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Wir sind „Friend of Chefsache“, weil…

ich davon überzeugt bin, dass wir mit Innovation und Vielfalt gemeinschaftlich Chancengleichheit realisieren können“, Doris Cornils, Projektleitung von Pro Exzellenzia 4.0.
https://initiative-chefsache.de/initiative-chefsache/friends-of-chefsache/

Die Initiative „Chefsache. Wandel gestalten – für Frauen und Männer“ ist ein Netzwerk, das sich die Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern auch in Top-Positionen zur Aufgabe gemacht hat. Geschäftsführungsmitglieder und Vorstände von Unternehmen sowie Leiterinnen und Leiter wissenschaftlicher, sozialwirtschaftlicher und öffentlicher Einrichtungen geben neue Impulse für den Kulturwandel in Deutschlands Chefetagen.

Im Jahr 2016 wurde Pro Exzellenzia der Chefsache Award von der Initiative verliehen. Prof. Dr. Isabell M. Welpe, Inhaberin des Lehrstuhls für Strategie und Organisation an der Technische Universität München und als externe Expertin Jurymitglied für den Chefsache Award, begründete die Entscheidung: „Die Initiative Pro Exzellenzia besticht durch die Kooperation mehrerer Institutionen und Akteure und Maßnahmen, welche sowohl finanzielle als auch ideelle Unterstützung gewähren.“
https://initiative-chefsache.de/veranstaltungen/award/chefsache-award-2016/

Als „Friend of Chefsache“, einem Netzwerk aus kleinen und mittleren Unternehmen und Organisationen, die sich der Initiative verbunden fühlen, übernimmt Pro Exzellenzia 4.0 eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft und setzt sich öffentlichkeitswirksam für die Ziele zur Herstellung der Chancengleichheit von Frauen und Männern ein.

Unser Dank geht an die Initiative für die Aufnahme als „Friend“. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit!

Erfolgreich wie die Löwen!

„Die Löwen-Strategie“ Buchbesprechung und Verlosung eines Exemplares – handsigniert von der Autorin Martina Haas.

Ob ihr Sozialverhalten im Rudel, ihre Effizienz oder Fokussierung – wir können von Löwen und Löwinnen viel lernen, so die Kernaussage des Buches „Die Löwen-Strategie“, in der die Autorin Martina Haas Strategien und Weisheiten der Löwen verrät, die wir für unser Leben nutzen können. Diese anmutigen und wirkungsvollen Tiere – die Könige und Königinnen der Tierwelt – leben uns vor, wie wir in vier Stunden am Tag so viel erreichen können, wie andere am ganzen Tag.

Doch beginnen wir mit der Frage, die Martina Haas ihren Expert*innen – Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik – in der sog. Löwen-Lounge, die jedes Kapitel abrundet, stellt: „Was verbinden Sie mit Löwen?“, liebe Leser*innen.

Bilder und Metaphern sprechen uns bekanntlich mehr an als Worte. Sofort kommen uns bei dieser Frage Bilder in den Kopf und Gefühle in den Bauch. Brüllen wie ein Löwe! Laut sein, erhaben, Aufmerksamkeit auf sich ziehen, machtvoll wirken, faulenzen, dösen… und vieles mehr.

Martina Haas führt uns in viele Bereiche des Löwenlebens ein und gibt uns mit ihrem geballten Wissen Strategien und Anregungen an die Hand, wie unser berufliches und privates Leben leichter gelingen und wir unsere Ziele realisieren können.

In der „Löwen-Kommunikation“ erfahren wir wie Kommunikation zielgerichtet besser gelingen kann, warum „aktives Zuhören“ einen großen Mehrwert hat sowie welche Killer und Booster in der Kommunikation existieren. Wie ein souveräner Auftritt für starke Wirkung sorgt, können wir ebenfalls von den Löwen lernen. Dazu zählt selbstverständlich eine majestätische Körpersprache, ein ansprechendes, angenehmes Äußeres und sog. Booster der Selbstdarstellung, um nur einige Aspekte an dieser Stelle zu nennen.

Löwen leben und jagen im Rudel bzw. sie ruhen und jagen im Rudel. Während die weiblichen Löwinnen, auf die Jagd gehen (weil sie die geschickteren Jäger*innen sind) sowie die jüngeren Tiere in die Jagd einführen; passen andere Löwinnen und die männlichen Löwen auf den Nachwuchs auf. Von dieser gut funktionierenden Zusammenarbeit können wir eine Menge lernen, wenn es um souveräne Führung, Teams und Gemeinschaftssinn geht.

Gemeinschaftssinn bildet wie unzählige andere Werte, die Grundlage menschlichen Handels, denen die Autorin ein eigenes Kapitel widmet, denn „Werte definieren Sinn und Erfolg“. Die „Sehnsucht nach Sinn“ ist den Menschen zu eigen. Diese Suche verweist auf die Frage nach den eigenen Werten, die wiederum die Grundlage für unseren Erfolg darstellen. Ob individuell oder kollektiv: Die Frage nach den Werten, die unser Leben bestimmen, zählt zu einer zentralen.

Ebenso verhält es sich mit der Frage nach dem Glück, der die Autorin an zwei Stellen im Buch Raum gibt. Menschen betrachten Glück sehr unterschiedlich, so auch das was sie glücklich macht; wie wir unter anderem in der Löwen-Lounge erfahren. Hier schließt sich der Kreis zum vorherigen: Hängen doch beide, Werte und Glück, eng zusammen, wie uns Martina Haas veranschaulicht.

Von Glück können die Löwinnen nicht reden, wenn acht von zehn Jagden erfolglos bleiben. Vielmehr stehen Erfolge häufig mit Frustrationstoleranz, aber auch Risikobereitschaft und Chancenkompetenz in Verbindung.

Aber auch mit Innovationsbereitschaft und Networking, d. h. Neues in die Welt zu bringen und kooperative Zusammenarbeit! Wussten Sie, dass es unterschiedliche Innovationsformen gibt? Oder was eine Innovationskompetenz bzw. ein Innovationsturbo ist? Nein? Dann sollten sie dieses Buch lesen!
Die Networkingexpertin Martina Haas („Crash-Kurs Networking“, erschienen im C.H. Beck-Verlag) gibt uns im abschließenden Kapitel Profi-Tipps für erfolgreiches Networking und verrät wie wir uns „Vernetzungskompetenz“ aneignen können.

Das umfassende Portfolio an Themen, Tipps, Wissen, Expert*inneninterviews, Perspektiven, Anregungen und persönlichen Anekdoten die Martina Haas den Leser*innen mit „Die Löwen-Strategie“ auf den Weg gibt, ist beeindruckt. Überzeugen Sie sich selbst!

Über die Autorin
Martina Haas ist Speakerin, Autorin, Expertin für Networking & Kommunikation. Ich hatte bereits mehrfach das Vergnügen mich persönlich mit der Autorin auszutauschen, was ich stets als große Bereicherung empfand. Nicht nur Ihr Schreibstil, auch der persönliche Austausch ist von Innovationskraft, Offenheit, Wertschätzung und dem Netzwerkgedanken geprägt. An dieser Stelle danke ich Martina Haas sehr herzlich für Ihre Unterstützung in Wort und Tat!
Mehr über Martina Haas auf ihrer Homepage: www.martinahaas.com.

„Die Löwen-Strategie“ gewinnen!
Gewinnen Sie eine von der Autorin Martina Haas handsignierte Ausgabe von „Die Löwen-Strategie“! Schreiben Sie eine E-Mail an pro-exzellenzia [at] hamburg-innovation [dot] de mit dem Stichwort „Löwen-Strategie“, um an der Verlosung teilzunehmen. Einsendeschluss ist der 03. August 2018! Viel Glück!

„Da draußen gibt es bestimmt viele Frauen, die sich wünschen, so eine hervorragende Möglichkeit zu erhalten“ – ein Dankesbrief

Liebe Frau Cornils,

ich möchte heute meine Freunde und Dankbarkeit über das Stipendium-Programm von Pro Exzellenzia zum Ausdruck bringen, da es mich unglaublich glücklich macht, dass ich diese großartige Chance bekommen habe. Nicht nur die finanzielle Begleitung von diesem Programm bringt mich in meiner Promotionsphase voran, sondern auch die dazu angebotenen Workshops.  Bevor ich die ersten Erfahrungen mit den Workshops gemacht habe, hatte ich den Gedanken, dass solche Workshops bei der sehr zeitintensiven Arbeit für die Promotion, eine extrem zeitraubende Aktion sein könnten. Nun, nachdem ich die ersten Erfahrungen in vier Workshops sammeln dürfte, muss ich Ihnen vom Herzen mitteilen, dass mir die in den Workshops vermittelten Karriere- und Führungskompetenz bereits extrem geholfen haben.  Sie bringen mich sowohl bei meiner persönlichen Entwicklung, als auch bei der Fortsetzung meiner Arbeit enorm weiter.

Sich als eine Frau mit Migrationshintergrund im Fachbereich Elektrotechnik einen Platz zu schaffen, ist eine lange Reise, braucht viel Mut und intensive Arbeit. Mittlerweile kann ich dabei von der Unterstützung von Pro Exzellenzia nicht mehr absehen. Neben der finanziellen Unterstützung und den Workshops fasziniert mich auch das Qualifizierungsprogramm für Migrantinnen von Pro Exzellenzia. Als Frau mit Migrationshintergrund, die Karriereleiter hochzuklettern, ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Aber mit Hilfe vom sehr gut durchdachtem Programm von Pro Exzellenzia fühle ich mich Schritt für Schritt mehr und besser auf die Karrierewelt vorbereitet.

Da draußen gibt es bestimmt viele Frauen, die sich wünschen, so eine hervorragende Möglichkeit zu erhalten, um ihre Fähigkeiten zu erweitern und das nicht nur im wissenschaftlichen Bereich, sondern auch bei ihrer persönlichen Entwicklung durch die Workshops und Coachingtermine. Genau das wünsche ich anderen Frauen auch und hoffe sehr, dass dieses Programm irgendwann vielleicht in gesamt Deutschland angeboten wird. Dabei würde ich dieses Projekt sehr gerne unterstützen, dass auch andere Frauen in Deutschland diese Chance erhalten können.

Total gespannt auf die Antworten, die ich auf meine Fragen im Bereichen Karriere und Management zukünftig in den von Pro Exzellenzia angebotenen Workshops bekommen werde, konzentriere ich mich für heute weiter auf meine Doktorarbeit.

Herzliche Grüße und mit großem Dank!

Ihre Narjes Jalali

Pro Exzellenzia 4.0 hat mich in meiner Entwicklung vom „fleißigen Bienchen“ zur selbstständig agierenden Wissenschaftlerin enorm unterstützt!

Dr. Ann Christin Parplys ist promovierte Biologin und seit 01.09.2017 Pro Exzellenzia-Stipendiatin. Aus ihrer persönlichen Perspektive erzählt sie von dem Mehrwert ihres Stipendiums und der Teilnahme an den Qualifizierungsangeboten von Pro Exzellenzia. Welche Führungs-, Karrieretools und -kompetenzen sie beruflich und persönlich bereichert haben und warum, lesen Sie in diesem Beitrag von Dr. Ann Christin Parplys und Doris Cornils.

Pro Exzellenzia 4.0 hat sich positiv auf meine berufliche und persönliche Entwicklung ausgewirkt!
Im Rahmen des Programms Pro Exzellenzia 4.0 bin ich seit September 2017 Stipendiatin. Ich habe seitdem an sehr interessanten Workshops, Coachings und Vortragsveranstaltungen teilgenommen. Die Workshops und die dort vermittelten Inhalte, der Austausch mit Frauen aus unterschiedlichen Fachrichtungen und nicht zuletzt die Beratungstermine bei meiner Coach haben sich äußerst positiv auf meine berufliche und persönliche Entwicklung ausgewirkt.

Vorher: „Fleißiges Bienchen“
In meiner Zeit als Post-Doktorandin, vor der Zeit bei Pro Exzellenzia, beschreibe ich mich rückblickend als eine von vielen „fleißigen Bienchen“, die viel Zeit mit der Planung, Durchführung und Analyse von Experimenten verbrachte. Alles Aufgaben einer Wissenschaftlerin und ohne Zweifel eine Grundvoraussetzung für eine gute wissenschaftliche Karriere. Doch je weiter es die Karriereleiter hinauf geht, desto mehr ändern sich auch die Aufgaben. Mehr und mehr kommen Planung und Betreuung von Master- und Doktorarbeiten dazu. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin Forschungsvorhaben zu beantragen sowie Forschungsergebnisse zu publizieren und auf Fachtagungen zu präsentieren.

Erwerb karriere- und führungsrelevanter Kompetenzen bei Pro Exzellenzia
Mit den neuen Aufgaben und Anforderungen werden neue Kompetenzen gefordert, die wenig mit den vermittelten Inhalten während des Studiums zu tun haben. Kompetenzen wie gutes Zeitmanagement, Präsentationskompetenz, Delegationskompetenz, Entscheidungsstärke und Empathie. Alles Kompetenzen, die meiner Meinung nach unerlässlich für gutes Führungspersonal sind. Pro Exzellenzia deckt mit dem Angebot an Workshop einen Großteil der notwendigen Kompetenzen ab. Bereits nach dem ersten Workshop bei Pro Exzellenzia habe ich gemerkt wie wertvoll, die vermittelten Inhalte sind und musste feststellen, dass ich diesen Teil meiner beruflichen Entwicklung bisher eher intuitiv als professionell angegangen bin.

Wertvolle Zeitmanagement-Tools
Im Workshop „Zeitmanagement“ wurde mir beispielsweise die McKinsey-Strategie vorgestellt und ich habe gelernt, dass ich mit einer einfachen Rechnung, die Planung für Projekte besser vorbereiten kann. Aktuell arbeite ich an der Veröffentlichung von Forschungsdaten. Ich konnte für die Planung dieser Arbeit bereits von der McKinsey Methode profitieren. Seitdem plane ich meine schriftlichen Arbeiten noch langfristiger. Darüber hinaus organisiere ich seit dem Workshop auch zeitnahe Projekte neu. Ich starte wöchentlich mit einer To-Do Liste und arbeite mit der Zeitmanagement-Matrix, um meine Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit zu sortieren. Zudem habe ich eine morgentliche Routine eingeführt, um die anstehenden beruflichen und familiären Aufgaben des Tages zu sortieren und dem Wohlbefinden aller Familienmitglieder anzupassen. Ich habe gelernt Zeitfresser besser zu erkennen und ihnen auszuweichen.

Karriere- und Familienkonzept verknüpfen lernen
Im Workshop „Karriereleiter: Steigeisen für den gesunden Aufstieg“ habe ich gelernt mir mehr Freiräume, Raum für Entscheidungsmöglichkeiten und Handlungsspielräume zu schaffen. Ich habe mitgenommen, dass die beruflichen Ziele eng verknüpft sind mit dem Lebenskonzept bzw. Familienkonzept. Ich konnte für mich ein Zeit- und Lebenskonzept erarbeiten, das die Bedürfnisse meiner Familie und die Anforderungen an meinen Beruf vereint. Außerdem habe ich gelernt, dass es zur Kompetenz einer Führungsperson gehört Aufgaben besser zu strukturieren und zu delegieren.

Präsenz durch die eigene Stimme erzeugen
Eine meiner Aufgaben ist es wissenschaftliche Daten auf Fachtagungen zu präsentieren, aber auch im beruflichen Alltag gehören Vorträge und Beiträge in Diskussionen dazu. Der Workshop „Im Brustton der Überzeugung- Atem-Stimme-Sprechen-Überzeugender Auftritt“ habe ich die Regler der Stimme kennengelernt und viel Übungen mit nach Hause genommen, mit denen man langfristig die eigene Stimme modulieren kann.

Neue Wege gehen: Forschung, Vermarktung und Gründung
Ob mein Forschungsvorhaben das Potenzial hat als Produkt auf dem Markt zu gehen, wie eine Gründung verläuft und ob ich das Zeug zu einer Unternehmerin habe? Mit diesen Fragen bin ich in den Workshop, „Habe ich das Zeug zur Unternehmerin“ gegangen. Dort habe ich erlernt was eine Gründer*innen-Persönlichkeit ausmacht und was eine unternehmerische Haltung ist. Ich habe viel über das Gründungskonzept und den Businessplan erfahren. Insgesamt hat mir der Workshop aber auch die Augen geöffnet, mutiger zu werden und zu überlegen, in welchen Bereichen ich mich zusätzlich positionieren könnte.

Mikropolitik – richtungsweisend und einflussnehmend!
Der Workshop „Machtspiele durchschauen – Mit mikropolitischer Kompetenz die Karriere gestalten“ hat insgesamt den größten Einfluss auf meine berufliche Entwicklung genommen. Hierarchische Strukturen zu erkennen, Machtkonstellationen besser zu durchschauen und selber mikropolitisch zu agieren, halte ich für sehr wichtige Aspekte. Insbesondere dann, wenn es um die Entwicklung der eigenen Karriere in einem von Männern dominierten Berufsfeld geht. Es ist wichtig viel zu hinterfragen und die Strukturen im Unternehmen zu durchleuchten, sich ein gutes Netzwerk zu schaffen und seine eigene Sichtbarkeit zu erhöhen.

Pro Exzellenzia öffnet ihr Netzwerk und sorgt für Öffentlichkeit
Pro Exzellenzia hat mich in Sachen Sichtbarkeit und Netzwerken sehr unterstützt. Durch den Beitrag in der Zeitschrift „Hamburg Woman“ (s. Link unten) erhielt meine Forschungsarbeit sehr viel Aufmerksamkeit und ich ausgesprochen positives Feedback. Das hat mir einmalmehr verdeutlicht wie wichtig meine Forschung für die Gesellschaft ist und vor allem welches Potenzial dahintersteckt.

Nachher: eine selbständig agierende und selbstbewusstere Wissenschaftlerin
Insgesamt habe ich mir durch die Workshops eine Vielzahl an Softskills aus den Bereichen Führung und Karriere angeeignet und wende sie täglich im privaten und beruflichen Alltag an. Inner- und außerhalb vom UKE bin ich seitdem besser vernetzt und mit meiner Expertise sichtbarer.  Vor allem aber hat mich Pro Exzellenzia in meiner Entwicklung vom fleißigen Bienchen zur selbstständig agierenden Wissenschaftlerin enorm unterstützt und mir die Wertigkeit meiner Person und meiner Arbeit bewusst gemacht. Dafür mein großes Dankeschön!

Zur Person
Dr. Ann Christin Parplys forscht am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) an einer neuen Methode zur individualisierten Krebstherapie. Sie lebt mit ihrem Mann und den gemeinsamen zwei Kindern in Alter von einem und drei Jahren in Hamburg.

Weiteres über die interessante Forschung von Dr. Parplys und zu ihrer Person finden Sie in dem Beitrag „Karriere und Familie – beides bitte!“ in der Online-Ausgabe der Zeitschrift Hamburg Woman: http://hamburgwoman.de/karriere-und-familie-beides-bitte/

 

Pro Exzellenzia meets Agathe-Lasch-Coaching: Erfolgreich in Berufungsverfahren – als Frau auf Platz 1!

Bei der ersten Pro Exzellenzia meets UHH-Veranstaltung dieses Jahres waren Pro Exzellenzia und das Agathe-Lasch-Coaching-Programm Gastgeberinnen. Thematisch ging es um die Black-Box Berufungsverfahren bei der Bewerbung auf eine Professur. In der Veranstaltung am 19. Juni 2018 wurde für Nachwuchswissen-schaftlerinnen in der Post-Doc-Phase der Deckel der Box gelüftet und Fragen, sowohl zu den rein formalen Abläufen, also auch zu informellen Regeln in Berufungsverfahren, beantwortet.

Die Veranstaltung war komplett ausgebucht. Die Teilnehmerinnen bekamen in einem kompakten Vortrag von Frau Dr. Enke, Wissenschaftscoach, Scienza Berlin, Einblick in zentrale informelle Regeln.  Die Expertin für Berufungsverfahren war zehn Jahre in der Forschung tätig und begleitet heute Frauen und Männer auf ihrem Weg zur Professur. Ihre Expertise teilte sie mit den interessierten Zuhörerinnen, die aus verschiedenen Hamburger Hochschulen zur Veranstaltung an die Universität Hamburg (UHH) gekommen waren. Sie riet den Anwesenden vor allem, sich so gut und umfassend wie möglich zu informieren, bevor sie sich auf eine Professur bewerben. Von der Hierarchie in der Kommission über angemessene Kleidung bis hin zu schwierigen Themen wie Familienplanung, gilt es viele Fragen (schon im Vorfeld) für sich zu klären. Kompetent und gut vorbereitet zu sein, zählt zu einem zentralen Erfolgsfaktor in Berufungsverfahren.

„Das Publikum hört im Vortrag genau hin, ob hier eine engagierte, spannende Hochschullehrerin, eine faire Chefin, jemand mit einem klar abgegrenzten Profil und Drittmitteln redet, die sich vor Ort aktiv einbringen wird und offen ist für Kooperationen, ohne einem auf die Füße zu treten“, zitierte die Referentin die Autorinnen des Buches „Black Box Berufung“, Christine Färber und Ute Riedler. Hier werden die vielfältigen Erwartungen und Anforderungen, die auf die Bewerberinnen zukommen, auf den Punkt gebracht.

Als weiteres Highlight hatten die Teilnehmerinnen die Chance mit Expertinnen aus der Gleichstellung beim Lunchmeeting ins Gespräch zu kommen. Dr. Paschke-Kratzin, Gleichstellungsbeauftragte der UHH, Prof. Dr. Kienitz, Professorin für Volkskunde, Gleichstellungsbeauftragte der geisteswissenschaftlichen Fakultät sowie stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der UHH, Dr. Misall, Leiterin des Berufungsbüros der MIN-Fakultät der UHH sowie die Referentin Dr. Enke standen nun an Stehtischen für Fragen zur Verfügung.

Alle Beteiligten sind sich einig, diese kommunikative Reihe muss fortgesetzt werden! Weiter geht es im Herbst, dann lädt die geisteswissenschaftliche Fakultät gemeinsam mit Pro Exzellenzia zum nächsten Lunch Meeting ein.

Foto: UHH Gleichstellung

Inspiration pur! Prof. Matthias Spörrles Vortrag „Unconscious Bias — Was ist es und gibt es Chancen auf Heilung?“

Die ersten Gäste nehmen im Spiegelsaal Platz.
Foto: Benjamin Hüllenkremer

Prof. Matthias Spörrles Vortrag „Unconscious Bias — Was ist es und gibt es Chancen auf Heilung?“ am 16. Mai 2018 im Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe war ein voller Erfolg – und das in mehrfacher Hinsicht!

Unbewusste Vorurteile prägen das Denken und Handeln von Menschen seit jeher, so Prof. Spörrle. Er bezeichnet sie als Denkabkürzungen, die von Menschen gewählt werden, um effizient zu Entscheidungen zu gelangen. Diese Abkürzungen basieren in starker Weise auf kulturellen Assoziationserfahrungen. Prof. Spörrle verdeutlichte am Beispiel der Auswahl von Bewerber*innen, dass die gesammelten Informationen, die zur Entscheidungsfindung führen, keinesfalls immer oder überwiegend auf objektiven oder vorurteilsfreien Kriterien beruhen. Betritt eine Person den Raum, die bei der für die Personalentscheidung verantwortlichen Person die spontane Assoziation „unsympathisch“ auslöst – weil sie beispielsweise an jemanden aus Kindertagen erinnert, nämlich an jenes Kind, „das einen im Kindergarten Sand essen ließ“, so der Referent – wird sie dieser Person eher solche Fragen stellen, die diese nicht beantworten kann bzw. bei denen sie ins Straucheln kommt. Anders herum gilt: Bei Menschen, die die Assoziation „mag ich“ hervorrufen, wird häufiger bei Fragen verweilt, die das Gegenüber beantworten können. Ein scheinbar objektives Verfahren wie ein Personalgespräch wird so schnell von Vorurteilen überformt. Ein hoch standardisiertes Personalgespräch kann hier eine Verbesserung darstellen.

Menschen präferieren Denkabkürzungen. So zum Beispiel die Präferenz nach Ähnlichkeiten. Dadurch wird anschaulich, warum im Top-Management oder in den Vorständen Männer gerne unter sich bleiben: Die Führungsgruppe wird nach Ähnlichkeiten ausgewählt und zusammengesetzt. Bei diesen Prozessen spielen neben der Ähnlichkeitspräferenz auch Stereotype, im Sinne einer unbewussten Information zwecks Denkabkürzung zur Entscheidungsfindung, eine zentrale Rolle. „Führungskraft = groß“ zählt zu einem solchen unbewussten Vorurteil, wie Prof. Spörrle an verschiedenen Beispielen verdeutlichte.

Anhand sogenannter „kognitiver Karten“ veranschaulichte der Referent sehr eindrucksvoll, dass die Vorstellung über eine „typische Frau“ auf einer Landkarte weit entfernt von dem liegt, was mit einer „Karriere-Frau“ assoziiert wird. Bei Männern hingegen liegen die Vorstellungen von einem „typischen Mann“ und dem Typus „Karriere-Mann“ sehr nahe beieinander. D. h. Frauen haben es allein aufgrund der unbewussten Vorurteile wesentlich schwerer in einer Führungsposition anerkannt zu werden.

Anhand zahlreicher weiterer, mit Humor vorgetragener Beispiele, machte Prof. Spörrle deutlich, wie Alter, Geschlecht, Ethnie, Körpergröße etc. zwar eine schnelle Entscheidungsfindung ermöglichen – und damit auch entlastend wirken – aber gleichzeitig suboptimal sind, weil beispielsweise Vielfalt in Unternehmen nicht umgesetzt wird.

Welche Chancen auf Heilung sich aus dieser Gemengelage ergeben, damit schloss der Referent seinen hochinformativen und gleichsam sehr unterhaltsamen Vortrag ab. Klare Strukturvorgaben (wie z. B. Quoten), die Verantwortung durch und für Systemgestaltung sowie Bewusstwerdung über die Funktion und das Wissen über Stereotype, zählen zu den zentralen Ansatzpunkten.

Die anschließende Diskussion mit den Gästen im voll besetzten Saal war hoch interessant und der Referent Prof. Spörrle inhaltlich und rhetorisch brillant – eine Inspiration pur!

Eine tolle und auf ganzer Linie gelungene Veranstaltung, für die wir uns bei dem Referenten, den Gästen und allen Mitwirkenden herzlich bedanken!

Matthias Spörrle ist Professor im Fachbereich Wirtschaftspsychologie an der Hochschule für angewandtes Management, Fellow Professor am Lehrstuhl für Strategie und Organisation der TU München und Full Professor für Wirtschaftspsychologie an der Privatuniversität Schloss Seeburg. In seiner Forschung, die er in über 200 Veröffentlichungen dokumentiert hat, beschäftigt er sich insbesondere mit dem systematischen Einfluss von peripheren (und damit entscheidungsirrelevanten) Informationen auf wirtschaftsrelevante Entscheidungsprozesse.

In der Unternehmenskultur muss (Gender) Diversity als strategischer Prozess verankert sein

Claudia Güsken, Vorständin Personal und Betrieb der Hamburger Hochbahn AG
Quelle: Hamburger Hochbahn AG

Claudia Güsken, Vorständin des Ressorts Personal und Betrieb der Hamburger Hochbahn AG, ist neues Beiratsmitglied von Pro Exzellenzia! Warum es für die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führung zentral ist, dass Gender Diversity in der Kultur von Organisationen verankert ist, welche Karrierestrategien und Führungsthemen uns in Zukunft beschäftigen und welche Ziele Claudia Güsken mit ihrem Engagement als Beiratsmitglied von Pro Exzellenzia verfolgt – das verrät sie uns in diesem exklusiven Interview.

Pro Exzellenzia: Liebe Frau Güsken, wir freuen uns ausgesprochen, dass Sie den Beirat von Pro Exzellenzia mit Ihrer Expertise und Perspektive bereichern. Sie sind seit September 2017 Vorständin Personal und Betrieb bei der Hamburger Hochbahn AG. Wie war Ihr Werdegang in diese Top-Managementfunktion?

Claudia Güsken: Nach meiner Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau und Tätigkeit als Bilanzbuchhalterin in verschiedenen Unternehmen war ich rund zehn Jahre in leitenden Positionen bei Lufthansa CityLine, zunächst im Finanzbereich und zuletzt etwa fünf Jahre als Personalleiterin. Im Anschluss habe ich rund fünf Jahre als Dataport-Vorstand den Bereich Ressourcen (Finanzen, Personal, Einkauf, interne IT und Services) verantwortet und in diesem Zuge die Gestaltung der personalpolitischen Arbeits- und Rahmenbedingungen von etwa 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorangetrieben. Dataport ist der Informations- und Kommunikationsdienstleister für die öffentliche Verwaltung in sechs Bundesländern. 2017 wechselte ich zur Hamburger Hochbahn AG als Vorständin für das Ressort Personal und Betrieb.

Pro Exzellenzia: Gab es Karrierestrategien von denen sie heute sagen würden, dass sie besonders hilfreich für den Aufstieg waren?

Claudia Güsken: Am Anfang meiner Laufbahn hatte ich keine explizite Karrierestrategie. Ich wusste aber sehr früh, dass ich „mehr“ will und das hieß für mich: Gestalten, Einfluss nehmen, Verantwortung tragen, gute Führung leben u.a. – das alles in attraktiven Unternehmen und auch die Konditionen spielten eine Rolle. Das im Blick hatte ich immer viel Freude an meinen jeweiligen Aufgaben, war aber auch offen für Veränderungen – sowohl fachlich als auch in Bezug auf die Branche. Ich habe mich schon immer über den Tellerrand meiner eigentlichen Verantwortungsbereiche eingebracht, Gelegenheiten genutzt, laut zu sagen was ich erreichen möchte, und Wechsel forciert, wenn ich mich weiterentwickeln wollte. Dabei war ich aber nie „verbissen“ auf ein bestimmtes Karriereziel festgelegt, sondern habe mit einer gewissen Gelassenheit immer Schritt für Schritt gemacht.

Pro Exzellenzia: Was raten Sie Frauen, die einen Aufstieg ins Top-Management anstreben?

Claudia Güsken: Natürlich müssen Frauen den Aufstieg selbst wollen und bereit sein, den dafür notwendigen Einsatz zu bringen. Dazu gehört auch, dass sie ihre Ziele gegenüber ihren Führungskräften klar formulieren. Gleichzeitig ist eine Vernetzung innerhalb und außerhalb ihres Unternehmens wichtig, sowohl in Frauen- als auch in gemischten Netzwerken. Dort müssen sie ebenfalls deutlich machen, wohin sie beruflich streben. Schließlich können Mentorinnen und Mentoren bei der beruflichen Entwicklung sehr hilfreich sein.

Pro Exzellenzia: Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrem Engagement als Beiratsmitglied von Pro Exzellenzia?

Claudia Güsken: Für Frauen ist es wichtig, in welchem Umfeld sie tätig sind. In der Unternehmenskultur muss die (Gender) Diversity als strategischer Prozess verankert sein. Das Unternehmen muss die männlichen und weiblichen Karrieren gleichermaßen fördern und die Geschlechterbalance als Wert, nicht als Compliance-Thema, ansehen. Dort muss ein Bewusstsein für die besonderen – auch unbewussten –Hindernisse herrschen, denen Frauen im Berufsleben begegnen.
Bewegen Frauen sich in einer männlich geprägten Unternehmenskultur, in der es nicht mehr als Lippenbekenntnisse zu Gender Diversity gibt, werden sie es schwer haben, ihre Ziele zu erreichen.
Durch mein Engagement als Beiratsmitglied möchte ich gerne mit dazu beitragen, dass Unternehmenskulturen sich verändern und Frauenkarrieren gleichermaßen selbstverständlich sind wie die von Männern.

Pro Exzellenzia: Was sind die zentralen Führungsthemen der Zukunft? Besonders im Hinblick auf Führungskompetenzen und Gender.

Claudia Güsken: Da sehe ich erstens einen agilen Führungsansatz, der die Begriffe Vernetzung, Offenheit, Partizipation und Agilität in Verbindung mit Vertrauen in unserer zunehmend komplexen und dynamischen Arbeitswelt in den Fokus rückt.

Vor genau diesem Hintergrund sehe ich zweitens die spannende Herausforderung für Führungskräfte das Nebeneinander von agilen und klassischen Stilen und Strukturen zu managen und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei der Digitalisierung mitzunehmen.

Drittens gilt es für Führungskräfte Gender Diversity als Chance im Unternehmen zu begreifen. Die Umsetzung sollte nicht aus Compliance-Überlegungen, sondern aus Überzeugung vorangetrieben werden.

Pro Exzellenzia: Wie kann es großen Unternehmen, wie der Hamburger Hochbahn AG gelingen, den Anteil von Frauen im Top-Management zu erhöhen und Chancengleichheit herzustellen?

Claudia Güsken: Gender Diversity ist als strategischer Prozess in unsere Unternehmensstrategie integriert. Darin entwickeln wir Strategien, um die Akzeptanz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für dieses Thema zu schaffen und zu verbessern. Wir wollen zudem die Diversity-Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herstellen bzw. erhöhen.
Hierfür müssen wir Führungskräfte als Treiber für das Thema gewinnen sowie Ausschreibungs-, Bewerbungs- und Einstellungsprozesse „Diversity-fest“ machen.
Verbindliche Zahlenvorgaben für einige Bereiche oder das gesamte Unternehmen können uns dabei gegebenenfalls unterstützen.

Die HOCHBAHN bietet ja unter anderem viele spannende Berufsfelder im technischen Bereich. Dort verstärken wir zum Beispiel unsere Aktivitäten, um Frauen zukünftig mehr auf uns als attraktive Arbeitgeberin aufmerksam zu machen.

Pro Exzellenzia: Ich danke Ihnen sehr herzlich für das Interview!

Ich mag das Motto von Pro Exzellenzia, ein Programm für Frauen, die mehr wollen!

Bild von Dr. Hannah König
Dr. Hannah König, Quelle: Manuel Geiger

Dr. Hannah König ist neues Beiratsmitglied von Pro Exzellenzia. Im persönlichen Austausch gibt uns Frau Dr. König Einblicke in ihre berufliche  Vita. Sie verrät uns warum sie sich im Beirat von Pro Exzellenzia engangiert. Sie rät uns mutig zu sein und zur eigenen Meinung zu stehen und erzählt warum sie sich mit Pro Exzellenzia, ein Programm für Frauen, die mehr wollen, identifizieren kann.

Pro Exzellenzia: Liebe Frau Dr. König, wir freuen uns ausgesprochen, dass Sie den Beirat von Pro Exzellenzia mit Ihrer Expertise und Perspektive bereichern. Wie war Ihr Werdegang und Aufstieg bis in Ihre derzeitige Position Leiterin Wind- und maritime Technik der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in der Niederlassung Hamburg?

Dr. Hannah König: Herzlichen Dank, ich freue mich auch sehr auf diese neue Aufgabe! Nach meiner Promotion in Mathematik hat mich die Überzeugung in den Bereich Erneuerbare Energien geführt. Gestartet bin ich auf einer Stelle für Elektrotechnik-Ingenieure im Bereich Zertifizierung elektrischer Eigenschaften von EE-Anlagen und habe im selben Unternehmen schnell Management-Aufgaben übernommen. Weiter ging es danach in einer technischen Beratung mit Fokus Offshore Wind, wo ich große internationale Projekte unterstützen durfte. Auch hier wechselte ich schnell ins Management, zuletzt leitete ich dort das gesamte operative Geschäft. Auch habe ich damals bereits für meinen heutigen Arbeitgeber als Beraterin gearbeitet, was mir den Übergang sehr erleichtert hat.

Pro Exzellenzia: Gab es Karrierestrategien von denen sie heute sagen würden, dass sie besonders hilfreich für Ihren Aufstieg waren?

Dr. Hannah König: Ich muss gestehen, dass ich nie bewusst eine bestimmte Strategie verfolgt habe. Rückblickend waren aber sicher die folgenden Faktoren wichtig: Tue, was dir Freude bereitet. So fällt die harte Arbeit, die Voraussetzung jeder Karriere ist, etwas leichter. Sei mutig und sag deine Meinung! Bleibe dabei aber vor allem immer du selbst. Der Wert der Authentizität kann nicht überschätzt werden.

Pro Exzellenzia: Was raten Sie Frauen, vor allem in der Energiebranche, die i. d. R. eine von Männern dominierte ist, hinsichtlich des Aufstiegs ins Management?

Dr. Hannah König: Als ich noch jünger war, hörte ich oft den Rat, mich anzupassen und mein Frausein so gut es geht zu verstecken. Das ist – entschuldigen Sie bitte – kompletter Unsinn. Ja, es gibt gewisse Regeln im Business, die man kennen und respektieren muss. Aber Innovation und Weiterentwicklung entsteht nur aus Diskussionen unterschiedlicher Ideen. Die besten Teams sind heterogen, nicht homogen. Und letztlich weiß jeder, dass gute Arbeit allein nicht reicht, wenn sie nicht gesehen wird. Liebe Frauen, seid euch sicher, bei 80% Männern im Raum fallt ihr auf! Das kann frau auch positiv nutzen, so lange sie fachlich was zu bieten hat.

Pro Exzellenzia: Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrem Engagement als Beiratsmitglied von Pro Exzellenzia?

Dr. Hannah König: Ich mag das Motto von Pro Exzellenzia, ein Programm für Frauen, die mehr wollen! Ich wollte auch immer „mehr“ und weiß aus Erfahrung, wie wichtig es ist, dabei Unterstützung zu bekommen. Wenn ich über das Engagement als Beirat dazu dazu beitragen kann, dass andere Frauen für sich rausfinden, was dieses „mehr“ ist und wie sie dort hinkommen, würde mich das sehr freuen.

Pro Exzellenzia: Wie kann es großen Unternehmen, wie der EnBW Energie Baden-Württemberg AG gelingen, den Anteil von Frauen im Top-Management zu erhöhen und Chancengleichheit herzustellen?

Dr. Hannah König: Für mich gibt es hier zwei wesentliche Aspekte. Zum einen bin ich überzeugt, dass wir an den Schulen anfangen müssen. Um mehr Kandidatinnen für das Top-Management zu gewinnen, braucht es einfach mehr Frauen, die dafür in Frage kommen. Wenn ich aber heute eine Ingenieurstelle ausschreibe, erhalte ich kaum Bewerbungen von Frauen. Einfach weil es zu wenige Absolventinnen relevanter Studiengänge gibt. Das ändern wir nur, wenn wir Schülerinnen dafür begeistern, entsprechende Ausbildungs- und Studiengänge zu wählen. Dafür – und das ist mein zweiter Punkt – braucht es Vorbilder. Es gibt einfach zu wenige Frauen in Top-Führungspositionen, insbesondere in technisch geprägten Unternehmen, die vermitteln, dass dies erstrebenswert ist. Unternehmen wie die EnBW, die da übrigens gute Arbeit leistet, können hier viel bewegen.

Pro Exzellenzia: Ich danke Ihnen sehr herzlich für das Interview!

MINT-Event in Kooperation mit der Zeitschrift „Emotion“

Wir machen Sie erfolgreich!“ Auf dem MINT-Event in Kooperation mit der Zeitschrift „Emotion“ freuen wir uns am 17. Mai 2017 Akademikerinnen die Chance zu eröffnen mit weiblichen Vorbilder aus der Wirtschaft in Kontakt zu kommen. In Impulsvorträgen verraten beruflich erfolgreiche Frauen ihre persönlichen Karrierestrategien und geben wertvolle Tipps für eine Karriere als Frau in männerdominierten Berufsfelder der MINT-Branchen. Die bekannte Managementtrainerin und Beiratsmitglied von Pro Exzellenzia, Marion Knaths, verdeutlicht in ihrem Vortrag die männlichen Spielregeln der Macht. Der MINT-Abend an der Universität Hamburg klingt mit persönlichen Austausch und Networking aus. Veranstaltungsort: ESA West (Raum 221), Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg. Einlass: 18 Uhr. Beginn: 18:30 Uhr. Tickets (10 Euro) und Anmeldung unter www.emotion.de/mint2017hh

Veranstaltungsflyer:  MINT_2017_Hamburg