Inspiration pur! Prof. Matthias Spörrles Vortrag „Unconscious Bias — Was ist es und gibt es Chancen auf Heilung?“

Die ersten Gäste nehmen im Spiegelsaal Platz.
Foto: Benjamin Hüllenkremer

Prof. Matthias Spörrles Vortrag „Unconscious Bias — Was ist es und gibt es Chancen auf Heilung?“ am 16. Mai 2018 im Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe war ein voller Erfolg – und das in mehrfacher Hinsicht!

Unbewusste Vorurteile prägen das Denken und Handeln von Menschen seit jeher, so Prof. Spörrle. Er bezeichnet sie als Denkabkürzungen, die von Menschen gewählt werden, um effizient zu Entscheidungen zu gelangen. Diese Abkürzungen basieren in starker Weise auf kulturellen Assoziationserfahrungen. Prof. Spörrle verdeutlichte am Beispiel der Auswahl von Bewerber*innen, dass die gesammelten Informationen, die zur Entscheidungsfindung führen, keinesfalls immer oder überwiegend auf objektiven oder vorurteilsfreien Kriterien beruhen. Betritt eine Person den Raum, die bei der für die Personalentscheidung verantwortlichen Person die spontane Assoziation „unsympathisch“ auslöst – weil sie beispielsweise an jemanden aus Kindertagen erinnert, nämlich an jenes Kind, „das einen im Kindergarten Sand essen ließ“, so der Referent – wird sie dieser Person eher solche Fragen stellen, die diese nicht beantworten kann bzw. bei denen sie ins Straucheln kommt. Anders herum gilt: Bei Menschen, die die Assoziation „mag ich“ hervorrufen, wird häufiger bei Fragen verweilt, die das Gegenüber beantworten können. Ein scheinbar objektives Verfahren wie ein Personalgespräch wird so schnell von Vorurteilen überformt. Ein hoch standardisiertes Personalgespräch kann hier eine Verbesserung darstellen.

Menschen präferieren Denkabkürzungen. So zum Beispiel die Präferenz nach Ähnlichkeiten. Dadurch wird anschaulich, warum im Top-Management oder in den Vorständen Männer gerne unter sich bleiben: Die Führungsgruppe wird nach Ähnlichkeiten ausgewählt und zusammengesetzt. Bei diesen Prozessen spielen neben der Ähnlichkeitspräferenz auch Stereotype, im Sinne einer unbewussten Information zwecks Denkabkürzung zur Entscheidungsfindung, eine zentrale Rolle. „Führungskraft = groß“ zählt zu einem solchen unbewussten Vorurteil, wie Prof. Spörrle an verschiedenen Beispielen verdeutlichte.

Anhand sogenannter „kognitiver Karten“ veranschaulichte der Referent sehr eindrucksvoll, dass die Vorstellung über eine „typische Frau“ auf einer Landkarte weit entfernt von dem liegt, was mit einer „Karriere-Frau“ assoziiert wird. Bei Männern hingegen liegen die Vorstellungen von einem „typischen Mann“ und dem Typus „Karriere-Mann“ sehr nahe beieinander. D. h. Frauen haben es allein aufgrund der unbewussten Vorurteile wesentlich schwerer in einer Führungsposition anerkannt zu werden.

Anhand zahlreicher weiterer, mit Humor vorgetragener Beispiele, machte Prof. Spörrle deutlich, wie Alter, Geschlecht, Ethnie, Körpergröße etc. zwar eine schnelle Entscheidungsfindung ermöglichen – und damit auch entlastend wirken – aber gleichzeitig suboptimal sind, weil beispielsweise Vielfalt in Unternehmen nicht umgesetzt wird.

Welche Chancen auf Heilung sich aus dieser Gemengelage ergeben, damit schloss der Referent seinen hochinformativen und gleichsam sehr unterhaltsamen Vortrag ab. Klare Strukturvorgaben (wie z. B. Quoten), die Verantwortung durch und für Systemgestaltung sowie Bewusstwerdung über die Funktion und das Wissen über Stereotype, zählen zu den zentralen Ansatzpunkten.

Die anschließende Diskussion mit den Gästen im voll besetzten Saal war hoch interessant und der Referent Prof. Spörrle inhaltlich und rhetorisch brillant – eine Inspiration pur!

Eine tolle und auf ganzer Linie gelungene Veranstaltung, für die wir uns bei dem Referenten, den Gästen und allen Mitwirkenden herzlich bedanken!

Matthias Spörrle ist Professor im Fachbereich Wirtschaftspsychologie an der Hochschule für angewandtes Management, Fellow Professor am Lehrstuhl für Strategie und Organisation der TU München und Full Professor für Wirtschaftspsychologie an der Privatuniversität Schloss Seeburg. In seiner Forschung, die er in über 200 Veröffentlichungen dokumentiert hat, beschäftigt er sich insbesondere mit dem systematischen Einfluss von peripheren (und damit entscheidungsirrelevanten) Informationen auf wirtschaftsrelevante Entscheidungsprozesse.

In der Unternehmenskultur muss (Gender) Diversity als strategischer Prozess verankert sein

Claudia Güsken, Vorständin Personal und Betrieb der Hamburger Hochbahn AG
Quelle: Hamburger Hochbahn AG

Claudia Güsken, Vorständin des Ressorts Personal und Betrieb der Hamburger Hochbahn AG, ist neues Beiratsmitglied von Pro Exzellenzia! Warum es für die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führung zentral ist, dass Gender Diversity in der Kultur von Organisationen verankert ist, welche Karrierestrategien und Führungsthemen uns in Zukunft beschäftigen und welche Ziele Claudia Güsken mit ihrem Engagement als Beiratsmitglied von Pro Exzellenzia verfolgt – das verrät sie uns in diesem exklusiven Interview.

Pro Exzellenzia: Liebe Frau Güsken, wir freuen uns ausgesprochen, dass Sie den Beirat von Pro Exzellenzia mit Ihrer Expertise und Perspektive bereichern. Sie sind seit September 2017 Vorständin Personal und Betrieb bei der Hamburger Hochbahn AG. Wie war Ihr Werdegang in diese Top-Managementfunktion?

Claudia Güsken: Nach meiner Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau und Tätigkeit als Bilanzbuchhalterin in verschiedenen Unternehmen war ich rund zehn Jahre in leitenden Positionen bei Lufthansa CityLine, zunächst im Finanzbereich und zuletzt etwa fünf Jahre als Personalleiterin. Im Anschluss habe ich rund fünf Jahre als Dataport-Vorstand den Bereich Ressourcen (Finanzen, Personal, Einkauf, interne IT und Services) verantwortet und in diesem Zuge die Gestaltung der personalpolitischen Arbeits- und Rahmenbedingungen von etwa 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorangetrieben. Dataport ist der Informations- und Kommunikationsdienstleister für die öffentliche Verwaltung in sechs Bundesländern. 2017 wechselte ich zur Hamburger Hochbahn AG als Vorständin für das Ressort Personal und Betrieb.

Pro Exzellenzia: Gab es Karrierestrategien von denen sie heute sagen würden, dass sie besonders hilfreich für den Aufstieg waren?

Claudia Güsken: Am Anfang meiner Laufbahn hatte ich keine explizite Karrierestrategie. Ich wusste aber sehr früh, dass ich „mehr“ will und das hieß für mich: Gestalten, Einfluss nehmen, Verantwortung tragen, gute Führung leben u.a. – das alles in attraktiven Unternehmen und auch die Konditionen spielten eine Rolle. Das im Blick hatte ich immer viel Freude an meinen jeweiligen Aufgaben, war aber auch offen für Veränderungen – sowohl fachlich als auch in Bezug auf die Branche. Ich habe mich schon immer über den Tellerrand meiner eigentlichen Verantwortungsbereiche eingebracht, Gelegenheiten genutzt, laut zu sagen was ich erreichen möchte, und Wechsel forciert, wenn ich mich weiterentwickeln wollte. Dabei war ich aber nie „verbissen“ auf ein bestimmtes Karriereziel festgelegt, sondern habe mit einer gewissen Gelassenheit immer Schritt für Schritt gemacht.

Pro Exzellenzia: Was raten Sie Frauen, die einen Aufstieg ins Top-Management anstreben?

Claudia Güsken: Natürlich müssen Frauen den Aufstieg selbst wollen und bereit sein, den dafür notwendigen Einsatz zu bringen. Dazu gehört auch, dass sie ihre Ziele gegenüber ihren Führungskräften klar formulieren. Gleichzeitig ist eine Vernetzung innerhalb und außerhalb ihres Unternehmens wichtig, sowohl in Frauen- als auch in gemischten Netzwerken. Dort müssen sie ebenfalls deutlich machen, wohin sie beruflich streben. Schließlich können Mentorinnen und Mentoren bei der beruflichen Entwicklung sehr hilfreich sein.

Pro Exzellenzia: Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrem Engagement als Beiratsmitglied von Pro Exzellenzia?

Claudia Güsken: Für Frauen ist es wichtig, in welchem Umfeld sie tätig sind. In der Unternehmenskultur muss die (Gender) Diversity als strategischer Prozess verankert sein. Das Unternehmen muss die männlichen und weiblichen Karrieren gleichermaßen fördern und die Geschlechterbalance als Wert, nicht als Compliance-Thema, ansehen. Dort muss ein Bewusstsein für die besonderen – auch unbewussten –Hindernisse herrschen, denen Frauen im Berufsleben begegnen.
Bewegen Frauen sich in einer männlich geprägten Unternehmenskultur, in der es nicht mehr als Lippenbekenntnisse zu Gender Diversity gibt, werden sie es schwer haben, ihre Ziele zu erreichen.
Durch mein Engagement als Beiratsmitglied möchte ich gerne mit dazu beitragen, dass Unternehmenskulturen sich verändern und Frauenkarrieren gleichermaßen selbstverständlich sind wie die von Männern.

Pro Exzellenzia: Was sind die zentralen Führungsthemen der Zukunft? Besonders im Hinblick auf Führungskompetenzen und Gender.

Claudia Güsken: Da sehe ich erstens einen agilen Führungsansatz, der die Begriffe Vernetzung, Offenheit, Partizipation und Agilität in Verbindung mit Vertrauen in unserer zunehmend komplexen und dynamischen Arbeitswelt in den Fokus rückt.

Vor genau diesem Hintergrund sehe ich zweitens die spannende Herausforderung für Führungskräfte das Nebeneinander von agilen und klassischen Stilen und Strukturen zu managen und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei der Digitalisierung mitzunehmen.

Drittens gilt es für Führungskräfte Gender Diversity als Chance im Unternehmen zu begreifen. Die Umsetzung sollte nicht aus Compliance-Überlegungen, sondern aus Überzeugung vorangetrieben werden.

Pro Exzellenzia: Wie kann es großen Unternehmen, wie der Hamburger Hochbahn AG gelingen, den Anteil von Frauen im Top-Management zu erhöhen und Chancengleichheit herzustellen?

Claudia Güsken: Gender Diversity ist als strategischer Prozess in unsere Unternehmensstrategie integriert. Darin entwickeln wir Strategien, um die Akzeptanz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für dieses Thema zu schaffen und zu verbessern. Wir wollen zudem die Diversity-Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herstellen bzw. erhöhen.
Hierfür müssen wir Führungskräfte als Treiber für das Thema gewinnen sowie Ausschreibungs-, Bewerbungs- und Einstellungsprozesse „Diversity-fest“ machen.
Verbindliche Zahlenvorgaben für einige Bereiche oder das gesamte Unternehmen können uns dabei gegebenenfalls unterstützen.

Die HOCHBAHN bietet ja unter anderem viele spannende Berufsfelder im technischen Bereich. Dort verstärken wir zum Beispiel unsere Aktivitäten, um Frauen zukünftig mehr auf uns als attraktive Arbeitgeberin aufmerksam zu machen.

Pro Exzellenzia: Ich danke Ihnen sehr herzlich für das Interview!

Ich mag das Motto von Pro Exzellenzia, ein Programm für Frauen, die mehr wollen!

Bild von Dr. Hannah König
Dr. Hannah König, Quelle: Manuel Geiger

Dr. Hannah König ist neues Beiratsmitglied von Pro Exzellenzia. Im persönlichen Austausch gibt uns Frau Dr. König Einblicke in ihre berufliche  Vita. Sie verrät uns warum sie sich im Beirat von Pro Exzellenzia engangiert. Sie rät uns mutig zu sein und zur eigenen Meinung zu stehen und erzählt warum sie sich mit Pro Exzellenzia, ein Programm für Frauen, die mehr wollen, identifizieren kann.

Pro Exzellenzia: Liebe Frau Dr. König, wir freuen uns ausgesprochen, dass Sie den Beirat von Pro Exzellenzia mit Ihrer Expertise und Perspektive bereichern. Wie war Ihr Werdegang und Aufstieg bis in Ihre derzeitige Position Leiterin Wind- und maritime Technik der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in der Niederlassung Hamburg?

Dr. Hannah König: Herzlichen Dank, ich freue mich auch sehr auf diese neue Aufgabe! Nach meiner Promotion in Mathematik hat mich die Überzeugung in den Bereich Erneuerbare Energien geführt. Gestartet bin ich auf einer Stelle für Elektrotechnik-Ingenieure im Bereich Zertifizierung elektrischer Eigenschaften von EE-Anlagen und habe im selben Unternehmen schnell Management-Aufgaben übernommen. Weiter ging es danach in einer technischen Beratung mit Fokus Offshore Wind, wo ich große internationale Projekte unterstützen durfte. Auch hier wechselte ich schnell ins Management, zuletzt leitete ich dort das gesamte operative Geschäft. Auch habe ich damals bereits für meinen heutigen Arbeitgeber als Beraterin gearbeitet, was mir den Übergang sehr erleichtert hat.

Pro Exzellenzia: Gab es Karrierestrategien von denen sie heute sagen würden, dass sie besonders hilfreich für Ihren Aufstieg waren?

Dr. Hannah König: Ich muss gestehen, dass ich nie bewusst eine bestimmte Strategie verfolgt habe. Rückblickend waren aber sicher die folgenden Faktoren wichtig: Tue, was dir Freude bereitet. So fällt die harte Arbeit, die Voraussetzung jeder Karriere ist, etwas leichter. Sei mutig und sag deine Meinung! Bleibe dabei aber vor allem immer du selbst. Der Wert der Authentizität kann nicht überschätzt werden.

Pro Exzellenzia: Was raten Sie Frauen, vor allem in der Energiebranche, die i. d. R. eine von Männern dominierte ist, hinsichtlich des Aufstiegs ins Management?

Dr. Hannah König: Als ich noch jünger war, hörte ich oft den Rat, mich anzupassen und mein Frausein so gut es geht zu verstecken. Das ist – entschuldigen Sie bitte – kompletter Unsinn. Ja, es gibt gewisse Regeln im Business, die man kennen und respektieren muss. Aber Innovation und Weiterentwicklung entsteht nur aus Diskussionen unterschiedlicher Ideen. Die besten Teams sind heterogen, nicht homogen. Und letztlich weiß jeder, dass gute Arbeit allein nicht reicht, wenn sie nicht gesehen wird. Liebe Frauen, seid euch sicher, bei 80% Männern im Raum fallt ihr auf! Das kann frau auch positiv nutzen, so lange sie fachlich was zu bieten hat.

Pro Exzellenzia: Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrem Engagement als Beiratsmitglied von Pro Exzellenzia?

Dr. Hannah König: Ich mag das Motto von Pro Exzellenzia, ein Programm für Frauen, die mehr wollen! Ich wollte auch immer „mehr“ und weiß aus Erfahrung, wie wichtig es ist, dabei Unterstützung zu bekommen. Wenn ich über das Engagement als Beirat dazu dazu beitragen kann, dass andere Frauen für sich rausfinden, was dieses „mehr“ ist und wie sie dort hinkommen, würde mich das sehr freuen.

Pro Exzellenzia: Wie kann es großen Unternehmen, wie der EnBW Energie Baden-Württemberg AG gelingen, den Anteil von Frauen im Top-Management zu erhöhen und Chancengleichheit herzustellen?

Dr. Hannah König: Für mich gibt es hier zwei wesentliche Aspekte. Zum einen bin ich überzeugt, dass wir an den Schulen anfangen müssen. Um mehr Kandidatinnen für das Top-Management zu gewinnen, braucht es einfach mehr Frauen, die dafür in Frage kommen. Wenn ich aber heute eine Ingenieurstelle ausschreibe, erhalte ich kaum Bewerbungen von Frauen. Einfach weil es zu wenige Absolventinnen relevanter Studiengänge gibt. Das ändern wir nur, wenn wir Schülerinnen dafür begeistern, entsprechende Ausbildungs- und Studiengänge zu wählen. Dafür – und das ist mein zweiter Punkt – braucht es Vorbilder. Es gibt einfach zu wenige Frauen in Top-Führungspositionen, insbesondere in technisch geprägten Unternehmen, die vermitteln, dass dies erstrebenswert ist. Unternehmen wie die EnBW, die da übrigens gute Arbeit leistet, können hier viel bewegen.

Pro Exzellenzia: Ich danke Ihnen sehr herzlich für das Interview!

Neue Broschüre des Europäischen Sozialfonds (ESF) online

In der neuen Broschüre des Europäischen Sozialfonds (ESF) können Informationen zu allen aktuell geförderten 35 ESF-Projekten nachgelesen werden. Die Angebote sind sehr vielfältig und untersützen beispielsweise junge Menschen auf dem Weg in eine Ausbildung oder die Gleichstellung von Frauen und Männern. Auch Pro Exzellenzia will hochqualifizierte Frauen in Führung bringen und wird mit Beginn der zweiten Förderperiode seit 2017 wieder finanziell vom ESF unterstützt. Im folgenden PDF-Dokument wird Pro Exzellenzia auf Seite 45 und 46 vorgestellt: http://www.esf-hamburg.de/contentblob/10944334/2dde0d9094ea74f8b805a1b5b91c3500/data/05-001-esf-projektbroschuere-2018.pdf

Interview mit Pro Exzellenzia-Stipendiatin Jelena Dabić

Pro Exzellenzia-Stipendiatin und Komponistin Jelena Dabić hat eine Oper über den Krieg geschrieben und berichtet darüber in einem Interview mit der Hamburg Woman. Inwiefern die öffentliche Wahrnehmung der klassischen Musikszene als Männerdomäne den Eindrücken der Pro Exzellenzia-Stipendiatin entspricht und welche Stereotype sie überwinden musste, um Ihren Weg als Komponistin gehen zu können, können sie unter anderem nun hier nachlesen: http://hamburgwoman.de/die-komponistin-jelena-dabic-hat-eine-oper-ueber-den-krieg-geschrieben/

Jelena Dabić hat bereits mehr als 40 verschiedenste Werke komponiert, darunter auch eine weitere Oper. Außerdem sind ihre Kompositionen international aufgeführt worden.

 

Digitales Selbstmarketing und Social Media in der Wissenschaft

Workshop in Kooperation mit dem Promotionszentrum der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Zielgruppe: Absolventinnen, Doktorandinnen und Post-Docs

Immer mehr Wissenschaftlerinnen sind heute in den sozialen Medien präsent – und das sehr erfolgreich! Sie bloggen, diskutieren auf Twitter über ihre Forschung oder dokumentieren ihren Alltag als Wissenschaftlerin mit Instagram Stories. Sie erreichen damit Hunderte oder Tausende von wissenschaftsbegeisterten Menschen. Gelingt es ihnen, das eigene digitale Profil professionell und authentisch zu gestalten, fördern Wissenschaftlerinnen damit nicht nur das Interesse an wissenschaftlichen Zusammenhängen, sondern profitieren selbst auf ihrem persönlichen Karriereweg von den vielfältigen Kontakten im Netz. Sie werden als Expertinnen wahrgenommen, erhalten Interviewanfragen oder überwältigende Unterstützung für ihre Crowdfunding-Kampagne.

Doch wie können Sie sich als Wissenschaftlerin online sichtbar machen? Was ist das Ziel Ihres digitalen Selbstmarketings? Wie finden Sie ihr Kommunikationsthema und die geeignete Plattform? Im Workshop lernen Sie die verschiedenen Formate und Kanäle der sozialen Medien kennen und entwickeln Ihre persönliche Positionierungsstrategie im Internet.

Susanne Geu, Digitale Wissenschaftskommunikation

Wann: Mittwoch, 24.10.2018, 10:00 bis 18:00 Uhr
Wo: Harburger Schlossstr. 6-12, 21079 Hamburg

Verbindliche Anmeldung unter: pro-exzellenzia [at] hamburg-innovation [dot] de

Einladung zum Vortrag „Unconscious Bias — Was ist es und gibt es Chancen auf Heilung?“

Unconscious Bias — Was ist es und gibt es Chancen auf Heilung?

Unbewusste Vorurteile haben wir alle. Menschen sind darauf optimiert, effizient zu entscheiden und dabei kognitive Abkürzungen zu nehmen. Bei diesen Abkürzungen verlassen wir uns oft auf Informationen, die für die eigentliche Entscheidung nicht zentral oder sogar irrelevant sind, aber leicht wahrzunehmen und zu beurteilen. Im Bereich sozialer Entscheidungen sind dies häufig zwischenmenschliche Stereotype basierend auf Alter, Geschlecht, Ethnie, Körpergröße und so weiter. In diesem Sinne haben Stereotype durchaus ihre Vorteile: Sie ermöglichen uns zu schnellen Entscheidungen zu kommen und befreien uns von der Last, komplexe Entscheidungen vorzunehmen. Problematisch ist dabei, dass es sich bei diesen Entscheidungen oft um suboptimale handelt: Eigentlich relevante Information werden nicht ausreichend miteinbezogen und die Beurteilungen sind verfälscht. Diese Prozesse laufen in uns i. d. R. unbewusst ab.

Professor Matthias Spörrle erklärt uns in seinem Vortrag über das aktuell viel diskutierte Thema „Unconscious Bias“, wie wir diese unbewussten Vorurteile bewusstmachen können und wie der Einfluss der Urteilsverzerrungen nachhaltig reduziert werden kann.

Matthias Spörrle ist Professor im Fachbereich Wirtschaftspsychologie an der Hochschule für angewandtes Management, Fellow Professor am Lehrstuhl für Strategie und Organisation der TU München und Full Professor für Wirtschaftspsychologie an der Privatuniversität Schloss Seeburg. In seiner Forschung, die er in über 200 Veröffentlichungen dokumentiert hat, beschäftigt er sich insbesondere mit dem systematischen Einfluss von peripheren (und damit entscheidungsirrelevanten) Informationen auf wirtschaftsrelevante Entscheidungsprozesse.

Wer?                    Frauen und Männer
Wo?                      Museum für Kunst und Gewerbe, Spiegelsaal
Wann?                 16. Mai 2018, 18:00 Uhr bis ca. 19:30 Uhr.

Bitte erscheinen Sie spätestens um 17:45 Uhr zur Anmeldung!
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail bis zum 08. Mai 2018 an pro-exzellenzia[at]hamburg-innovation.de. 

Buchvorstellung „Empathie: Ich weiß, was du fühlst“ am 01. März 2018

Welchen schöneren Ort als die Bibliothek im Warburg-Haus kann es für eine Buchveröffentlichung geben?

Ihr am 1. März im Gabal-Verlag erschienenes Buch „Empathie: „Ich weiß, was du fühlst“ stellte Dr. Monika Hein an diesem exklusiven Ort einem ausgewählten Publikum vor.
In ihrem interaktiven Vortrag gab sie gemeinsam mit geladenen Gästen Kusala Thero, Christine Gundlach, Matthias Albers und Barbara Kuster verschiedene Impulse,
wie Empathie erlernt und in den Alltag integriert werden kann.

Ein unterhaltsamer und fröhlicher Abend, der viele Inspirationen rund um das Thema Empathie mit auf den Weg gab.

Fotos: Benjamin Hüllenkremer

Qualifizierung für Migrantinnen

Die 2017 neu ins Leben gerufene Programmlinie richtet sich an Migrantinnen mit einem (in Deutschland anerkannten) Hochschulabschluss. Die Qualifizierung setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen: Einführung in die Qualifizierung, Workshops, Gruppencoachings und die Zertifizierung.

Inhalte sind: Wissen über die Karrierestrategien und -kompetenzen des deutschen Hochschul- und Wirtschaftssystems, Aneignung von beruflichen Strategien, Networking- und Kommunikationstechniken, die Reflexion interkultureller Kompetenzen sowie alles rund um das Thema Bewerbung.

Die Qualifizierung erfolgt nicht in Vollzeit, so dass die Termine mit einem Beschäftigungsverhältnis oder mit Pflege- und Familienarbeit vereinbar sind.

Termine:

Auftakt & Workshop I
Karrierestrategien- und kompetenzen im deutschen Hochschulsystem
Mittwoch, 05.09.2018, 10:00 bis 16:00 Uhr
Auftakt um 9:30 Uhr

Workshop II
Karrierestrategien- und kompetenzen im deutschen Wirtschaftssystem
Mittwoch, 26.09.2018, 10:00 bis 16:00 Uhr

Gruppen-Coaching I
Interkulturelle Kompetenzen
Dienstag, 16.10.2018, 10:00 bis 16:00 Uhr

Gruppen-Coaching II
Auftreten und selbstbewusste Präsentation
1. Termin: 13.11.2018, 10:00 bis 14:00 Uhr
2. Termin: 27.11.2018, 10.00 bis 14:00 Uhr

Workshop III & Zertifizierung
Rund um das Thema Bewerbung
Dienstag, 05.12. 2018, 10:00 bis 16:00 Uhr
Zertifizierung von 16:00 bis 16:30 Uhr

Einzelne Veranstaltungen sind nicht buchbar. Es wird keine Kinderbetreuung angeboten.

Selbstwirksamkeit erhöhen! Coaching- und Beratungstools zum Selbstcoaching.

Exklusiv für Pro Exzellenzia stellte die Coach, Trainerin und Autorin Dr. Stefanie Schönbach-Fuleda am 14. Februar 2018 im Gästehaus der Universität Hamburg in einem interaktiven Vortrag Tools aus ihrem neuen Buch „Wirksame Coaching- und Beratungstools“ (Ziel-Verlag) vor, die die Selbstwirksamkeit erhöhen und die die Teilnehmerinnen direkt ausprobieren und anwenden konnten!

Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation und Konfliktklärung, Teamprozesse und Karrierewege: Zu vielen Themen konnten die Zuhörerinnen Handwerkszeug zum Selbstcoaching mitnehmen!

Im Rahmen dieser Veranstaltung verabschiedeten wir die zum Jahreswechsel ausgeschiedenen Stipendiatinnen Anna Bromley (HfbK), Xiao Fu (HfMT), Saskia Hertel (TUHH) sowie Larissa Müller (HAW) mit einem Zertifikat. Wir wünschen diesen tollen Frauen alles erdenklich Gute für Ihre beruflichen Wege!

Im Anschluss begrüßten wir unsere neuen Stipendiatinnen im Programm. An dieser Stelle noch einmal herzlich Willkommen bei Pro Exzellenzia: Jelena Dabic (HfMT), Narjes Jalali (HSU), Stefanie Kaul (HAW), Jurate Petrikina (Uni HH), Viviane Silva Teixeira (TUHH) und Yvonne Zindel (HfbK).

Bei Fingerfood und Getränken gab es Raum für Austausch, Plausch und Networking. Dieses Mal gab es zudem die Möglichkeit ins Gespräch mit den Medienpartner*innen der Hamburg Woman (http://hamburgwoman.de/) zu kommen.

 

Fotos: Benjamin Hüllenkremer