie dieser Person eher solche Fragen stellen, die diese nicht beantworten kann bzw. bei denen sie ins Straucheln kommt. Anders herum gilt: Bei Menschen, die die Assoziation „mag ich“ hervorrufen, wird häufiger bei Fragen verweilt, die das Gegenüber beantworten können. Ein scheinbar objektives Verfahren wie ein Personalgespräch wird so schnell von Vorurteilen überformt. Ein hoch standardisiertes Personalgespräch kann hier eine Verbesserung darstellen.

Menschen präferieren Denkabkürzungen. So zum Beispiel die Präferenz nach Ähnlichkeiten. Dadurch wird anschaulich, warum im Top-Management oder in den Vorständen Männer gerne unter sich bleiben: Die Führungsgruppe wird nach Ähnlichkeiten ausgewählt und zusammengesetzt. Bei diesen Prozessen spielen neben der Ähnlichkeitspräferenz auch Stereotype, im Sinne einer unbewussten Information zwecks Denkabkürzung zur Entscheidungsfindung, eine zentrale Rolle. „Führungskraft = groß“ zählt zu einem solchen unbewussten Vorurteil, wie Prof. Spörrle an verschiedenen Beispielen verdeutlichte.

Anhand sogenannter „kognitiver Karten“ veranschaulichte der Referent sehr eindrucksvoll, dass die Vorstellung über eine „typische Frau“ auf einer Landkarte weit entfernt von dem liegt, was mit einer „Karriere-Frau“ assoziiert wird. Bei Männern hingegen liegen die Vorstellungen von einem „typischen Mann“ und dem Typus „Karriere-Mann“ sehr nahe beieinander. D. h. Frauen haben es allein aufgrund der unbewussten Vorurteile wesentlich schwerer in einer Führungsposition anerkannt zu werden.

Anhand zahlreicher weiterer, mit Humor vorgetragener Beispiele, machte Prof. Spörrle deutlich, wie Alter, Geschlecht, Ethnie, Körpergröße etc. zwar eine schnelle Entscheidungsfindung ermöglichen – und damit auch entlastend wirken – aber gleichzeitig suboptimal sind, weil beispielsweise Vielfalt in Unternehmen nicht umgesetzt wird.

Welche Chancen auf Heilung sich aus dieser Gemengelage ergeben, damit schloss der Referent seinen hochinformativen und gleichsam sehr unterhaltsamen Vortrag ab. Klare Strukturvorgaben (wie z. B. Quoten), die Verantwortung durch und für Systemgestaltung sowie Bewusstwerdung über die Funktion und das Wissen über Stereotype, zählen zu den zentralen Ansatzpunkten.

Die anschließende Diskussion mit den Gästen im voll besetzten Saal war hoch interessant und der Referent Prof. Spörrle inhaltlich und rhetorisch brillant – eine Inspiration pur!

Eine tolle und auf ganzer Linie gelungene Veranstaltung, für die wir uns bei dem Referenten, den Gästen und allen Mitwirkenden herzlich bedanken!

Matthias Spörrle ist Professor im Fachbereich Wirtschaftspsychologie an der Hochschule für angewandtes Management, Fellow Professor am Lehrstuhl für Strategie und Organisation der TU München und Full Professor für Wirtschaftspsychologie an der Privatuniversität Schloss Seeburg. In seiner Forschung, die er in über 200 Veröffentlichungen dokumentiert hat, beschäftigt er sich insbesondere mit dem systematischen Einfluss von peripheren (und damit entscheidungsirrelevanten) Informationen auf wirtschaftsrelevante Entscheidungsprozesse.