Archiv der Kategorie: Erlebnisse

Gründerinnen im Fokus vom Business Women´s Breakfast

Zum Weltfrauentag lud die Zweite Hamburger Bürgermeisterin Katharina Fegebank gemeinsam mit Emotion-Gründerin Dr. Katarzyna Mol-Wolf zum Business Women´s Breakfast ins Hamburger Rathaus ein. Thema der Runde: „Wie können wir Frauen stärken, Unternehmen zu gründen und am Prozess der Digitalisierung gleichberechtigt mitzuarbeiten?“
Eingeladen waren Frauen aus den unterschiedlichsten Branchen, mit diversen Perspektiven und Erfahrungen zum Thema Gründerinnen. Um so mehr habe ich mich gefreut eine von diesen Frauen zu sein. Geballte Kompetenz tauschte sich in wertschätzender Atmosphäre und in tollem Ambiente aus! Hamburg hat ein super Netzwerk von Frauen, die sich für Chancengleichheit engagieren!
Mehr zum Business Women´s Breakfast finden Sie hier: https://www.emotion.de/leben-arbeit/was-frauen-fordern/katharina-fegebank-es-geht-nur-wenn-frauen-zusammenhalten.

Foto: Caren Detje

Netzwerk Pro Exzellenzia 4.0 beim Senatsempfang Internationaler Frauentag 2019

Am internationalen Frauentag am 8. März 2019, den wir beim Senatsempfang im Hamburger Rathaus verbrachten, wurden vielfältige Themen deutlich, die weiterhin auf unserer aller Agenda stehen. Gender-Stereotype und die damit verbundene Diskriminierung von Frauen sind weiterhin fester Bestandteil von Werbung in den Medien. Dass verdeutlichte Stevie Schmiedel von Pinksstinks in ihrem inspirierenden Vortrag. Hoffnung auf Wandel machte der abschließende Einspieler. Mit dem Musikvideo „Sichtbar sein“ protestieren Hamburger Schülerinnen gegen die Unsichtbarkeit von Mädchen und Frauen in der deutschen Sprache:  https://pinkstinks.de/hamburger-schuelerinnen-protestieren-zum-weltmaedchentag/.

Ebenfalls hoffnungsfroh stimmte, dass sich Jugendliche für Gender und soziale Ungleichheit interessieren und engagieren! Im Rahmen des Projekts „Jugendliche im Parlament“ haben sie sich mit Sexismus befasst und in die Hamburger Politik getragen.

Wir waren in diesem Jahr mit geballter Netzwerk-Power beim Senatsempfang: Die Pro Exzellenzia-Stipendiatinnen und das Pro Exzellenzia-Team haben, mit viel Spaß an Austausch und Networking, gemeinsam einen tollen internationalen Frauentag erlebt. Zu einem der Highlights zählte das gemeinsame Foto mit der Zweiten Bürgermeisterin und Senatorin Katharina Fegebank.

Foto: Claudia Höhne

Unseren Neujahrsempfang!

Am 6. Februar 2019 feierten die Staatsrätin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Dr. Eva Gümbel, Präsidenten, Vize-Präsident*innen und zahlreiche Gleichstellungsvertreter*innen der sieben Hamburger Hochschulen, der Beirat, mit 70 anderen Förder*innen und Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft mit uns in der schönen Bibliothek im Warburg Haus.

Die Staatsrätin Dr. Eva Gümbel würdigte in ihrem Grußwort: „Pro Exzellenzia hat sich zu einem großartigen Unterstützungsnetzwerk für hochqualifizierte Frauen entwickelt: Ehemalige Teilnehmerinnen geben ihre Erfahrungen weiter. Aus Mentees wurden Mentorinnen. Ich danke allen, die sich dafür engagieren, den Frauenanteil in Führungspositionen spürbar zu erhöhen.“ Im Anschluss überreichte die Staatsrätin in einem feierlichen Akt die Abschlusszertifikate an die Pro Exzellenzia-Stipendiatinnen, die aus dem Programm verabschiedet wurden.

Der Impulsvortrag der Networking-Expertin Martina Haas mit dem Titel „Erfolgreiche Rudel durch starke Löwinnen – Nie mehr Chancen verpassen mit der Löwen-Strategie“ zählte zu einem weiteren schönen Beitrag des Abends. Eine der Kernthesen von Martina Haas lautete: „Wir können viel von Löwen und Löwinnen lernen, denn sie setzen auf gemischte Teams mit starken Löwinnen und leben als einzige Großkatzen im Rudel. Das macht sie so stark. Gemischte Teams sind eine riesige Chance.“

In schöner Atmosphäre wurde beim Get-Together gemeinsam auf das neue Jahr angestoßen und sich untereinander vernetzt. Die Stipendiatinnen und Gäste waren begeistert.

Alexandra Wegner, Produktmanagerin u. a. für das Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Verlags Dashöfe: „Ein gelungener Abend voller spannender Gespräche und inspirierender Persönlichkeiten in angenehmer Atmosphäre. Vielen Dank an Pro Exzellenzia, die Referentin Martina Haas und herzlichen Glückwunsch an die Stipendiatinnen!“ Kristina Tröger, Initiatorin und Präsidentin des Clubs europäischer Unternehmerinnen e. V. (CeU) sowie langjähriges Beiratsmitglied von Pro Exzellenzia äußerte sich begeistert: „Herzlichen Glückwunsch, Pro Exzellenzia! Eine wunderbare Veranstaltung für ein großartiges Programm, das man unterstützen muss. Dazu viele hochinteressante Gespräche, nicht zuletzt inspiriert durch den Vortrag der Referentin.“

Foto: Benjamin Hüllenkremer

Als neues Team ins neue Jahr zu starten!

Einige von Ihnen, die mit uns regelmäßig in der letzten Zeit im Austausch standen, haben es bereits mitbekommen. Seit September letzten Jahres ist mit Lina-Josephine Berte das Pro Exzellenzia 4.0-Team um eine Projektassistentin und seit Dezember 2018 um Dr. Nele Gerkens als Projektkoordinatorin reicher. Wir sind auf einem super Weg miteinander, was nicht allein darin liegt, dass wir ähnliche Werte und Ansprüche teilen. Ein wertschätzender Umgang unter- und miteinander und selbstverständlich in der Kommunikation mit allen, mit denen wir im Austausch stehen, zählt ebenso dazu, wie qualitativ hochwertige Arbeitsergebnisse zu erzielen. Mit Herzblut wirken wir nun zu dritt daran mit, Frauen auf ihren Karrierewegen zu begleiten, sie dabei zu unterstützen ihre beruflichen Ziele zu realisieren und Führungspositionen einzunehmen.

Einen Kurzflug mit der Hamburg Aviation WoMen!

Selbstverständlich ist dieses im übertragenen Sinne gemeint. Die Hamburg Aviation WoMen lud mich am 12. Dezember 2018 für das innovative Netzwerkformat „Kurzflüge“ als Referentin mit dem Vortragsimpuls „Karriereentwicklung und -kompetenzen von (jungen) Frauen auf dem Weg in Führungspositionen“ ein. Hamburg Aviation WoMen ist eine der am längsten existierenden Facharbeitsgruppen des Luftfahrtclusters. Sie wurde von Prof. Dr. Monika Bessenrodt-Weberpals, Vorstandsmitglied und Vizepräsidentin der HAW Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, ins Leben gerufen und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.

Insbesondere geht es dem Netzwerk darum, dass mehr Frauen in der spannenden Luftfahrtbranche landen und an Bord bleiben, namentlich weibliche Nachwuchsfach- und -führungskräfte. Fehlende Vorbilder im Elternhaus und im sozialen Umfeld, mangelnde Motivation durch Lehrkräfte im Schulunterricht und vorherrschende Klischees und Vorurteile gegenüber Frauen in technischen Berufen bewirken, dass sich auch heute noch zu wenig Mädchen und junge Frauen für eine Karriere in der Luftfahrtbranche entscheiden. Und diejenigen, die es dennoch tun, haben bisweilen mit massiven Problemen im Studium oder beim Berufseinstieg zu kämpfen.

Neben Mentoring-Angeboten für Studentinnen, Auszubildende und Young Professionals, bietet die Hamburg Aviation WoMen Austausch- und Weiterbildungsformate wie den „Rundflug“ und besagte „Kurzflüge“, um so Nachwuchskräfte aktiv zu unterstützen.

Warum der Erwerb von Karriere- und Führungskompetenzen zu einem frühzeitigen Zeitpunkt basal für die Karriere ist und welche dieser Kompetenzen besonders wichtig, weil erfolgreich, sind, davon handelte mein Impulsvortrags. Entlang der Angebote, Formate und Erfahrungen von und mit Pro Exzellenzia 4.0 verdeutlichte ich, in Verknüpfung mit Best-Practice-Beispielen und eigenen Forschungsergebnissen, wie Frauen in den männerdominierten Technik-Branchen in Führung gelangen (können). Dabei ging ich sowohl auf die Hindernisse als auch die erfolgsversprechenden Strategien und Lösungsansätze ein. Die anschließende, rege Diskussion zeigte, dass mit diesem Angebot Hamburg Aviation WoMen einen Nerv getroffen hat.

Nach einer exklusiven Unternehmensführung mit Blick hinter die Kulissen der Lufthansa Technik Hamburg – vielen herzlichen Dank noch einmal an dieser Stelle von mir für diese interessanten Einblicke (!) – hatten wir bei leckerem Essen Zeit und Raum für weitere Gespräche und Networking. Das war ein spannender Mix, an einem ungewöhnlichen Ort, mit tollen Impulsen und interessanten Gästen.

Mein besonderer Dank geht an die Vize-Präsidentin der HAW Prof. Dr. Monika Bessenrodt-Weberpals, die mich in ihrer Funktion als Beiratsvorsitzende von Pro Exzellenzia 4.0 für den Vortrag vorschlug und einlud. Es war eine tolle Gelegenheit Frauen aus dem Technik-Bereich Pro Exzellenzia 4.0 vorzustellen und mit ihnen über Karriere- und Führungskompetenzen und Erfolgsformate ins Gespräch zu kommen.

Ich möchte mich außerdem bei Maike Klindt, Julia Grosser und Mareile Bösecke von Hamburg Aviation WoMen sowie bei den Mitarbeitenden der Lufthansa Technik, die uns Einblicke in Lufthansa Technik ermöglicht haben, sowie bei allen Teilnehmerinnen für den gemeinsamen Rundflug bedanken!

Wer mehr über Hamburg Aviation WoMen erfahren möchte: https://www.hamburg-aviation.de/#accordion-20391.

Qualifizierung von Migrantinnen: Zweiter Durchgang schloss mit Zertifikat ab!

Im Jahr 2017 ging die neue Programmlinie an den Start, die sich an den Bedarfen von hochqualifizierten Migrantinnen orientiert. Im September 2018 startete der zweite Durchgang. Sieben Teilnehmerinnen eigneten sich in sechs Veranstaltungen Karrierekompetenzen und -strategien im deutschen Wissenschafts- und Wirtschaftssystem an, setzten sich mit interkultureller Kommunikation auseinander, erhielten ein Coaching im selbstbewussten Auftreten und der Präsentation ihrer fachlichen sowie persönlichen Stärken und erfuhren Dos und Don‘ts rund um das Thema Bewerbungen. Feierlicher Abschluss bildete die Zertifizierung der Teilnehmerinnen am 04. Dezember 2018. Es war wieder eine tolle Gruppe, die durch die gemeinsamen Erlebnisse und Prozesse zu einem neuen Netzwerk zusammengewachsen ist. Wir wünschen allen Teilnehmerinnen viel Erfolg und Power für ihre beruflichen Vorhaben!

Eine weitere tolle Veranstaltung „Pro Exzellenzia meets UHH“!

„Geld regiert die Forschungswelt“, so titelte unser zweites Lunchmeeting in diesem Jahr, zu dem wir am 28.11.2018 mit der Gleichstellung der Fakultät Geisteswissenschaften der UHH einluden. Drittmittelakquise ist für (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen zu einem zentralen Thema geworden, da wissenschaftliche Karrieren zunehmend auf der erfolgreichen Einwerbung von Forschungsgeldern aufbauen. Sie zählt inzwischen zur Grundvoraussetzung für die Bewerbung auf und die Bekleidung von Professuren. Doch auch strukturell in geringem Umfang vorhandene Post-Doc-Stellen stellen Nachwuchswissenschaftler*innen vor die Herausforderung, ihre Stellen selbst einzuwerben.

Das Handwerkszeug für die Einwerbung von Drittmitteln stellt somit einen wichtigen Bestandteil der wissenschaftlichen Laufbahn dar und zählt zur ausgewiesenen Expertise von Wissenschaftler*innen.  Umso wichtiger erscheint es, sich zu einem frühen Zeitpunkt der wissenschaftlichen Karriere das entsprechende Knowhow anzueignen.

Dass der Bedarf an Hintergrundwissen zu diesem Themenfeld groß ist, zeigte sich an der ausgebuchten Veranstaltung. Professorin Dr. Sabine Kienitz, Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät Geisteswissenschaften der UHH, verdeutlichte einleitend anhand von Eckpunkten die Relevanz der Drittmitteleinwerbung und moderierte durch die Veranstaltung.

Die mit geballter Expertise zum Thema ausgestattete Expert*innenrunde gab in ihren Kurzbeiträgen wichtige Einblicke und Informationen über mögliche Förderformate sowie über Wege und Strategien einer erfolgreichen Antragstellung.

Dr. Imke Franzmeier, Programmleiterin der Abteilung Wissenschaft & Hochschule der Claussen-Simon-Stiftung, verdeutlichte, dass neben den Hard Facts – wie einem fachlich hervorragenden Exposé, Auslandserfahrungen und Publikationen – die Ziele & Visionen sowie ein selbstbewusstes Auftreten der Bewerber*innen ausschlaggebend für den Erfolg sind. In diesem Punkt, so Dr. Imke Franzmeier, existierten deutliche Geschlechterunterschiede. Frauen seien, so ihre Erfahrung, zu selbstkritisch und würden hinsichtlich ihrer Ziele häufiger als männliche Bewerber undifferenziert auftreten. Die eigenen Visionen und Ziele im Bewerbungsschreiben selbstbewusst und klar zu formulieren, sich mit den fachlichen Expertisen der Jury-Mitglieder zu befassen sowie Unterstützer*innen ins Boot zu holen, zählen zu den Erfolgsfaktoren.

Dr. Elisabeth Hettig, die stellvertretende Leiterin vom Referat Nachwuchsförderung der UHH, führte in das umfassende Angebot für Postdocs an der UHH ein. Das Beratungsangebot zielt auf die nationale Forschungsförderung (DFG, BMBF, VW etc.) ab. Nachwuchswissenschaftler*innen der UHH können sich beraten lassen, welche Forschungsformate zu ihrer beruflichen Phase passen. Darüber hinaus bietet das Referat eine umfangreiche Begleitung bei der Antragstellung an. Voraussetzungen auf dem Weg zur Professur sind, so Dr. Elisabeth Hettig, Lehrerfahrungen, erfolgreiche Drittmitteleinwerbung, Publikationen sowie internationale Erfahrungen.

Auf eine idealtypische wissenschaftliche Biografie, wie sie in diesem Zusammenhang von Dr. Hettig beschrieben wurde, kann Dr. Leena Crasemann vom Kunstgeschichtlichen Seminar zurückblicken. Sie beschrieb sehr persönlich, wie in ihrer wissenschaftlichen Karriere auf eine erfolgreiche Drittmittelantragstellung die nächste folgte. Dabei wies sie auch auf kritische Aspekte hin. Dazu zählen die zeitlichen Überschneidungen zwischen Auslauf einer wissenschaftlichen Drittmittelstelle und Neubeantragung eines neuen Forschungsvorhabens, die nicht immer ohne Zeiten der Arbeitslosigkeit zu bewältigen sind. Für diese Phasen brauche es „ein dickes Fell“ und einen konstruktiven Umgang mit dem „Scheitern“, und zwar mit Situationen, wenn ein Drittmittelantrag nicht bewilligt wird. Sie gab den Teilnehmerinnen aus ihrem Erfahrungsschatz mit auf den Weg: „Nach dem Antrag ist vor dem Antrag!“ Es sei vor allen Dingen wichtig, mit den anderen Antragstellenden nicht in Konkurrenz zu gehen, sondern sich gegenseitig zu unterstützen.

Die Universitätsprofessorin vom Institut für Historische Musikwissenschaften, Professorin Dr. Ivana Rentsch, hielt abschließend ein Plädoyer für die Inhalte. Nur mit dem persönlichen Brennen für die wissenschaftlichen Inhalte sei der Weg prekärer Beschäftigungsverhältnisse in der Wissenschaft gangbar. Anhand einer biografischen Erfahrung, die sie mit großem Humor vortrug, machte sie deutlich, warum und wie die eigenen wissenschaftlichen Inhalte für die Auswahlkommissionsmitglieder, die in der Regel anderen Fachbereichen angehörten, zu übersetzen seien. Denn diese von dem eigenen Forschungsvorhaben zu überzeugen, zählt zu einer zentralen Expertise für die erfolgreiche Drittmittelantragstellung. Ihr Rat an das interessierte Publikum lautet deshalb: Vertreter*innen anderer Fachbereiche abholen, indem Fachfremden die eigenen Inhalte vermittelt werden und sie sich eingebunden fühlen.

Im Anschluss an das Expert*innen-Podium gab es bei Fingerfood und Getränken die Möglichkeit, mit den Expert*innen ins Gespräch zu gehen und individuelle Fragen zu vertiefen. Die Teilnehmerinnen nahmen diese Chance umfassend und bis zur letzten Sekunde der Veranstaltung wahr.

Auch dieses Mal war es wieder eine rundum gelungene Veranstaltung. Unser Dank geht an die Mitgestalterinnen der Fakultät Geisteswissenschaften und dem UHH-Gleichstellungsteam! Wir freuen uns auf die Fortsetzung unseres gemeinsamen Formats in 2019!

Eine tolle Beiratssitzung!

Am 27. September war es wieder soweit: Der Pro Exzellenzia 4.0 Beirat traf sich zu seiner diesjährigen Sitzung. Neu in der Runde begrüßt wurden Claudia Güsken (Vorständin Personal und Betrieb bei der Hamburger Hochbahn AG) und Dr. Hannah König (Leiterin Offshore Wind Technik am Standort Hamburg der EnBW Energie Baden-Württemberg AG). Ein Highlight der diesjährigen Sitzung war die Vorstellung der „Qualifizierung für Migrantinnen“. Die seit 2017 implementierte Programmlinie wurde von Anne-Kathrin Guder und Doris Cornils entwickelt. Hochqualifizierte Migrantinnen nehmen vier Monate pro Jahr an der Qualifizierung teil, deren Inhalte sie bei der Integration in das deutsche Hochschul- und Wirtschaftssystem vorbereiten und unterstützen sollen. Dazu zählen: Karrierestrategien und –wege, interkulturelle Kompetenz, selbstbewusstes Auftreten und Bewerbungsunterlagen. Die Qualifizierung wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Inzwischen läuft der zweite Durchgang, ebenfalls wieder sehr erfolgreich.
Doch was macht diese Qualifizierung für die Teilnehmerinnen wertvoll und erfolgreich? Auf diese Fragen gaben die Teilnehmerin (des ersten Durchgangs) Irina Tebelius und die Trainerin Dr. Stefanie Schönbach-Fuleda den Beiratsmitgliedern Auskunft. (Mehr dazu auch für Sie, liebe Leser*innen, in einem Beitrag von Irina Tebelius in diesem Blog-Letter; siehe ÜBER FRAUEN, DIE ENTSCHEIDEN MEHR ZU WOLLEN). An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Frau Dr. Schönbach-Fuleda und Irina Tebelius für Ihre Mitwirkung und bereichernden Beiträge.
Der Austausch unter den Beiratsmitgliedern war von einer wertschätzenden, angenehmen Atmosphäre geprägt und (wie stets) produktiv. Wir danken allen Beiratsmitgliedern für Ihre Beiträge & Impulse und Ihr Engagement für Pro Exzellenzia 4.0!

Wir sind „Friend of Chefsache“, weil…

ich davon überzeugt bin, dass wir mit Innovation und Vielfalt gemeinschaftlich Chancengleichheit realisieren können“, Doris Cornils, Projektleitung von Pro Exzellenzia 4.0.
https://initiative-chefsache.de/initiative-chefsache/friends-of-chefsache/

Die Initiative „Chefsache. Wandel gestalten – für Frauen und Männer“ ist ein Netzwerk, das sich die Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern auch in Top-Positionen zur Aufgabe gemacht hat. Geschäftsführungsmitglieder und Vorstände von Unternehmen sowie Leiterinnen und Leiter wissenschaftlicher, sozialwirtschaftlicher und öffentlicher Einrichtungen geben neue Impulse für den Kulturwandel in Deutschlands Chefetagen.

Im Jahr 2016 wurde Pro Exzellenzia der Chefsache Award von der Initiative verliehen. Prof. Dr. Isabell M. Welpe, Inhaberin des Lehrstuhls für Strategie und Organisation an der Technische Universität München und als externe Expertin Jurymitglied für den Chefsache Award, begründete die Entscheidung: „Die Initiative Pro Exzellenzia besticht durch die Kooperation mehrerer Institutionen und Akteure und Maßnahmen, welche sowohl finanzielle als auch ideelle Unterstützung gewähren.“
https://initiative-chefsache.de/veranstaltungen/award/chefsache-award-2016/

Als „Friend of Chefsache“, einem Netzwerk aus kleinen und mittleren Unternehmen und Organisationen, die sich der Initiative verbunden fühlen, übernimmt Pro Exzellenzia 4.0 eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft und setzt sich öffentlichkeitswirksam für die Ziele zur Herstellung der Chancengleichheit von Frauen und Männern ein.

Unser Dank geht an die Initiative für die Aufnahme als „Friend“. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit!

Pro Exzellenzia meets Agathe-Lasch-Coaching: Erfolgreich in Berufungsverfahren – als Frau auf Platz 1!

Bei der ersten Pro Exzellenzia meets UHH-Veranstaltung dieses Jahres waren Pro Exzellenzia und das Agathe-Lasch-Coaching-Programm Gastgeberinnen. Thematisch ging es um die Black-Box Berufungsverfahren bei der Bewerbung auf eine Professur. In der Veranstaltung am 19. Juni 2018 wurde für Nachwuchswissen-schaftlerinnen in der Post-Doc-Phase der Deckel der Box gelüftet und Fragen, sowohl zu den rein formalen Abläufen, also auch zu informellen Regeln in Berufungsverfahren, beantwortet.

Die Veranstaltung war komplett ausgebucht. Die Teilnehmerinnen bekamen in einem kompakten Vortrag von Frau Dr. Enke, Wissenschaftscoach, Scienza Berlin, Einblick in zentrale informelle Regeln.  Die Expertin für Berufungsverfahren war zehn Jahre in der Forschung tätig und begleitet heute Frauen und Männer auf ihrem Weg zur Professur. Ihre Expertise teilte sie mit den interessierten Zuhörerinnen, die aus verschiedenen Hamburger Hochschulen zur Veranstaltung an die Universität Hamburg (UHH) gekommen waren. Sie riet den Anwesenden vor allem, sich so gut und umfassend wie möglich zu informieren, bevor sie sich auf eine Professur bewerben. Von der Hierarchie in der Kommission über angemessene Kleidung bis hin zu schwierigen Themen wie Familienplanung, gilt es viele Fragen (schon im Vorfeld) für sich zu klären. Kompetent und gut vorbereitet zu sein, zählt zu einem zentralen Erfolgsfaktor in Berufungsverfahren.

„Das Publikum hört im Vortrag genau hin, ob hier eine engagierte, spannende Hochschullehrerin, eine faire Chefin, jemand mit einem klar abgegrenzten Profil und Drittmitteln redet, die sich vor Ort aktiv einbringen wird und offen ist für Kooperationen, ohne einem auf die Füße zu treten“, zitierte die Referentin die Autorinnen des Buches „Black Box Berufung“, Christine Färber und Ute Riedler. Hier werden die vielfältigen Erwartungen und Anforderungen, die auf die Bewerberinnen zukommen, auf den Punkt gebracht.

Als weiteres Highlight hatten die Teilnehmerinnen die Chance mit Expertinnen aus der Gleichstellung beim Lunchmeeting ins Gespräch zu kommen. Dr. Paschke-Kratzin, Gleichstellungsbeauftragte der UHH, Prof. Dr. Kienitz, Professorin für Volkskunde, Gleichstellungsbeauftragte der geisteswissenschaftlichen Fakultät sowie stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der UHH, Dr. Misall, Leiterin des Berufungsbüros der MIN-Fakultät der UHH sowie die Referentin Dr. Enke standen nun an Stehtischen für Fragen zur Verfügung.

Alle Beteiligten sind sich einig, diese kommunikative Reihe muss fortgesetzt werden! Weiter geht es im Herbst, dann lädt die geisteswissenschaftliche Fakultät gemeinsam mit Pro Exzellenzia zum nächsten Lunch Meeting ein.

Foto: UHH Gleichstellung