Archiv der Kategorie: Erlebnisse

Pro Exzellenzia 4.0-Stipendiatinnen am Limit

Die Corona-Pandemie hat gravierende Auswirkungen auf die Karriere von Wissenschaftlerinnen mit Kindern. Damit ist nicht nur die jüngste Vergangenheit gemeint, sondern auch zukünftig haben sie – so zeigen erste Studien (https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/corona-bedroht-die-karrieren-junger-forscherinnen-16759399.html) – mit Nachteilen zu rechnen. Angesichts der stark zugenommenen Mehrfachbelastungen und den erschwerten Forschungsbedingungen für Wissenschaftler*innen hatten sie in den letzten Monaten weniger, bis keine Zeit, um zu forschen, zu publizieren oder Beiträge einzureichen. Dieses führt für sie zukünftig zu einer geringeren Anzahl von Publikations- und Forschungsanträgen als bei ihren männlichen Kollegen oder kinderlosen Wissenschaftlerinnen und trägt zu Karrierenachteilen bei.

Zahlreiche der Stipendiatinnen von Pro Exzellenzia 4.0 haben Kinder und berichten ganz persönlich von ihren Erfahrungen während der Corona-Pandemie. Sie berichten von Sorgen um ihre Doktorarbeiten, von extremen Belastungen durch die Mehrarbeit, der fehlenden Ruhe und Zeit, die wissenschaftlich-konzentriertes Arbeiten braucht, von körperlich-seelischen Folgen, sowie von ihrem Empören darüber, dass sie sich in eine Aufgaben- und Rollenverteilung der 50er-Jahre zurückversetzt fühlen.

Corona Tagebuch
Ich bin Mutter von zwei Kindern im Kita-Alter und arbeite auf einer 50% Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ich habe in den letzten 3 Monaten so viele Schmerztabletten wie noch nie in meinem Leben genommen und habe einen Hörsturz erlitten. Seitdem leide ich immer wieder an Ohrgeräuschen.
Ähnliches höre ich von Menschen in meinem Umfeld. Ich habe den Eindruck, dass fast niemand (zumindest niemand mit Kindern) in dieser Krise unbeschadet geblieben ist. Freunde meiner Kinder leiden plötzlich an Neurodermitis und es schmerzt mich, meine eigene Tochter melancholisch und traurig zu sehen und nicht ausdrücken zu können, was ihr fehlt.
Neben der offensichtlichen Unvereinbarkeit, 58,5 Arbeitsstunden von meinem Partner und mir an einem Tag zusätzlich zur Hausarbeit und Kinderbetreuung unterzubringen, macht mir vor allem die Tatsache zu schaffen, dass ich mich gerade durch diese Belastung auf einem (beruflichen) Abstellgleis befinde. Ich kann nur die nötigsten operativen Aufgaben meiner Stelle erfüllen. Für visionäre, konzentrierte Arbeit und die Mitarbeit in (neuen) Projekten fehlen mir die Zeit und auch die Kraft. Während meine Kolleg*innen ohne Kinder die Krise als Möglichkeit feiern und sich – zumindest zu Beginn des Lockdowns – in die Entwicklung und Beantragung neuer Projekte zur Auswirkung von Corona auf die Stadt, die Menschen etc. stürzen, schaue ich nur müde zu und verpasse ein Meeting nach dem anderen, um mein Wissen und meine Kompetenzen einbringen zu können. Die Welt scheint von einem Tag auf den anderen zweigeteilt zu sein: in die der Kreativen kinderlosen und die der zu Hause eingesperrten Eltern.

Wissenschaftliches Arbeiten in Zeiten der Corona-Krise mit kleinem Kind
Vor drei Tagen mal wieder ein Zusammentreffen mit einem Mitglied unseres Graduiertenkollegs, er brachte mir meine Kamera zurück, die er in Vor-Corona-Zeiten von mir ausgeliehen hatte. Wir nutzten die Gelegenheit, um uns über die Distanz hinweg wenigstens kurz über „die Lage“ auszutauschen. Er genieße die Ruhe; Corona sei perfekt schwärmte er, um die Dissertation fertigzumachen, er hätte so viel Zeit, wie seit Langem nicht mehr … er plane sie Ende Juli abzugeben. Und bei dir…? Er wirkt erholt wie nach einem Yoga-Retreat. Während man ihm natürlich gratuliert, hat man Angst vor der Gegenfrage, denn was ich von meinem Alltag als alleinerziehende Wissenschaftlerin mit einem dreijährigen Sohn berichten könnte, ist ein Lagebericht von der Front, der den Leuten normalerweise eher ein peinlich berührtes Kopfnicken entlockt. Und die das „social distancing“ zwischen uns in eine reale soziale Distanz verwandelt. Denn die Realität ist: Ich komme seit Wochen zu nichts, ich habe überhaupt keine Zeit und ich habe keine Perspektive, wann sich das wieder ändert. Eine lang vorbereitete Konferenz in Großbritannien – natürlich abgesagt. Eine Deadline für eine wichtige dissertationsrelevante Publikation, die frau sich mühsam organisiert hatte – unter den Umständen unmöglich zu halten. Die Zeit, die mir ein Abschlussstipendium schenken sollte – zerrinnt mir unter den Fingern. Ich habe das Gefühl, vor lauter Alltagsmanagement den Kontakt zu meinen Inhalten zu verlieren. Eigentlich forsche ich zum Zusammenhang zwischen Körper, Bewegung und Politik – und seit den Kitaschließungen ist dieser Zusammenhang ganz anders relevant und topaktuell geworden und ich sitze buchstäblich zu Hause fest. In einer Hausfrauenrealität der 50er Jahre: Ich koche, wasche, betreue mein Kind. Ich versuche, dem Kleinen beizubringen, warum er seine Freunde in der Kita nicht mehr sehen kann, indem ich mit ihm ein Coronavirus aus Papier bastele. Ich versuche, ihm die fehlenden Spielpartner zu ersetzen und kann es natürlich doch nicht. Die größte Kraftanstrengung ist, ihn meine Erschöpfung und Frustration nicht spüren zu lassen. Wir machen schöne Ausflüge, damit wir die Zeit sinnvoll nutzen können, aber trotzdem spüre ich auch, dass es eine Flucht vor dem Gefühl ist, dass mein Hirn jeden Tag schrumpft. In den Abenden, wenn er dann schläft, bin ich erschöpft und versuche, meine Kollegin in Brasilien zu erreichen, die als queere Person in einem Pandemie-geplagten Land unter Bolsonaro überleben muss. Wenn ich mich nachts noch mal aufraffe, stelle ich nach fünf Seiten englischer wissenschaftlicher Fachliteratur fest, dass ich zwar eifrig anstreiche, aber diese Punkte schon zwei Seiten weiter wieder vergessen habe und nicht wirklich weiß, wann ich diese verstreuten Krümel wissenschaftlicher Praxis jemals in einem konzentrierten Schreibprozess versammeln soll. Und jetzt aber ab ins Bett, denn um 6 Uhr steht der Kleine wieder auf der Matte. Dieser Zustand ist nur mit viel Galgenhumor und im Kapitulationsmodus zu ertragen.

Es geht eben gerade (fast) nichts, das ist die ehrliche Antwort. „Und anderweitige Kinderbetreuung“, fragt er nach, „du bist doch sonst immer so gut organisiert?“ Wie soll man ihm erklären, dass ein mühsam austariertes System einfach kollabiert ist. Die Babysitterin ist Asthmatikerin und außerdem im 7 Monat schwanger, natürlich will frau sie nicht gefährden… Und Notbetreuung, – ja seit letzter Woche für ein paar Stunden, da gehe ich einkaufen, damit der Kleine im Supermarkt nicht alles anfasst, beseitige das gröbste Chaos zu Hause, koche vor, damit was da ist, wenn der Kleine aus der Kita kommt, und hab dann noch eine Stunde, um die wichtigsten Mail zu beantworten und meinen Student*innen online zur Verfügung zu stehen. Versuche, die Panik zu verarbeiten, die die letzte Mailboxnachricht meiner Doktormutter ausgelöst hat: „Wie es denn aussähe mit dem Zeitplan für die Diss, die Uni bekäme ja einen neuen Präsidenten, das könne sich negativ auf den Fortgang …“.

Er wirkt irgendwie schockiert. Er könne ja mal für mich einkaufen gehen. Ich mache einen Witz und versuche Stärke und Leichtigkeit auszustrahlen. Die Wahrheit ist: Wir sitzen nicht im gleichen Boot. Diese Krise macht uns ungleich und es wird sich nicht substanziell etwas ändern, solange Care-Arbeit nicht als gesellschaftlich-relevante Arbeit anerkannt wird.

Was diese Krise mit mir, meiner Psyche und meinem Körper gemacht hat
Die ersten fünf Wochen der Schul- und Kita-Schließung habe ich praktisch alleine auf unsere Kinder aufgepasst! Mein Mann ist zu dieser Vollzeit arbeiten gegangen. Ich habe nahezu nichts für meine Promotion machen können, denn Homeoffice mit drei noch vergleichsweise kleinen Kindern ist vollkommen unmöglich und geht komplett an der Realität vorbei. Die ersten Wochen konnte ich mich noch von Woche zu Woche motivieren und habe mir gesagt, ich schaffe das. Dies gelang mir irgendwann nicht mehr. Ich fühlte mich vollkommen allein gelassen und perspektivlos. Gleichzeitig wurde ich immer wütender, dass insbesondere Frauen so in die Abhängigkeit gedrängt werden.

Die Situation entspannte sich nicht, neben den sowieso schon zahlreichen Haushaltsaufgaben, wuchs der Druck auch noch meinem ältesten Kind irgendwie die sich anhäufenden Schulaufgaben überhaupt bereitzustellen und die Aufgabenstellung zu vermitteln. Ein interessantes Unterfangen, wenn man nebenbei auch noch zwei Kinder im Kindergarten bzw. Krippenalter versorgt und versucht zumindest die zwingend notwendigen administrativen Aufgaben der Promotion zu erledigen. Aber normalerweise leisten diese Arbeit ja mindestens drei Menschen in voller Erwerbstätigkeit. Ich konnte nicht mehr, täglich bin ich mindestens einmal in Tränen ausgebrochen und wusste nicht mehr, wie es weitergehen soll. Nachts bin ich aufgewacht und hatte Atemnot. Das Ganze hatte natürlich einen massiven Einfluss auf die gesamte Stimmung in der Familie. Ich konnte nicht mehr zum zwanzigsten Mal alles geduldig erklären, dafür fehlte mir einfach die Kraft.

Ich und wir alle brauchten dringend eine Lösung. Ich haderte lange damit, ob wir nun wirklich Notbetreuungsbedarf haben. Denn in all den schönen Briefen der Schule und Kita dankten immer nur alle, wie toll es ist, dass wir alle so solidarisch sind und unsere Kinder zu Hause betreuen. Doch gleichzeitig stieg in mir die Wut über meine Situation. Ich schrieb also der Kita-Leitung, ob meine beiden kleinen Kinder nicht wenigstens tageweise kommen könnten. Uns wurde sehr aufgeschlossen begegnet und es war nicht die kleinste Diskussion notwendig, nachdem wir unsere Situation geschildert hatten. Von nun an kehrte etwas Entspannung ein. Auch mein großes Kind geht mittlerweile in die Notbetreuung in der Schule. Ich habe mir meine Zeit für meine Promotion zurückgefordert. Was bleibt, ist eine große Wut auf das familienpolitische Versagen unserer Regierung. Ich bin fassungslos darüber, dass es billigend in Kauf genommen wird, dass reihenweise junge Frauen in die emotionale und finanzielle Abhängigkeit geschickt werden.

Mir geht es, seitdem ich wieder regelmäßig arbeiten gehe, viel besser, die nächtliche Atemnot ist verschwunden. Wahnsinn was diese Krise mit mir, meiner Psyche und meinem Körper gemacht hat.

Es bleibt weder Raum noch Zeit für konzentriertes, wissenschaftliches Arbeiten
Insbesondere die Schulschließungen und die Schließung der HCU für u. a. Gastwissenschaftler*innen haben massiven Einfluss auf meine Arbeit und meinen Arbeitsfortschritt. Der Einfluss der Krise auf meine Arbeit war zunächst massiv. Infolge der zahlreichen, superkurzfristigen und meinen Alltag einschneidenden Veränderungen und Beschränkungen zur Bewältigung der Pandemie habe ich den Überblick verloren. Erst nach einer ersten telefonischen Beratung bei Pro Exzellenzia 4.0, konnte ich die Situation überhaupt wieder erfassen und wieder in die Selbstwirksamkeit kommen. Ich habe meine großen, komplexen Ziele für dieses Jahr in kleinere zerlegt und/oder neu definiert. Und da sich auch meine bereits akquirierten Forschungspartner krisenbedingt zurückgezogen haben, habe ich auch meine Arbeits- und Forschungsmethoden der Situation angepasst. Durch die Schulschließungen und vor allem durch die Verlagerung des Großteiles der Arbeit der Lehrer*innen auf die Eltern, bleibt mein Arbeitsfortschritt dennoch weit hinter dem gewohnten und geplanten. Bei gleichzeitigem Homeschooling und dem Mehraufwand für den Haushalt infolge unserer dauerhaften Anwesenheit bleiben weder ausreichend Raum noch Zeit und Ruhe für konzentriertes, wissenschaftliches Arbeiten. Das bedaure ich sehr, da sich mein Stipendium auf dieses Jahr begrenzt und mir einige der Grundlagen, die ich für den weiteren Verlauf meiner Postdoc-Phase erarbeiten wollte, fehlen werden.

Aus den kleineren oder neu definierten Zielen und Projekten zeichnen sich aber erste Erfolgssprösslinge ab: Ich habe erfolgreich an zwei Calls teilgenommen und kann so in der zweiten Jahreshälfte an meiner wissenschaftlichen Sichtbarkeit und meinem Netzwerk arbeiten. Und ein neu aufgegleistes Thema steht nun auch in den Startlöchern. Die Ergebnisse dieser zaghaften Teilerfolge werden allerdings erst im Herbst vorliegen. Die Konferenz, zu der ich eingeladen bin, wird erst im Dezember stattfinden. Entsprechend kann ich die Ernte dieser Sprosse nicht mehr während der Laufzeit des Stipendiums einfahren.

Das gleiche gilt für meine ursprünglich geplante Forschungsarbeit, die durch den krisenbedingten Rückzug der Partner brachliegt. In den letzten Tagen ist es mir gelungen, die ersten wieder aus ihrer Deckung zu locken. So kann auch dieses Vorhaben langsam wieder Fahrt aufnehmen – mit Ergebnissen ist allerdings auch hier frühestens zum Jahresende zu rechnen. Sollte das Homeschooling auch im nächsten Schuljahr fortgesetzt werden, wird sich insbesondere die Auswertung der Feldforschungen womöglich noch länger hinziehen.

Foto: Pixabay

Pro Exzellenzia 4.0 ist online!

Ab in die Online-Formate-Welt – das war eigentlich für einen späteren Zeitpunkt geplant. Nun hat uns die Corona-Pandemie, wie alle anderen auch, da förmlich hinein geschuppst. Also hieß es Kompetenzen wie Agilität, Flexibilität, Digital Leadership, VUCA, Social Media etc. anwenden, fehlende aneignen und umsetzen.
Das ist Lina-Josephine Berte und mir schnell gelungen. Bereits ab „Corona-Homeoffice-Woche zwei“ waren Coachings und die Bewerbungsberatung in Online-Formate übersetzt und alle darüber informiert. Tools prüfen, Lizenzen erwerben, die Teilnehmerinnen nach ihren zeitlichen Voraussetzungen und Umsetzungsmöglichkeiten (vor allem, jene mit Kindern) befragen, mit Behörden und Trainerinnen sprechen, Lösungen für andere Evaluationsformate finden und sooo vieles mehr.

Als Projektleiterin war da aber auch noch der Gedanke und die Frage: Was können wir jetzt für unsere Pro Exzellenzia-Community tun? Was brauchen unsere Teilnehmerinnen in diesen herausfordernden Zeiten?

Herausgekommen ist ein neues Konzept, das sich aus drei verschiedenen Angeboten zusammensetzt. Das erste Angebot „telefonische Beratung in außergewöhnlichen Zeiten“ besteht seit dem 15. April. Pro Exzellenzianerinnen und die, die es werden wollen, können sich mit ihren individuellen Anliegen, die aus der augenblicklichen Situation resultieren, in der offenen Telefonberatung an mich wenden. Ob es um Herausforderungen im Homeoffice geht, um die Sicherung vom Arbeitsplatz, ob alleinerziehend, nach Strategien aufgrund der fehlenden Kinderbetreuung suchend, wenn sich die Promotion in Homeoffice als größere Herausforderung zeigt, als angenommen oder Informationen über Beratungsstellen gebraucht werden … .

Erste O-Töne von Teilnehmerinnen:

  • „Ich habe zu Beginn der Woche 4 der Corona bedingten Veränderungen die virtuelle Beratung von und mit Doris Cornils in Anspruch genommen. Dank ihrer Fähigkeit den Einfluss, welchen die gesellschaftlichen Einschnitte zur Abflachung der Infektionskurve auf meine Lebens- und auf meine berufliche Situation haben, schnell und umfassend sehen und reflektieren zu können, konnte Doris Cornils mir binnen 60 Minuten wieder zur Handlungsfähigkeit verhelfen. Da diese Veränderungen sehr plötzlich eintraten, konnte ich nur noch situationsbedingt reagieren, hatte aber den Überblick verloren und damit auch die Möglichkeit die Gesamtsituation wieder in den Griff zu bekommen und konstruktiv zu sein.“
  • „Aufgrund einer aktuell etwas frustrierenden Phase der Stellensuche habe ich die telefonische Beratung in außergewöhnlichen Zeiten von Pro Exzellenzia in Anspruch genommen. Frau Cornils hat mir sehr aufmerksam zugehört, als ich meine aktuelle Situation und Problematik geschildert habe. Durch Zuspruch und positive Fallbeispiele konnte Sie mir neuen Mut geben, dass auch ich noch den passenden Job finde. Ich fühle mich dadurch ermutigt, meine Bewerbungen weiter voranzutreiben und habe aus dem Gespräch schon einige Tipps mitgenommen, wie ich in der Zukunft die Recherche nach passenden Stellenangeboten und meine Unterlagen noch weiter optimieren kann. Als nächsten Schritt haben wir einen Termin in der offiziellen Bewerbungsberatung vereinbart, in dem wir noch konkreter meine Bewerbungsunterlagen sowie Ideen für ein strategisches Networking besprechen werden.“
  • „Die Auswahlkommission war sich einig, alle drei haben mich auf Platz 1 gesetzt, so hat man mir gestern telefonisch versichert. (…) Für Deine Beratung und die kurzfristige telefonische Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch möchte ich Dir nochmals herzlich danken! Diese habe ich wie gesagt als große Unterstützung erlebt und bin mir sicher, dass Deine Tipps zu meinem Erfolg bei dieser Bewerbung beigetragen haben.“

Die telefonische Sprechstunde steht Ratsuchenden jeden Mittwoch von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr und jeden Freitag von 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr zur Verfügung.
Weitere Infos hier: https://pro-exzellenzia.de/bewerbungsberatung/

Alle Informationen zur den Jubiläumsveranstaltungen sind in einem Beitrag am Ende des Blog-Letters in einer Übersicht zusammengefasst.

Unsere Workshops haben wir bis zum Sommer alle auf Webinar-Angebote umgestellt. Damit verbunden finden sie nicht mehr achtstündig, sondern an zwei Tagen zu je vier Stunden statt. Anmeldungen und weitere Infos finden Sie hier: https://pro-exzellenzia.de/kuenftige-workshops/

Unsere Stipendiatinnen.

Am 21. Januar 2020 war es soweit: Wir trafen uns mit den ausscheidenden sowie mit den neu ins Projekt eintretenden Stipendiatinnen von Pro Exzellenzia 4.0. Welch eine geballte wissenschaftliche Exzellenz. Beeindruckend!
Folgende Stipendiatinnen wurden von uns allen mit einem lachenden (neue Perspektiven und Wege tun sich für sie auf) und einem weinenden Auge (die gemeinsame Zeit hat uns miteinander verbunden) verabschiedet, da ihr Stipendium im Jahr 2019 endete: Nicola Torke (Hochschule für bildende Künste Hamburg), Katharina Saß und Charlotte Ruhmlieb (beide Universität Hamburg/UHH), Pia Preißler (Hochschule für Musik und Theater Hamburg/HfMT), Pia Preißler (HafenCityUniversität/HCU), Dr. Ann Christin Parplys (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf/UKE) und Jana Voth (Hochschule für Angewandte Wissenschaft Hamburg/HAW). Wir wünschen allen Stipendiatinnen auf diesem Wege noch einmal alles Gute und freuen uns, wenn wir Euch zur feierlichen Zertifikatsvergabe am 17. November 2020 im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung „Network o fand for women – Pro Exzellenzia 4.0 & LaKoG“ wiedersehen.
Neu als Stipendiatinnen im Programm sind: Constanze Schmidt und Dr. Kirsten David (beide HCU), Dr. Sonia Singh (UKE), Dr. Özge Alacam (UHH), Aigerim Seilova (HfMT), Anna Tautfest (HfBK), Lisa Taplick (HAW) und Susanne Kröncke (UHH). Gemeinsam mit Lisa Michel (HAW), Elisabeth Rech (HCU), Narjes Jalali (HSU), Viviane Silva Teixeira (TUHH), Stefanie Kaul und Asma Sikander (beide HAW) – deren Stipendium weiterläuft – sind zurzeit 14 exzellente Stipendiatinnen bei Pro Exzellenzia 4.0.
Im Anschluss gab es noch einen Umtrunk und eine kleine Abschiedsfeier von der Projektkoordinatorin Nele Gerkens, die das Projekt Anfang des Jahres verlassen hat. Wir danken für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihr für die berufliche Neuorientierung alles Gute!

Unseren Jubiläumsauftakt mit der Zweiten Bürgermeisterin, Gleichstellungs- und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank.

Eröffnet wurde der Abend mit einer Begrüßungsrede durch die Projektleitung Doris Cornils, in der sie allen ehemaligen und derzeitigen Unterstützer*innen, Macher*innen und Begleiter*innen auf dem Weg von zehn Jahren Pro Exzellenzia dankte. Ein Highlight des Abends war das wertschätzende Grußwort der Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank. „Pro Exzellenzia hat sich in den vergangenen zehn Jahren zum bundesweiten Vorbild in der Förderung von Frauen für Führungspositionen entwickelt. Über Stipendien, Netzwerkprogramme und Workshops werden die zahlreichen hervorragend qualifizierten Frauen in Hamburg bei ihrer Karriereplanung in den unterschiedlichsten Fachgebieten bereits frühzeitig unterstützt. Von ihrer Expertise profitieren Unternehmen, Hochschulen und die Gesellschaft nachhaltig. Ich danke den Verantwortlichen von Pro Exzellenzia herzlich für diesen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung von Frauen in Hamburg – Happy Birthday und weiterhin viel Erfolg!“

Dass das Engagement für mehr Frauen in Führung auch zukünftig von großer Relevanz ist, verdeutlichte Prof. Barbara Schwarze, Hochschule Osnabrück, in ihrem Festvortrag „Let´s go digital! Karrieren für Frauen in digitalen Zeiten“. Sie belegte anhand zahlreicher Studien, dass mit der Digitalisierung der Arbeitswelt neue Herausforderungen für die Karrieren von Frauen verbunden sind.  Prof. Barbara Schwarze ist Soziologin und seit 2007 Professorin für Gender und Diversity Studies an der Hochschule Osnabrück. Außerdem ist sie Vorsitzende des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit und Mitglied in zahlreichen Organisationen u. a. des Präsidiums der Initiative D21. Die Initiative D21 legt den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Chancengleichheit in der digitalen Gesellschaft.

Jelena Dabic, eine ehemalige Stipendiatin von Pro Exzellenzia, und ihre Kollegin Lin Chen begleiteten den Abend musikalisch. Jelena Dabic ist Komponistin, Konzertdesignerin und künstlerische Leiterin des Silkroad Festivals. Lin Chen ist Schlagzeugerin und Performerin. Jelena Dabic und Lin Chen arbeiten seit vielen Jahren, unter anderem beim Silkroad Festival zusammen. Beim Silkroad-Festival werden alte Musiktraditionen und Volksinstrumente der Seidenstraße mit neuen musikalischen Elementen verbunden. Aus dem Silkroad Repertoire hörten die Gäste, das von Jelena Dabic für die Besetzung komponierte Stück „silk-road-reloaded“ sowie das chinesische Volkslied „Spring in Pamir“, das von den beiden Musikerinnen bearbeitet wurde. Die beiden Musikerinnen nahmen uns mit auf eine wundervolle Reise auf die Seidenstraße und verzauberten uns mit ihren Klängen.

Eine wunder-volle Überraschung kam zum Schluss vom offiziellen Teils des Abends. Die aktuelle Stipendiatin Narjes Jalali hat eine Torte gezaubert, von der jede*r annahm, sie käme aus der edelsten Konditorei. Diese überreichte sie, gemeinsam mit der Stipendiatin Charlotte Ruhmlieb der Projektleitung Doris Cornils. Beide bedankten sich im Namen aller Stipendiatinnen für die Unterstützung und Begleitung durch das Projektteam und sprachen ihre Glückwünsche zu 10 Jahren Pro Exzellenzia aus.

Die Gäste des Abends, darunter Präsidien der Hamburger Hochschulen, Vertreter*innen der ESF-Behörde und der BWFG, Stipendiatinnen, Beiratsmitgliedern, Trainerinnen, Gleichstellungsbeauftragten und –referentinnen, Teilnehmerinnen und viele weitere aus dem Netzwerk von Pro Exzellenzia, feierten bei köstlichem Essen, Geburtstagstorte und Getränken im Foyer vom Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe.

Danke an ALLE, die diesen Abend zu dem gemacht haben was er war: Ein tolles und würdiges Fest für 10 Jahre Pro Exzellenzia!

Zweite Bürgermeisterin und Wissenschafts- und Gleichstellungssentorin Katharina Fegebank mit den Präsidien der HAW, HCU, HfMT und HSU
Zweite Bürgermeisterin und Wissenschafts- und Gleichstellungssentorin Katharina Fegebank mit Burkhard Strunk (ESF-Leitung) und Martin Mahn (Geschäftsführer Hamburg Innovation GmbH, Projektträger von Pro Exzellenzia)
Zweite Bürgermeisterin und Wissenschafts- und Gleichstellungssentorin Katharina Fegebank mit Pro Exzellenzia-Beiratsmitgliedern
Grußwort der Zweiten Bürgermeisterin und Wissenschafts- und Gleichstellungssentorin Katharina Fegebank
Begrüßung durch Doris Cornils
Festvortrag Prof. Barbara Schwarze
Jelena Dabic und Lin Chen

Networking, Austausch, Gespräche…
Anschneiden der Geburtstagstorte
Gute und unterhaltsame Gespräche, fröhliche Stimmung

Alle Fotos: Frank Krems

Pressestimmen und Gratulationen:

Social Media für Wissenschaftlerinnen

Social Media für Wissenschaftlerinnen zählte 2019 zu einem unserer Fokusthemen. Die Sichtbarkeit in den sozialen Medien ist für Wissenschaftlerinnen sehr wichtig und wird immer bedeutsamer. Allein die Nachfrage nach dem Workshop „Digitales Selbstmarketing und Social Media für Wissenschaftlerinnen“ mit der Trainerin Susanne Geu, dem Lunchmeeting „Follow me! – Soziale Medien im Kontext wissenschaftlicher Karrieren“ in der Reihe „Pro Exzellenzia meets UHH“ und dem Vortragsabend mit Tijen Onaran „Social Media: Selfieshow oder Selbstpositionierung“ hat gezeigt: Es gibt großen Informations- und Austauschbedarf! Auf den Veranstaltungen wurde deutlich: Es existieren zahlreiche Fragen und Unsicherheiten im Umgang mit den sozialen Medien.

Beim Lunchmeeting „Follow Me!“, das dieses Mal mit den Kooperationspartnerinnen der UHH MIN stattfand,[1] hatten wir tolle Expertinnen aus der Wissenschaft mit an Bord, die dem Publikum von ihren Erfahrungen berichteten und an ihren Expertisen teilhaben ließen. Kira Oster, die Social Media Redakteurin der UHH, führte in ihrem Impulsvortrag mit einer Übersicht über Social-Media-Kanäle, ihre Reichweite und Nutzungsmöglichkeiten für Wissenschaftlerinnen ein und gab den Zuhörerinnen abschießend Dos and Don´ts mit auf den Weg. Prof. Dr. Dorota Koziej (Physik) und Samantha Lutz (Kulturwissenschaften) berichteten von ihren persönlichen Erfahrungen wie sie als Wissenschaftlerinnen die sozialen Medien nutzen und betonten wie wichtig es ist als Wissenschaftlerin die eigene Expertise in den entsprechenden Kanälen wie Twitter, LinkedIn etc. sichtbar zu machen. Zu den zentralen Diskussionsfragen im Forum zählten: Wie gelingt eine Abgrenzung zwischen Privatperson und Wissenschaftsrolle? Wie kann eine Profilbildung (Selbstpositionierung) erfolgen? Was sind „gute“ Posts? …und andere mehr.
Die Frauen hatten die Chance sich während der Veranstaltung via Social Media untereinander sowie mit den Expertinnen und Veranstalterinnen zu vernetzen. Im anschließenden Lunchmeeting wurde begeistern geplauscht, beraten und vernetzt. Eine wirklich schöne und inspirierende Veranstaltung für alle!

Inhaltlich und atmosphärisch wundervoll war auch die Veranstaltung mit Tijen Onaran in Kooperation mit der Brigitte Academy im Warburghaus am 23. November. Mit Tijen Onaran haben wir eine bekannte Social-Media-Expertin, Autorin, Speakerin und Unternehmerin gewonnen. Sie ist eine Macherin und bewegt Themen, Menschen und Projekte. Sie hat unter anderem Global Digital Women ins Leben gerufen, ein Netzwerk, dass sich für die Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen in der Digitalbranche engagiert.
Der Titel des Vortrags „Social Media: Selfie-Show oder Selbstpositionierung?“ verdeutlicht es bereits: Wohl kaum ein anderes Thema wirkt so stark polarisierend wie Social Media. Auf der einen Seite gibt es Menschen, die digitale Abstinenz praktizieren, auf der anderen Seite Influencer*innen, die Produkte und Dienstleistungen via Social Media vertreiben und weitere, die sich über die Kanäle inszenieren. Doch Social Media ist mehr: Es ist auch ein zentrales Vernetzungs- und Kommunikationstool der Gegenwart, mit einer stetig wachsenden Bedeutsamkeit für die berufliche Karriere. Für Wissenschaftlerinnen geht es um die Nutzung sozialer Medien wie beispielsweise Twitter zwecks Austauschs und dem Erhalt aktueller Informationen über Tagungen und Publikationen aus der Wissenschaftscommunity sowie und vor allem um Sichtbarmachung ihrer Expertisen. Im Zentrum steht deshalb, so Tijen Onaran, das Personal Branding. Dieses gilt es Step by Step entlang von drei Fragen aufzubauen: 1. Was ist Dein Ziel? 2. Was macht Dich einzigartig? 3. Wie kommunizierst Du Deine Personal Brand? Es ist wichtig, so Tijen Onaran, eine eigene Position zu entwickeln und aktiv zu vertreten, die authentisch ist. Das Brand muss aber auch zum Medium passen, deshalb geht es darum den für die eigenen Ziele passenden Kanal zu wählen. Während beispielsweise LinkedIn sich anbietet, wenn es um internationale Sichtbarkeit und Vernetzung geht, haben Twitter und Instagram andere Schwerpunkte, so die Expertin. Schlussendlich gibt es in der Social-Media-Welt Dos (Themensettings konsequent etablieren) und Don´ts (politische Statements) – und mit diesen schloss Tijen ihren spannenden und inhaltsvollen Vortrag ab.

In einem persönlichen Gespräch, dass Doris Cornils anschließend mit Tijen Onaran auf der Bühne führte, erfuhren die Zuhörerinnen wie Tijen Onaran selbst als Social Media-Expertin agiert, wie sie ihre Akkus auftankt und warum sie niemals etwas Privates postet, aber dennoch ihre Hunde, die ein sehr wichtiger Bestandteil in ihrem Leben sind, in den sozialen Medien zu sehen sind und sogar eigene Accounts haben. Ich gebe an dieser Stelle offen zu: Ich bin nicht nur inhaltlich, sondern auch auf der menschlichen Ebene Tijen-Fan. Sie ist eine großartige Frau, die Großes vollbringt! Danke für diesen wundervollen Abend!

Unser Dank geht auch an die Brigitte Academy. Wir hatten das große Glück, dass sie als Medienpartnerin an unsere Seite war. Die wundervolle Anissa hat den Abend via Social Media über Instagram begleitet. Vielen lieben Dank an Anissa an dieser Stelle!
Pro Exzellenzia hatte an diesem Abend Instagram-Taufe: Wir sind jetzt also nicht nur auf Twitter, sondern auch auf Instagram aktiv. Sollten Sie mit uns noch nicht dort vernetzt sein, dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme!

[1] Danke an Euch, liebe Christina und liebe Sophia für die super Zusammenarbeit; sowie an Sebastian von CLCCs für Deine Unterstützung!

Quelle Foto: Pro Exzellenzia 4.0

Mit Feuer und Flamme für Frauen in Führung.

Die Entstehungsgeschichte dieses neuen Formats ist wundervoll, denn sie basiert auf persönlicher Sympathie unter Frauen und dem gemeinsamen Wunsch etwas Neues für Frauen anzubieten. In kreativen Gesprächen entwickelten Isabel Brandner, Dagmar Adamczewski und Doris Cornils das neue Format „Mit Feuer und Flamme für Frauen in Führung“. In der Winterzeit laden die Universität Hamburg Marketing GmbH und das Hamburger Abendblatt im Rahmen des Weiterbildungsprogramms „Weiterkommen“ gemeinsam mit Pro Exzellenzia 4.0 zu zwei Abenden am virtuellen Kaminfeuer ein, an denen ein Vortrag und der persönliche Austausch im Mittelpunkt stehen.

Unseren Auftakt am 28.11.2019 dürfen wir als Bestätigung für das neue Format auffassen: Wir waren gut besucht, die Atmosphäre war locker und angenehm, es kamen viele interessante Diskussionsfragen auf, die Teilnehmerinnen haben sich miteinander und ihre Visitenkarten ausgetauscht und wir bekamen viele positive Rückmeldungen. Also (viel) mehr geht nicht! In ihrem Vortrag „Bits. Byts. Gender. Impulse für eine geschlechtergerechte digitale Transformation“ ging Doris Cornils auf die aktuellen Herausforderungen im Zuge der digitalen Transformation ein. An Beispielen verdeutlichte sie, warum es für die Zukunft unserer Arbeits- und Lebenswelt von großer Bedeutsamkeit ist, dass wir die digitale Transformation, allen voran die Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI), im Sinne einer geschlechtergerechten und von Vielfalt geprägten Welt aktiv mitgestalten. Der Vortrag regte eine interessante Diskussion und Reflexion des eigenen Handelns und der Mitgestaltungsmöglichkeiten an. Im Anschluss an den Vortrag wurden die Gespräche bei alkoholfreiem Glühwein (köstlich) und leckerem Weihnachtsgebäck (ebenfalls lecker) fortgesetzt, wild genetzwerkt und gelacht.

Bei der zweiten Veranstaltung im Winter 2019/2020 von „Mit Feuer und Flamme für Frauen in Führung“ am 25.2.2019 wird es um „Körper & Macht. Die Kunst der Körpersprache“ gehen. Er findet wieder in tollen und wunderschön dekorierten Räumen statt. Wo? Das erfahren Sie nach der Anmeldung: https://pro-exzellenzia.de/event/feuer-und-flamme-fuer-frauen-in-fuehrung-2020/.

Foto: Pro Exzellenzia 4.0

Zertifizierung des dritten Durchgangs der Qualifizierung für Migrantinnen am 3. Dezember 2019.

Wenn wir auf die Anfänge zurückblicken, sahen wir uns im Jahr 2017 einer großen Herausforderung gegenüber diese neu konzipierte Programmlinie für die Zielgruppe bekannt zu machen. Wir haben über das Programm vielfach informiert und es zahlreichen potenziellen Netzwerk- und Kooperationspartner*innen vorgestellt. Nun, drei Jahre später, erfreut es uns, dass die Qualifizierung für Migrantinnen von Jahr zu Jahr mehr Teilnehmerinnen zu verzeichnen hat, die Qualität und Mehrgewinne sich im Netzwerk herumsprechen und inzwischen die dritte Gruppe erfolgreich zertifiziert wurde. Und auch in diesem Jahr zeigte sich, dass die Teilnehmerinnen von dem Mix aus Coaching und Beratung vielfach profitiert haben und dass der Austausch und die gegenseitige Unterstützung innerhalb der Gruppe von großem Gewinn für sie waren.

Wir gratulieren zum erfolgreichen Abschluss!

Foto: Pro Exzellenzia 4.0

Sisterhood im Netzwerk Pro Exzellenzia 4.0

Networking bedeutet für uns, sich auf Augenhöhe und mit Wertschätzung zu begegnen, auszutauschen, sich gegenseitig zu inspirieren, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und auf destruktive Macht- und Neidspiele zu verzichten. Denn Frauen haben sich bereits viel zu lange zu wenig unterstützt und stehen sich nach wie vor viel zu häufig als „freundliche Feindinnen“ (Dr. Peter Modler) gegenüber und gönnen der Anderen nicht den Erfolg.
Es ist wunderbar befreiend und für alle konstruktiv, wenn Frauen es schaffen sich von dieser Form dunkler Machtspiele und den damit verbundenen und verinnerlichten Verhaltensweisen des Geschlechterstereotyps der „Zicke“, des „Zickenkrieges“, somit von verbitterten Konkurrenzkämpfen unter Frauen zu verabschieden und sich wohlwollend gegenseitig positiv zu bestärken und zu unterstützen.

Pro Exzellenzia 4.0 ist auf der einen Seite in zahlreichen Netzwerken vertreten und mit Kooperationspartner*innen im Austausch, ist aber auch selbst zu einem Netzwerk geworden. Einem Netzwerk, in den Frauen sich geschlechterstereotypes Verhalten bewusst machen. Einem, in den Frauen sich uns anvertrauen und wir gemeinsam ein Stück des Weges gehen, auf dem wir sie unterstützend begleiten. Ein Netzwerk von Frauen, die sich gegenseitig unterstützen und ihre Erfolge gegenseitig anerkennen und darüber freuen: Sisterhood im besten Sinne.
Wir schätzen uns sehr froh und glücklich und danken an dieser Stelle allen Frauen und auch jenen Männern (die bereits Teil unseres Netzwerkes geworden sind), die diesen Spirit mit uns teilen und mit denen wir uns gemeinsam für eine Gesellschaft engagieren, in der Chancengleichheit selbstverständlich ist!

Hamburg Innovation Summit 2019

Wie vielleicht einige, aber nicht alle von Ihnen wissen ist Hamburg Innovation GmbH der Projektträger von Pro Exzellenzia. Gemeinsam gehen wir seit fast zehn Jahren gemeinsam den Weg Frauen in Führung zu bringen. Auch in diesem Jahr hat unser Projektträger, gemeinsam mit der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation und der Hamburgischen Investitions- und Förderbank zum „Summit“ eingeladen – und ich kann nur sagen „es war inspirierend, lebendig und hat mich begeistert!“ So geht Innovation!

Orte und Atmosphäre sind bekanntlich für eine gute Veranstaltung maßgeblich. Die Hamburger Fischhallen sind ja per se schon einladend, großzügig und an der Elbe genial gelegen. Die Veranstalter*innen haben das mit Gestaltung der Location, den Angeboten, dem Service und den vielschichtigen Sessions (von dem klassischen Podiumsgespräch, über Ausstellungsstände, bis hin zu innovativen Workshops auf Schiffen(!) u. v. m.) mit Lebendigkeit und Herzlichkeit versehen. Dass es sich für die Stadt um ein bedeutsames Event handelt, lässt sich an den Namen der Referent*innen und Gäste wie dem Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank, Präsidenten und Vizepräsident*innen der sieben Hamburger Hochschulen erkennen, um nur einige bekannte Politik- und Wissenschaftsvertreter*innen der Hansestadt zu nennen.

Neue Formate, neue Impulse, dafür stand die gesamte Veranstaltung. Und das ist ihnen aus meiner Perspektive und dem, was ich erlebt habe, gelungen. Junge Startups gaben Einblicke in ihre Arbeit, mit Virtual-Reality-Brillen konnten die Besucher*innen neueste Forschungswelten betreten, in den Vorträgen und Podien gab es Diskussionen und Fallbeispiele über New Work, agiles Arbeiten, künstliche Intelligenz etc. Ich habe die Möglichkeit wahrgenommen an einer der Workshop-Sessions zu New Work teilzunehmen. In einer Atmosphäre aus Offenheit und gegenseitigem Interesse an Begegnungen und Austausch haben wir uns in Kleingruppen mit der Frage beschäftigt, wie wir in Zukunft arbeiten wollen. Ein neues New Work-Gruppenarbeitsinstrument kennenzulernen, war ebenfalls eine Bereicherung.
Mein Fazit über den Hamburg Innovation Summit 2019: Eine rundum gelungene Veranstaltung mit vielen Impressionen und toller Stimmung. Hier muss (!) sich jede*r Besucher*in wohl gefühlt haben! Ich komme auf jeden Fall gerne wieder.
https://hamburg-innovation-summit.de/

Gründerinnen im Fokus vom Business Women´s Breakfast

Zum Weltfrauentag lud die Zweite Hamburger Bürgermeisterin Katharina Fegebank gemeinsam mit Emotion-Gründerin Dr. Katarzyna Mol-Wolf zum Business Women´s Breakfast ins Hamburger Rathaus ein. Thema der Runde: „Wie können wir Frauen stärken, Unternehmen zu gründen und am Prozess der Digitalisierung gleichberechtigt mitzuarbeiten?“
Eingeladen waren Frauen aus den unterschiedlichsten Branchen, mit diversen Perspektiven und Erfahrungen zum Thema Gründerinnen. Um so mehr habe ich mich gefreut eine von diesen Frauen zu sein. Geballte Kompetenz tauschte sich in wertschätzender Atmosphäre und in tollem Ambiente aus! Hamburg hat ein super Netzwerk von Frauen, die sich für Chancengleichheit engagieren!
Mehr zum Business Women´s Breakfast finden Sie hier: https://www.emotion.de/leben-arbeit/was-frauen-fordern/katharina-fegebank-es-geht-nur-wenn-frauen-zusammenhalten.

Foto: Caren Detje