Alle Beiträge von Doris Cornils

Sisterhood im Netzwerk Pro Exzellenzia 4.0

Networking bedeutet für uns, sich auf Augenhöhe und mit Wertschätzung zu begegnen, auszutauschen, sich gegenseitig zu inspirieren, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und auf destruktive Macht- und Neidspiele zu verzichten. Denn Frauen haben sich bereits viel zu lange zu wenig unterstützt und stehen sich nach wie vor viel zu häufig als „freundliche Feindinnen“ (Dr. Peter Modler) gegenüber und gönnen der Anderen nicht den Erfolg.
Es ist wunderbar befreiend und für alle konstruktiv, wenn Frauen es schaffen sich von dieser Form dunkler Machtspiele und den damit verbundenen und verinnerlichten Verhaltensweisen des Geschlechterstereotyps der „Zicke“, des „Zickenkrieges“, somit von verbitterten Konkurrenzkämpfen unter Frauen zu verabschieden und sich wohlwollend gegenseitig positiv zu bestärken und zu unterstützen.

Pro Exzellenzia 4.0 ist auf der einen Seite in zahlreichen Netzwerken vertreten und mit Kooperationspartner*innen im Austausch, ist aber auch selbst zu einem Netzwerk geworden. Einem Netzwerk, in den Frauen sich geschlechterstereotypes Verhalten bewusst machen. Einem, in den Frauen sich uns anvertrauen und wir gemeinsam ein Stück des Weges gehen, auf dem wir sie unterstützend begleiten. Ein Netzwerk von Frauen, die sich gegenseitig unterstützen und ihre Erfolge gegenseitig anerkennen und darüber freuen: Sisterhood im besten Sinne.
Wir schätzen uns sehr froh und glücklich und danken an dieser Stelle allen Frauen und auch jenen Männern (die bereits Teil unseres Netzwerkes geworden sind), die diesen Spirit mit uns teilen und mit denen wir uns gemeinsam für eine Gesellschaft engagieren, in der Chancengleichheit selbstverständlich ist!

Hamburg Innovation Summit 2019

Wie vielleicht einige, aber nicht alle von Ihnen wissen ist Hamburg Innovation GmbH der Projektträger von Pro Exzellenzia. Gemeinsam gehen wir seit fast zehn Jahren gemeinsam den Weg Frauen in Führung zu bringen. Auch in diesem Jahr hat unser Projektträger, gemeinsam mit der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation und der Hamburgischen Investitions- und Förderbank zum „Summit“ eingeladen – und ich kann nur sagen „es war inspirierend, lebendig und hat mich begeistert!“ So geht Innovation!

Orte und Atmosphäre sind bekanntlich für eine gute Veranstaltung maßgeblich. Die Hamburger Fischhallen sind ja per se schon einladend, großzügig und an der Elbe genial gelegen. Die Veranstalter*innen haben das mit Gestaltung der Location, den Angeboten, dem Service und den vielschichtigen Sessions (von dem klassischen Podiumsgespräch, über Ausstellungsstände, bis hin zu innovativen Workshops auf Schiffen(!) u. v. m.) mit Lebendigkeit und Herzlichkeit versehen. Dass es sich für die Stadt um ein bedeutsames Event handelt, lässt sich an den Namen der Referent*innen und Gäste wie dem Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank, Präsidenten und Vizepräsident*innen der sieben Hamburger Hochschulen erkennen, um nur einige bekannte Politik- und Wissenschaftsvertreter*innen der Hansestadt zu nennen.

Neue Formate, neue Impulse, dafür stand die gesamte Veranstaltung. Und das ist ihnen aus meiner Perspektive und dem, was ich erlebt habe, gelungen. Junge Startups gaben Einblicke in ihre Arbeit, mit Virtual-Reality-Brillen konnten die Besucher*innen neueste Forschungswelten betreten, in den Vorträgen und Podien gab es Diskussionen und Fallbeispiele über New Work, agiles Arbeiten, künstliche Intelligenz etc. Ich habe die Möglichkeit wahrgenommen an einer der Workshop-Sessions zu New Work teilzunehmen. In einer Atmosphäre aus Offenheit und gegenseitigem Interesse an Begegnungen und Austausch haben wir uns in Kleingruppen mit der Frage beschäftigt, wie wir in Zukunft arbeiten wollen. Ein neues New Work-Gruppenarbeitsinstrument kennenzulernen, war ebenfalls eine Bereicherung.
Mein Fazit über den Hamburg Innovation Summit 2019: Eine rundum gelungene Veranstaltung mit vielen Impressionen und toller Stimmung. Hier muss (!) sich jede*r Besucher*in wohl gefühlt haben! Ich komme auf jeden Fall gerne wieder.
https://hamburg-innovation-summit.de/

„Die Netzwerkbibel“ von Tijen Onaran

Bücher über Networking gibt es bereits viele. Das ist nicht das Originäre an diesem neuen Werk. Aber die Perspektive, die Vielschichtigkeit und der Esprit, mit dem Tijen Onaran an dieses zentrale Karrierethema herangeht, sind es schon. Die Networking- und Social-Media-Expertin nimmt uns mit in ihre Welt und teilt mit ihrer Leserschaft wertvolle Erfahrungen und Wissen.

Tijen Onarans Buch zeichnet sich dadurch aus, dass sie Gender und Diversity mitdenkt, ohne dabei Geschlechterstereotype zu bedienen. Frauen, die sozialisationsbedingt zur Bescheidenheit neigen, finden hier wichtige Anregungen, warum „eine gesunde Portion Selbstüberschätzung“ positiv fürs Leben und vor allem für die Sichtbarkeit der Persönlichkeit und Expertise ist. Im Kapitel „Treffen sich zwei Männer an der Bar“ geht sie, wie an vielen anderen Stellen im Buch, darauf ein, warum männliche Monokultur kontraproduktiv und divers zusammengesetzte Netzwerke die Zukunft sind. Sie erfahren als Leser*innen etwas darüber wie „Community-Management im digitalen Zeitalter“ funktioniert, auf welche Netzwerktypen wir treffen bzw. welche Typen wir selbst sind, welches die wichtigsten digitalen Netzwerke sind und soooo vieles mehr.

Tijen Onaran ermutigt, schreibt humorvoll und spritzig, gibt viele wertvolle Anregungen UND verknüpft Netzwerken systematisch mit Social Media und der digitalen Arbeitswelt. Die innere Haltung des Networkings, die wie ein guter Geist durch „Die Netzwerkbibel“ (Springer 2019) zieht, lautet: Die Basis von erfolgreichem und gutem Networking ist die gute Beziehung, das ehrliche Interesse an dem Gegenüber und die Offenheit für Neues und Anderes. Eine Haltung, die wir zu 100 Prozent teilen!

In diesem Sinne: Gewinnen Sie „Die Netzwerkbibel“! Bitte senden Sie an pro-exzellenzia@hamburginnovation.de eine E-Mail mit dem Betreff „Netzwerkbibel“ und Ihrer Postanschrift. Einsendeschluss ist der 27.09.2019.

Tijen Onaran hält am 23. Oktober 2019 einen Vortrag für Pro Exzellenzia 4.0. Medienpartnerin ist die Brigitte Academy. Weitere Infos und Anmeldungen im Blog-Beitrag „Am 23.10.2019 mit Tijen Onaran und Ihnen über Social Media für Wissenschaftlerinnen ins Gespräch kommen!“

Ulla Knapp

Die von der Gleichstellung der UHH ins Leben gerufene Serie „Frauen, die Segel setzten“ widmete im Juni 2019 der Ökonomin Prof. Ulla Knapp (1952-2010) ein Porträt. Ulla Knapp prägte in den 1980er-Jahren die Frauenforschung mit und wurde 1992 auf die erste Frauenforschungsprofessur „Ökonomie des Geschlechterverhältnisses“ an der Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP) berufen. Die Implementierung, die, wie frau sich vorstellen kann, nicht ohne Widerstand erfolgte, legte einen wichtigen Grundstein für den Einbezug der sozialökonomischen Frauen- und Geschlechterperspektive in Forschung und Lehre an der HWP. Zu den Schwerpunkten von Ulla Knapp zählten „Arbeitsmarkt und Beschäftigung“ sowie „Ökonomie des Geschlechterverhältnisses“. In den patriarchal geprägten Wissenschaften war es vor allem die unbezahlte, nicht-erwerbsförmige von Frauen ausgeübte Arbeit, die Ulla Knapp in den Blick nahm und die in ökonomischen Analysen nicht einbezogen wurde.
Ulla Knapp war eine Vertreterin des interdisziplinären Ansatzes der HWP. Besonders zwischen Soziologie und Ökonomie sah sie enge wissenschaftliche Verknüpfungen. Sie war eine vehemente Gegnerin des Neoliberalismus und setzte sich für den Einbezug ökologischer und feministischer Ansätze in der Volkswirtschaftslehre ein. Sie prägte mit ihrem unermüdlichen Engagement die sozialökonomische Ausrichtung der ehemaligen HWP und heutigen Sozialökonomie der UHH.
Ulla Knapp engagierte sich mit Herzblut für die Gleichstellung von Frauen. Als Studierende der Frauen- und Geschlechterforschung der HWP besuchte ich viele ihrer Seminare und lernte sie persönlich kennen. Ich habe sie als leidenschaftliche, feministische Professorin erlebt, die nicht alleinig in ihrer beruflichen Rolle sich mit voller Kraft gegen die strukturelle Diskriminierung von Frauen einsetzte, sondern auch als Persönlichkeit, was sich auch in ihrem politischen und persönlichen Engagement widerspiegelte. Ulla Knapp war in meinen Augen authentisch, voller klugem Witz und ihre Gedanken und Worte von geistiger Schärfe und Klarheit. Es ist wirklich traurig, dass wir sie so früh an eine schwere Krankheit verloren haben. Sie hinterlässt als Persönlichkeit und als leidenschaftliche Genderforscherin eine große Lücke.
Lesen Sie mehr über die besondere Persönlichkeit Ulla Knapp! https://www.uni-hamburg.de/gleichstellung/aktuelles/20190529-frauenportrait6-ulla-knapp.html

Die Kraft der Wertschätzung!

„Bitte schließen Sie die Augen und erinnern Sie sich so lebhaft wie möglich an eine Situation, in der Sie privat oder beruflich Anerkennung oder Wertschätzung erfahren haben. Vielleicht haben Sie für eine Leistung ein großes Lob bekommen, jemand hat Sie mit warmen Worten empfohlen, eine Freundin hat sich herzlich für Ihre Unterstützung bedankt. Wie haben Sie sich gefühlt? Vermutlich waren Sie stolz, glücklich, gerührt oder tief befriedigt.“
Mit diesen Worten führt Dr. Eva Wlodarek die Leser*innen in ihr neues Buch „Die Kraft der Wertschätzung: Sich selbst und anderen positiv begegnen“ (dtv-Verlag) ein.
Ich fühle mich Frau Dr. Wlodarek und dem Buch aus persönlichen und beruflichen Gründen verbunden. Persönlich, weil Dr. Eva Wlodarek das, was sie schreibt, auch selbst praktiziert: Immer wieder beeindruckt sie mich mit ihrer Authentizität, ihrer wertschätzenden, klugen und klaren Kommunikation sowie der humorvollen und positiven Sichtweise auf das Leben. Beruflich darf ich sagen, dass ich einen ersten Ideenanstoß für das Thema geben durfte. Als wir bei Pro Exzellenzia 2.0 im Jahr 2016 die Entscheidung trafen das Thema „Wertschätzung, Anerkennung und Dankbarkeit“ in einem Vortrag und Workshop ins Programm zu nehmen, kam uns, aus soeben dargelegten Gründen und selbstverständlich, weil Frau Dr. Wlodarek eine hervorragende Trainerin ist, sofort sie als erste Gesprächspartnerin in den Sinn.

Doch was bedeutet eigentlich Wertschätzung? Und wie unterscheidet sich diese von Anerkennung und Dankbarkeit? Die diplomierte Psychologin Dr. Wlodarek geht in ihrem Buch diesen Fragen nach und zeigt auf woher unsere Bedürfnisse nach positiver Resonanz herrühren. Zudem macht sie mit dem Buch Hoffnung: Denn nicht alle Menschen haben erfahren, dass ihnen wertschätzend begegnet wurde. Doch das muss nicht so bleiben. Wir können lernen Respekt einzufordern, uns selbst wertschätzend, anerkennend und mit Dankbarkeit zu begegnen. Auf dem Weg dorthin begleitet die Autorin ihre Leser*innen mit vielen Anregungen, geballtem Wissen und viel Herzlichkeit.

Gewinnen Sie ein Exemplar (dieses Mal stehen zwei Bücher zur Verlosung!) von „Die Kraft der Wertschätzung. Sich selbst und anderen positiv begegnen“! Bitte senden Sie an pro-exzellenzia@hamburginnovation.de eine E-Mail mit dem Betreff „Wertschätzung“, Ihrer Postanschrift und schicken Sie uns eine kurze Erfahrungsgeschichte zum Thema mit. Am besten eine, die Sie besonders positiv berührt hat.
Einsendeschluss ist der 27.09.2019

Am 23.10.2019 mit Tijen Onaran und Ihnen über Social Media für Wissenschaftlerinnen ins Gespräch kommen!

Tijen Onaran: „Social Media: Selfie-Show oder Selbstpositionierung?“
Wohl kaum ein anderes Thema wirkt so stark polarisierend wie Social Media. Die einen warnen vor einer zu starken Nutzung und betreiben „digitales Detox“. Andere nutzen soziale Medien, um Lifestyle-Produkte oder sich selbst zu inszenieren. Weitere, um auf globale Themen aufmerksam zu machen, wie Greta Thunberg, indem sie die Fridays for Future-Bewegung via Social Media auf die Straße brachte. Instragram, Twitter, Facebook & Co. bieten nicht nur Influencer*innen, Stars oder Selfie-Darsteller*innen eine Plattform, sondern sie werden auch für Wissenschaftler*innen immer wichtiger. Social Media ist ein Tool, das globale Vernetzung, Austausch, Selbstpositionierung und Sichtbarkeit der eigenen Arbeit, von Expertisen und Wissen ermöglicht. Wie das erfolgreich geht und worauf zu achten ist, erfahren Sie in dem Vortrag von Tijen Onaran.
Es ist uns eine Freude, dass wir die Brigitte Academy als Medienpartner*innen gewonnen haben. Die Veranstaltung wird via Social Media in den sozialen Netzwerken geteilt.
Tijen Onaran ist Unternehmerin, Moderatorin, Speakerin und Autorin. Mit Global Digital Women engagiert sie sich für die Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen in der Digitalbranche und berät zudem Unternehmen in Diversitätsfragen. Vergangenes Jahr hat sie mit der ehemaligen stellv. Chefredakteurin der myself FemaleOneZero gegründet – eine internationale Content-Plattform. Zudem publiziert Tijen Onaran regelmäßig als Mitglied des Handelsblatt Expertenrates Artikel rund um die Themen Digitalisierung, Unternehmertum und Diversität. Kürzlich gelang ihr mit dem Buch „Netzwerkbibel“ ein weiterer großer Erfolg.
Vortrag mit anschließendem Networking Datum: 23.10.2019 Zeit: 18:00 Uhr bis 20:30 Uhr. Hier geht es zur Anmeldung: https://pro-exzellenzia.de/event/social-media-selfie-show-oder-selbstpositionierung/

Sexuelle Übergriffe am Arbeitsplatz thematisieren und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen

auf dem Herbstsymposium am 21.- 22. November 2019 in Berlin.
Sexuelle Übergriffe und Stalking (Nachstellung) am Arbeitsplatz sind hochaktuelle und immer noch tabuisierte Themen, wie bspw. die #MeToo-Debatte belegt. Werden Vorfälle von sexuellen Übergriffen und Stalking berichtet, werden diese nach wie vor verharmlost und die Glaubwürdigkeit infrage gestellt. Bei den Betroffenen führt das zu Selbstzweifeln, Hilflosigkeit und Ohnmacht. Es gehört zur Fürsorgepflicht von Organisationen, achtsam mit der Problematik und beteiligten Personen umzugehen, zumal es seitens der Arbeitnehmer*innen ein Recht auf Unversehrtheit am Arbeitsplatz gibt und Verstöße rechtliche Konsequenzen haben können.
Im Rahmen des Symposiums sollen die Teilnehmer*innen für die Thematik sensibilisiert werden. Dabei werden strafprozess- und arbeitsrechtliche Aspekte beleuchtet sowie Handlungsoptionen und Möglichkeiten vorgestellt, verantwortungsvoll mit den Phänomenen umzugehen.
Das Symposium richtet sich an Führungskräfte, HR-Mitarbeiter*innen, Betriebsräte, Gleichstellungsbeauftragte sowie interessierte Arbeitnehmer*innen. Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.paulihealthpeople.de/veranstaltungen/Herbstsymposium-Sexuelle-Uebergriffe-und-Nachstellung-am-Arbeitsplatz/.

Pro Exzellenzia 4.0 ist mit dem Veranstalter PauliHealthPeople vernetzt und hat eine Freikarte für das Herbstsymposium zur Verlosung zur Verfügung gestellt bekommen.
Gewinnen Sie für das Symposium „Sexuelle Übergriffe und Nachstellung am Arbeitsplatz“ am 21./22. November 2019 in Berlin diese Freikarte. Die Fahrt- und Übernachtungskosten sind selbsttätig zu tragen und werden weder von Pro Exzellenzia 4.0, noch von dem Veranstalter übernommen.
Bitte senden Sie an pro-exzellenzia@hamburginnovation.de eine E-Mail mit dem Betreff „Herbstsymposium“ und Ihrer Postanschrift.
Einsendeschluss ist der 27.09.2019.

10-Jähriges Pro Exzellenzia-Jubiläum mit Ihnen feiern!

Das Jahr 2020 ist für uns ein besonderes, denn Pro Exzellenzia wird 10 Jahre alt! Und das wollen wir mit Ihnen in unterschiedlichen Formaten und mit verschiedenen Kooperationspartner*innen feiern. Wir freuen uns darauf mit Ihnen über Chancengleichheit in Führungspositionen, mehr Frauen an die Spitze, Digitalisierung und digitale Transformation, New Work und vieles mehr gemeinsam zu diskutieren und ins Gespräch zu kommen. Wie bereits Tradition bei uns werden Sie bei jeder Veranstaltung Raum und Zeit fürs Kennenlernen, Netzwerken und zum persönlichen Austausch haben.

Am 30. Januar 2020 starten wir in das Pro Exzellenzia-Jubiläumsjahr mit einem feierlichen Auftakt im schönen Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe. Die Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Katharina Fegebank wird das Grußwort halten. Es erwarten Sie außerdem ein Festvortrag über „Frauen in Führung und digitaler Wandel“ sowie Musikbeiträge besonderer Art.
Haben Sie Interesse an dieser oder einer der vielen weiteren Jubiläumsveranstaltungen im Jahr 2020 teilzunehmen und mit uns zu feiern? Dann schicken Sie uns gerne eine E-Mail an pro-exzellenzia@hamburginnovation.de. Wir nehmen Ihre Daten in unseren Verteiler auf und informieren Sie rechtzeitig über alle Veranstaltungen 2020.

Coaching-Tools für Unternehmerinnen oder die, die es werden wollen!

Die drei Autorinnen Daniela Jäkel-Wurzer, Susanne Dahncke und Nicola Buck coachen und beraten Frauen, die ein (Familien-)Unternehmen übernehmen und begleiten sie in den verschiedenen Phasen. Nun geben sie ihr umfangreiches Wissen und ihre vielfältigen, zum Teil auch die eigenen biografischen, Erfahrungen in dem kompakten und übersichtlichen „Praxishandbuch Weibliche Nachfolge“ weiter. Im ersten Teil des Buches wird der Blick auf die Unternehmerin selbst gelegt. Mit einer persönlichen Standortbestimmung, wo es um die Reflexion der eigenen Herkunft, der Ziele und Werte, aber auch das Unternehmen selbst geht, beginnt der Prozess, durch den die Autorinnen die Leserinnen schrittweise begleiten. Hierauf aufbauend werden die persönlichen Optionen und die Entscheidung zur Unternehmensübernahme beleuchtet. Ist diese Basis gelegt, geht es im zweiten Teil des Buches um den Prozess der Nachfolgegestaltung. Im Fokus stehen hier Kommunikation, Führung, Prozessgestaltung, aber auch ein Kapitel, dass dazu aufruft Schwierigkeiten als Entwicklungschance zu betrachten. Auch hier begleiten die Autorinnen ihre Leserschaft sorgfältig, in dem sie in Form von Reflexionseinheiten kleine Tools anbieten, die zu Lösungen in Konfliktsituationen beitragen und zum Perspektivwechsel, sowie zu Ruhe und Gelassenheit anregen.
Das Buch ist ein empfehlenswerter Leitfaden für Frauen, die mit dem Gedanken spielen eine (Familien-)Unternehmensnachfolge anzutreten. Aber auch alle anderen Gründerinnen und Unternehmerinnen, die noch am Anfang stehen, werden wertvolle Coaching-Impulse finden!

Verlosung „Praxishandbuch Weibliche Nachfolge“
Die Mitautorin Susanne Dahncke, die für Pro Exzellenzia 4.0 bereits im zweiten Jahr, am 26. November den Workshop „Wie bringe ich meine Gründungsidee ins Leben?“ (siehe https://pro-exzellenzia.de/kuenftige-workshops/) anbietet , war so freundlich ein handsigniertes Exemplar zur Verlosung zur Verfügung zu stellen.

Senden Sie das Stichwort „Praxishandbuch“ (mit Angabe Ihrer Postanschrift) bis Ostermontag, 22.04.2019 um 24:00 Uhr an pro-exzellenzia@hamburginnovation.de. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen und die Datenschutzerklärung.

 

 

Einfach mal bewerben!

Ein Gastbeitrag von Dr. Alena Wiegandt, ehemalige Pro Exzellenzia 4.0-Stipendiatin

„Während Frauen sich auf eine Stellenausschreibung erst bewerben, wenn sie nach eigener Überzeugung zu mindestens 80 bis 100 Prozent die formalen Voraussetzungen der Stellenausschreibung erfüllen, scheuen sich Männer nicht, auch Bewerbungen mit einer Übereinstimmung von 50 Prozent abzusenden – und das durchaus erfolgreich. Machen Sie das auch!“, so ermutigte Doris Cornils uns Teilnehmerinnen in dem Pro Exzellenzia-Workshop „Machtspiele durchschauen – mit mikropolitischer Kompetenz die Karriere gestalten“. Dieser Empfehlung leicht skeptisch gegenüberstehend habe ich eine Bewerbung auf eine Jobausschreibung abgesendet, deren Anforderungen ich nicht vollständig erfüllte. Die Firma und ihr Portfolio entsprachen aber genau meinen Wünschen: Forschung & Entwicklung in der medizinischen Diagnostik. Mit wenig Aussicht auf Bewerbungserfolg, wie ich dachte – denn man bewirbt sich doch erst, wenn man alle Anforderungen erfüllt?! -, bin ich nun seit einem Vierteljahr in diesem Unternehmen beschäftigt.

Mein Weg zu Pro Exzellenzia 4.0
Nach Abgabe meiner Doktorarbeit war für mich klar, dass ich unbedingt weiter mein Forschungsgebiet bearbeiten wollte. Aufgrund des ungünstigen Arbeitsmarktes etwas frustriert (keinerlei ausgeschriebene Stellen auf meinem Gebiet), lief ich eines Tages durch den Flur in unserem Institut und mein Doktorvater sprach mich an: „Ich habe gerade eine E-Mail mit einer Post-Doc-Ausschreibung von Pro Exzellenzia 4.0 erhalten! Haben Sie noch Lust, weiter hier zu arbeiten?“ – „Ja!“ Gesagt, getan. Hochmotiviert erstellte ich den Projektentwurf und bewarb mich. Dass ich von der Pro Exzellenzia 4.0 überzeugt war, wusste ich bereits aus meiner Teilnahme an Veranstaltungen, die ich während meiner Doktorarbeit besucht hatte. Einen Monat später hatte ich die Zusage für ein zweijähriges PostDoc-Stipendium!

Glücklich, dass ich mit meinem Post-Doc-Projekt direkt durchstarten konnte, begann ich mich auch mit der zweiten Säule des Pro Exzellenzia-Programms für Stipendiatinnen intensiv zu beschäftigen: der Teilnahme an Workshops und Vortragsreihen sowie am Coaching-Programm und den Stipendiatinnentreffen. Bei meiner ersten Vortragsveranstaltung im Warburg-Haus lauschte ich dem Vortrag einer der ersten Pro Exzellenzia-Stipendiatinnen Frau Dr. Regine Back, heutige Vorständin und Geschäftsführerin der Claussen-Simon-Stiftung in Hamburg. Sie erzählte von Tagen, an denen sie eigentlich gar keine Zeit und Lust verspürte, ihren Stift fallen zu lassen, um an einer Veranstaltung teilzunehmen, die dem allseits angepriesenen „Netzwerken“ galt. Rückblickend resümierte sie, war aber gerade die Teilnahme an dem Angebot von Pro Exzellenzia 4.0 ein Schlüssel zu ihrem beruflichen Erfolg, der sie bis zur Position der Vorstandsvorsitzenden führte. Heute kann auch ich behaupten, dass diese Veranstaltungen rund um Karriere- und Führungskompetenzen aus Genderperspektive, auch gerade, weil sie dem Networking dienlich waren, selten in meinen persönlichen Zeitplan zu passen schienen, mir aber in der Tat das entscheidende Werkzeug für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung lieferten. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort habe ich Personen kennengelernt, deren Erfahrungen und Kontakte mir halfen, meinem Forschungsprojekt die entscheidende Wendung zu geben. Ich möchte daher künftigen Teilnehmerinnen am Pro Exzellenzia-Programm raten: Auch wenn draußen das Hamburger Schietwedder lauert und man unbedingt heute noch dies und jenes fertigstellen muss: Rafft euch auf und „netzwerkt“ – es lohnt sich!
Auch das Coaching-Programm und die Stipendiatinnen-Treffen haben nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Stipendiatinnen wichtige Impulse gegeben. Da ich selbst als Mentorin MINT-interessierten Schülerinnen mit Rat zur Seite stehe, wusste ich bereits, wie wertvoll der Blick „von außen“ sein kann. Immer wieder kann ich feststellen, wie hilfreich es doch ist, ein Problem oder eine Situation mit fachfremden Frauen zu besprechen und dabei neue Blickwinkel einzunehmen. Ich kann jeder Frau nur raten, diese Chance regelmäßig wahrzunehmen und dadurch sicherlich die ein oder andere vorher unüberwindbar scheinende Hürde mit Leichtigkeit zu nehmen!

Der Weg in meine berufliche Gegenwart
„Einfach mal beworben“ habe ich mich, wie eingangs beschrieben, auf den Rat aus einem Pro Exzellenzia-Workshop hin. Während ich zwar nicht genau die ausgeschriebene Stelle antrat, lag meine Bewerbung zum richtigen Zeitpunkt auf dem Schreibtisch der richtigen Person, und nach einem weiteren Vorstellungsgespräch erhielt ich die Zusage zu meinem „Traumjob“: Als Wissenschaftlerin in der Diagnostik in einem forschungsorientierten Unternehmen nutze ich die Techniken, die ich seit Jahren passioniert anwende. Wäre ich nicht Pro Exzellenzia-Stipendiatin gewesen, hätte ich mich nie „einfach mal beworben“ und wäre beruflich sicher nicht so glücklich, wie ich es heute bin!

Ich danke allen am Pro Exzellenzia-Programm Beteiligten – den Macherinnen, Trainerinnen, Teilnehmerinnen und Stipendiatinnen sowie Vortragenden – vielmals! Ich bin mir sicher, dass auch in Zukunft noch viele weitere Stipendiatinnen so sehr von dieser tollen Unterstützung profitieren können, wie ich es konnte!