Stipendiatin
Elena Marie Römer
Stipendiatin
Elena Marie Römer
Projekt:
Eine Frage der Haltung. Versuch einer interdisziplinären Klärung des Wesens und der Bedeutung von Haltung für Kulturorganisationen (Arbeitstitel)
Dein Name: Elena Marie Römer
Universität: Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Fachliche Rahmung Deines Promotionsprojektes:
Institut für Kultur- und Medienmanagement, Lehrstuhl für Organisationstheorie und Change Management
Assoziiert zum Research Center „Leuphana Center for Organization & Social Transformation“ der Leuphana Universität Lüneburg
Welche drei Hashtags beschreiben Deine Fachexpertise am besten?
#organizationstudies #kulturmanagement #haltung
Wie würdest Du fachfremden Kolleg:innen Dein Promotionsprojekt beschreiben?
Seit einigen Jahren wird von Organisationen, und insbesondere von Kulturorganisationen, zunehmend erwartet, Haltung zu zeigen. Besonders sichtbar wird dies in Fällen, die im Zusammenhang mit der sogenannten „Cancel Culture“ stehen, aber auch im Kontext politischer Entwicklungen, in denen Kulturorganisationen vermehrt unter Druck durch rechte Akteure geraten. Darüber hinaus spielt Haltung auch in ganz alltäglichen organisationalen Zusammenhängen, etwa bei internen Veränderungsprozessen, eine zentrale Rolle.
In meiner Forschung versuche ich herauszufinden, was Haltung eigentlich ist und in welcher Weise das Phänomen die Dynamiken und Prozesse in Organisationen beeinflusst. Dafür habe ich mich mit philosophischen und organisationswissenschaftlichen Theorien beschäftigt und zahlreiche Interviews in mehreren Kulturorganisationen geführt.
Von welchen Deiner Veröffentlichungen, Ausstellungen o.ä. sollten andere unbedingt wissen?
Meine wissenschaftlichen Artikel sind aktuell noch in der Bearbeitung. Hier kann ich aber bereits eine Auswahl von Medienbeiträgen anbieten:
- Kurzvortrag zum 75. Jubiläum der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, https://lnkd.in/p/e5peYcgT
- „Von Haltungsprämissen und Handlungsvermögen“, Essay für die Claussen-Simon-Stiftung, https://www.claussen-simon-stiftung.de/de/blog/von-haltungspraemissen-und-handlungsvermoegen/
- Im Interview mit Iris Soltau für das Magazin kju, https://www.kinderundjugendkultur.info/site/assets/files/1075/kju_heft_70.pdf
Wie bist du auf Pro Exzellenzia lead aufmerksam geworden und worauf freust du dich in deiner Stipendiatinnenzeit besonders?
Auf der Suche nach Fördermöglichkeiten in Hamburg bin ich schnell auf „Pro Exzellenzia lead“ gestoßen. Schon bevor ich Stipendiatin war, habe ich auch an einem Workshop teilgenommen und fand den niedrigschwelligen Zugang großartig. Jetzt fühle ich mich besonders geehrt, in das Stipendiatinnenprogramm aufgenommen worden zu sein und freue mich auf die Vernetzung mit anderen Wissenschaftlerinnen, auf die persönlichen Coachings und überhaupt auf das umfangreiche Programm.
Was sollten andere von Dir als professioneller Person noch unbedingt wissen?
Neben meiner Tätigkeit an der Hochschule als wissenschaftliche Mitarbeiterin habe ich einige Jahre eine Musikakademie geleitet und herausfordernde Veränderungsprozesse geplant, aufgesetzt und durchgeführt. Dort habe ich viele Ideen und Konzepte aus den Bereichen leadership, change management und HR, die mir sonst hauptsächlich in der Wissenschaft begegnet waren, in der Praxis ausprobieren und direkt einen Theorie-Praxis-Check machen können.
Was meinst Du, wo werden wir Dich beruflich in 5 Jahren antreffen?
Dort, wo ich mich kreativ und produktiv entfalten kann und wo ich Veränderung begleiten und gestalten darf.

